
Noch ist die Region Campeche auf der Halbinsel Yucatan in Mexiko nicht im Focus des Massentourismus. Noch kann man viele Highlights genießen ohne von Touristenmassen durchgeschoben zu werden. Udo Weisner vom Reiseblog Jo-Igele.de hat sieben Highlight, die ihm auf seinem Trip durch Campeche besonders gefallen hat, für Euch zusammengestellt. Die sieben Highlights lassen sich zu einer vier- bis fünftägigen Rundtour durch Campeche verbinden.
Highlight 1: San Francisco de Campeche
Bis etwa 1500 n.Chr. Maya Stadt mit dem Namen Ort der Schlangen und Zecken, später bedeutende Hafenstadt und immer wieder Piratenüberfällen ausgesetzt, ist San Francisco de Campeche heute eine Stadt mit etwa 250000 Einwohnern und UNESCO Weltkulturerbe. Das Zentrum von Campeche ist bunt und mexikanisch, der Touristenstrom hat diese Stadt noch nicht erreicht. Am besten lernt man die Stadt kennen, indem man einfach loszieht und durch die zahlreichen engen Gassen schlendert. An den bunten Häusern im kolonialen Stil kann man sich kaum sattsehen und die hier noch allgegenwärtigen VW Käfer und VW Busse rufen Erinnerungen an die eigene Studentenzeit wach. Vorsicht ist dabei lediglich bei den Gehwegen geboten, oft sind mehrere Stufen notwendig um den Höhenunterschied zwischen Straße und Gehweg zu überbrücken. Ansonsten zählt Campeche zu den sichersten Orten in ganz Mexiko. Zahlreiche kleine Restaurants und Bars bieten regionale Köstlichkeiten, wie Garnelen in Kokosmilch, marinierten Fisch oder das berühmte Haifischbrot an.
Highlight 2: Die Hazienda Uayamon
Im 17. Jahrhundert betrieb man dort Rinderzucht, später stellte man auf die Produktion von Sisal um, und jetzt ist die Hazienda Uayamon ein Luxushotel der Starwood Hotels & Resorts. Das ehemalige Herrenhaus beherbergt heute die Rezeption und das Restaurant, die 12 Suiten sind im ehemaligen Hospital und in den damaligen Arbeiterunterkünften untergebracht. In einer der Ruinen der Produktionshallen findet man den Pool, einen der schönsten der Welt. Alles ist liebevoll renoviert. Dabei hat man den alten Charme des Anwesens erhalten und hinter jeder Ecke weht einem der Geist der vergangenen Jahre entgegen. Man muss nicht gleich hier übernachten, die Hazienda kann auch so besichtigt werden. Bei einem Spaziergang durch die traumhafte Anlage der Hazienda kann man die Seele baumeln lassen und den Kopf frei bekommen.
Highlight 3: Die archäologische Ausgrabungsstätte Edzna
Etwa eine Autostunde von San Francisco de Campeche entfernt, mitten im feuchtheißen Buschwald, liegen bedeutende Zeugnisse der Ureinwohner des Landes. Bereits 400 vor Chr. wurde dieser Ort von den Mayas besiedelt und in der Blütezeit, etwa 600 n. Chr. sollen hier ca. 70000 Mayas gelebt haben.
Gleich zwei unterschiedliche Baustile der Maya kann der Besucher in Edzna bewundern, den Chenes-Stil und den Puuc-Stil. Besonders sehenswert ist die große Akropolis mit dem Edificio de los Cinco Pisos, einem 5-stöckigen, über 30 Metern hohen Tempel und das, mangels Cenoten angelegte, kilometer lange, für damalige Verhältnisse äußerst fortschrittliche, Bewässerungssystem. Helle Kleidung, lange Hosen und ein gutes Anti-Mosquito-Mittel sind für den Besuch dieser historischen Stätte vorteilhaft.
Highlight 4: Besuch der Maya-Orte Pomoch, Hecelchakan und Becal am Camino Real
Entlang des Camino Real leben viele Nachkommen der alten Maya Stämme, man spricht die alte Sprache und pflegt die Traditionen. Die Orte haben ein ganz besonderes Flair, und es geht ruhig und beschaulich zu. Vieles ist so ganz anders als bei uns in Europa. So auch der Totenkult. Die Knochen der Toten werden in kleinen Gruften auf den Friedhöfen aufbewahrt. Am „Dia de los Muertos“ kommen nach dem dortigen Glauben, die Toten zurück auf die Erde. Die Angehörigen gehen an diesem Tag auf die Friedhöfe und feiern dort fröhliche Feste. Der Friedhof von Pomoch kann besichtigt werden. Bekannt ist Pomoch auch für seine Bäcker und das spezielle mit Schinken, Käse und Chili gefüllte Brot.
In Hecelchakan ist die Kirche San Francisco de Asis und das Museum del Camino Real sehenswert. Nicht zu übersehen und immer ein Foto wert sind auch die zahlreichen Fahrradtaxis.
Der Ort Becal hat sich ganz der Herstellung von Jipihats (Panamahüten) verschrieben. Kein Haus, das nicht über einen Keller verfügt, in dem diese Hüte aus Palmblättern geflochten werden. Mindestens 2 dieser Hüte sollte man kaufen, einen für sich selbst und einen als Mitbringsel.
Highlight 5: Krokodilfarm Wotoch Aayin
Auf der Isla Arena im Naturpark Los Petenes liegt „La casa de cocodrilo“, die Krokodilfarm Wotoch Ayin. Das Betreiber Ehepaar sind sehr naturverbundene Menschen, die neben einer Führung über die Krokodilfarm auch Führungen auf einem Mangroven Lehrpfad und Kajaktouren in dem dortigen Ökosystem anbieten.
Zur Farm gehört auch ein familiäres Restaurant mit frischen Fischgerichten. Wer möchte kann auch ein Gericht mit Krokodilfleisch bestellen.
Highlight 6: Natur und Fun im Eco Tourism Center
In der Region Campeche gibt es zahlreiche sogenannte Eco-Tourism-Center. Eine Kombination aus Naturpark und Erlebnispark. Meist mitten im Urwald gelegen, mit Wanderpfaden, Flüssen oder Cenoten mit glasklarem Wasser zum Baden und Kajakfahren, Baum-Klettergarten, Zipline und Grillstellen. Derzeit werden diese Parks vorwiegend am Wochenende von Einheimischen genutzt. Noch ist der Tourismus dort nicht angekommen. Ein Traum für jeden Naturliebhaber.
Highlight 7: Calakmul, Biosphärenreservat und archäologische Ausgrabungsstätte
Mitten im tropischen Regenwald liegt die beeindruckende archäologische Ausgrabungsstätte Calakmul, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Zu Mayazeiten war dort das Reich der Schlange und Calakmul war die Hauptstadt. Es liegt abseits der Touristenpfade und mit etwas Glück ist man dort alleine unterwegs und kann sich ohne Störung in längst vergangene Zeiten zurück träumen.
Calkmul ist aber auch Biosphären Reservat und eines der größten Naturschutzgebiete Mexikos. Jaguar, Puma, Ozelot und Kleinlöwen gibt es dort. Aber keine Angst, es gehört schon sehr viel Glück dazu auf eines dieser Tiere zu treffen. Wesentlich wahrscheinlicher ist da schon die Begegnung mit wilden Truthühnern, Nasenbären, Affen oder einer der 50 verschiedenen Repitilienarten, die dort leben. Calakmul ist ein Paradies und Pflicht für jeden Naturliebhaber.
Ausführliche Berichte zu unserer Mexikoreise findet ihr auf dem Jo Igele Reiseblog (www.jo-igele.de).
Fotos: (c) Udo Weisner
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12. August 2013 at 08:37
Hochzeitsreisen sind etwas ganz besonderes. Und weil es besonders bleiben soll, haben wir unsere Riese nach Mexico bei Hochzeitsreisewelten.at gebucht. Ich bin sehr erstaunt. Die Führungen, es ging unter anderem nach Clakmul und die Maya Tempel, waren alle sehr gut und das gebuchte Hotel hat mich bei weitem mehr als überrascht.
26. Juli 2013 at 13:58
Interessanter Bericht! Leider sind die Fotos etwas unscharf, aber dennoch vermitteln sie die tolle Atmosphäre! Danke dafür
26. Juli 2013 at 14:50
Hallo Andreas, ja das stimmt. Ich musste die Fotos etwas groß ziehen, aber vielleicht frage ich Udo nochmal, ob er mir die nochmal größer schicken kann. Danke für das Feedback. VG, Jörg
24. Juli 2013 at 00:33
bezgl Mexiko wären wir tatsächlich Ertstäter
Deine Tipps sind sehr interessant und vor allem die Fotos machen Lust, dieses Reiseziel auch mal anzufahren.
Danke für die Highlights,
Gabi
24. Juli 2013 at 08:22
Hallo Gabi,
danke für das Feedback! Ich gebe Dein Lob gerne an Udo weiter.
LG, Jörg
23. Juli 2013 at 19:17
Cool, danke für den Bericht. Campeche schau ich mir in 3 Wochen an (-;
24. Juli 2013 at 08:21
Hey Florian, viel Spaß!