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	<title>BREITENGRAD53 &#124; Reise - &#38; Lifestylemagazin &#187; Kolumbien</title>
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		<title>Abseits der Zivilisation: Abenteuer Amazonas</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Feb 2015 19:12:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Honza Klein]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Amacayacu]]></category>
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	<a href="/abseits-der-zivilisation-abenteuer-amazonas/14140"><img title="Abenteuer Amazonas" src="/wp-cb53/uploads/2015/02/DSC_0178.jpg" alt="Abenteuer Amazonas" width="250" height="104" /></a>
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<p>	Lediglich der Nil überragt ihn um gerade mal 400 Kilometer. Gut sechseinhalbtausend Kilometer schlängelt sich der Fluss durchs nördliche Südamerika. Sein Einzugsgebiet ist wegen der vielen Nebenflüsse weit größer als das des längsten Stroms der Erde. Und vielleicht ist auch sein Name etwas magischer: Amazonas. Sicherlich kein Ort für einen Erholungsurlaub: Amazonas bedeutet Abenteuer, Hitze und unglaubliche Luftfeuchtigkeit. Das ganz</p>
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	<a href="/abseits-der-zivilisation-abenteuer-amazonas/14140"><img title="Abenteuer Amazonas" src="/wp-cb53/uploads/2015/02/DSC_0178.jpg" alt="Abenteuer Amazonas" width="250" height="104" /></a>
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	<p><strong><span class="dropcaps">L</span>ediglich der Nil überragt ihn um gerade mal 400 Kilometer. Gut sechseinhalbtausend Kilometer schlängelt sich der Fluss durchs nördliche Südamerika. Sein Einzugsgebiet ist wegen der vielen Nebenflüsse weit größer als das des längsten Stroms der Erde. Und vielleicht ist auch sein Name etwas magischer: Amazonas.</strong></p>
<p>Sicherlich kein Ort für einen Erholungsurlaub: Amazonas bedeutet Abenteuer, Hitze und unglaubliche Luftfeuchtigkeit. Das ganz gepaart mit einem artenteneichen Regenwald. Meine Entdeckungsreise zu diesem Sehnsuchtsort begann im südkolumbianischen Leticia.</p>
<p>Schon der zweistündige Flug von Bogota lässt einen erahnen, was wohl die frühen Konquistadoren für Strapazen auszuhalten hatten. Regenwald so weit das Auge blicken kann. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie sich in etwa Männer wie Pizarro und Cortez gefühlt haben müssen, als sie im 15. und 16. Jahrhundert die fast unberührte Wildnis auf der Suche nach El Dorado durchstreiften. Dieses Gefühl verstärkt sich augenblicklich, wenn man in Leticia aus dem Flugzeug steigt. Fast 85 Prozent Luftfeuchtigkeit, bei knapp 30 Grad im Dezember.</p>
<div id="attachment_14148" style="width: 845px" class="wp-caption aligncenter"><p class="wp-caption-text">Der Hafen von Leticia ist Ausgangspunkt für die Amazonastour</p></div>
<h2>Kolumbien, Brasilien und Peru bilden ein Dreieck</h2>
<p>In Leticia kann man sich entscheiden, welches Land man für eine Amazonastour nutzen möchte: Kolumbien, Brasilien und Peru bilden hier ein Dreieck. Anfang des 20. Jahrhunderts hat sich Kolumbien in einem Krieg mit Peru diesen Zipfel und damit den Zugang zum Amazonas gesichert. Verschiedene Anbieter bieten Touren in die Region an. Bei unserer Fahrt in Richtung Puerto Narino wird deutlich, dass der Fluss so etwas wie die Hauptschlagader der Region ist. Schnellboote der &#8220;Lineas Amazonas&#8221; &#8211; so etwas wie die S-Bahn der Gegend &#8211; sind allgegenwärtig. Etliche kleine Langboote surren beladen zu den abgelegenen Siedlungen, Fischer gehen ihrem Tagwerk nach. Immerhin zählt der Amazonas zu den artenreichsten Flüssen der Welt. Links Peru, rechts Kolumbien: Wir erreichen nach gut zwei Stunden den zweitgrößten Ort des kolumbianischen Amazonas. Immerhin gibt es hier so etwas wie ein Hotel. Nach europäischen Maßstäben hätte es jedoch nicht mal einen Stern verdient. Aber es ist sauber und es steht zum Verkauf. Vielleicht eine gute Idee für abenteuerlustige Auswanderer. Touristisch hätte man da allerdings noch einiges zu tun. Nichts ist da, was man nach europäischen Maßstäben touristische Infrastruktur nennt. Dabei wäre doch vielleicht gerade das etwas, was den Einwohnern ein Einkommen und dem Land mehr Touristen bringen könnte.</p>
<div id="attachment_14143" style="width: 845px" class="wp-caption aligncenter"><p class="wp-caption-text">Freizeitvergnügen am Amacayacu River.</p></div>
<h2>Der Ort ist nur per Boot erreichbar</h2>
<p>Der Ort ist, wie alle in der Region, nur per Boot erreichbar. Blickt man von einem hölzernen Aussichtsturm, sieht man in alle Richtungen nur Grün. Fischfang ist die Hauptarbeit der Einwohner. Nach unserer Rückkehr von einem Ausflug zu einem kleinen See, bei dem wir das morgendliche Erwachen der Vögel beobachteten, hat man das Gefühle, das alle Einwohner von Puerto Narino am Ufer stehen. Frischer Fisch wird hier gehandelt, Obst, Maismehl, Reis. Viel mehr gibt die Speisekarte nicht her. Doch immerhin gibt es eine kleine Bar im Ort und damit noch so etwas, wie den Anschein von Zivilisation.</p>
<div id="attachment_14141" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><p class="wp-caption-text">Nicht mehr als eine Bretterbude im Dschungel: Das Boutique Hotel Casa Gregorio.</p></div>
<p>Das ändert sich bei der Weiterfahrt zum Amacayacu River. Dort fühlt man sich endgültig im Dschungel angekommen. Kaum ein Boot begegnet uns noch. Nur hier und da sieht man noch einen einsamen Fischer in seinem Einbaum. San Maatin ist eine winzige Siedlung der Ureinwohner. Eine Holländerin betreibt hier seit gut zehn Jahren die &#8220;Casa Gregori&#8221;, ein Boutiquehotel &amp; Restaurante. Hört sich nicht schlecht an, sind aber lediglich ein paar zusammen gehämmerte Bretterbauten. Das Duschwasser kommt aus Regenwassersammelbehältern, Strom gibt es stundenweise von einem Generator, das Handy ist ohne Empfang: Willkommen am Amazonas.</p>
<p>Da es immer wieder mal regnet, sollte man bei seiner Reise dringend an ein Regencape und an Gummistiefel denken. Bei Wanderungen durch den Wald kann man schnell mal Knöcheltief im Schlamm versinken. Besonders wenn man so einen Reiseführer wie ich hatte, der meint, bei den Ausflügen an die Grenzen gehen zu müssen. Wie zum Beispiel bei einer Nachtwanderung durch den finsteren Regenwald mit den abenteuerlichsten Geräuschen. Wenn dann noch bei der Rückfahrt auf dem Amacayacu nach wenigen Minuten das Benzin vom Boot leer ist, ist das Abenteuer komplett. Immerhin war ein Paddel an Bord, das uns gerettet hat. Ein Paradebeispiel für die touristische Unbedarftheit der Einheimischen: fast drei Stunden auf einem schmalen dunklen Fluss, die abendliche Kühle und Feuchtigkeit, ringsherum das Konzert des Regenwaldes und überall blinkende Glühwürmchen. Mir wurde dort besonders deutlich, dass der Regenwald vor allem ein gigantisches Hörspiel ist. Die meisten Tiere sind Fluchttiere und so erlebt man kaum mehr als ihre Geräusche. Nun ja, wir haben es überlebt. Leider hat sich auch die versprochene Artenvielfalt versteckt. Dies änderte sich im „<a href="http://www.reservamarasha.com" target="_blank">Reserva Natural Marasha</a>“, der auf peruanischem Gebiet liegt.</p>
<h2>Papageien krächzen ein lautes Olá.</h2>
<p>Etwa drei Kilometer vom Ufer des Amazonas entfernt, liegt an einem See die Hauptanlage des Parks. Auch hier gibt es Strom nur stundenweise und das Telefon bleibt ebenfalls stumm. Aber hunderte Vögel in den Wipfeln der Bäume sorgen für ein beeindruckendes Begrüßungskonzert: Papageien krächzen ein lautes Olá. Am Abend gesellte sich noch eine gutmütige Familie Chiguiros (Wasserschweine) hinzu.</p>
<div id="attachment_14146" style="width: 845px" class="wp-caption aligncenter"><p class="wp-caption-text">Am Abend lassen sich auf dem See im Marasha Park Kaimane beobachten &#8211; und fangen.</p></div>
<p>In der Dämmerung und in der Nacht ist eine Fahrt über den See besonders beeindruckend, ja fast magisch. Ein Teil der Bewohner geht zur Ruhe, andere erwachen. So kann man in dieser Zeit über der spiegelglatten Wasseroberfläche die leuchtenden Augen von Kaimanen entdecken. Mit viel Glück sieht man sogar eine Anakonda. Tagsüber werden Wanderungen und Angeltouren angeboten oder man paddelt einfach durch schmale mangrovengesäumte Kanäle. Wobei man tunlichst nicht kentern sollte, denn unter dem Kanu schwimmen Piranhas. Sie stehen übrigens in dieser Region hin und wieder auf der Speisekarte. Oder besser gesagt kommen auf den Tisch. Es gibt Reis und Fisch, dazu Fruchtsäfte, Kaffee und Wasser – mehr gibt die Speisekarte allerdings nicht her. Auch Gewürze jedweder Art sind leider nicht vorhanden.</p>
<p>Nach fast einer Woche im Urwald war ich dann wirklich froh wieder in Leticia zu sein. Auch wenn der Ort nur sehr klein ist, versprach er wenigstens Zivilisation und vor allem einen kalten Drink. Man muss sich auf eine Reise am Amazonas einlassen. Dann wird es ein unvergleichliches Abenteuer.</p>
<p> Weitere Bilder zu der Reise<br />
nach <a title="Medellín – einstige Drogenhauptstadt der Welt" href="/fotos-medellin-einstige-drogenhauptstadt-der-welt/">Kolumbien finden Sie hier&#8230;</a></p>
<p><em>Hinweis: Der Autor wurde von Proexport Colombia zu dieser Reise eingeladen.</em></p><p>The post <a rel="nofollow" href="/abseits-der-zivilisation-abenteuer-amazonas/14140">Abseits der Zivilisation: Abenteuer Amazonas</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="/">BREITENGRAD53 | Reise - &amp; Lifestylemagazin</a> written by <a rel="nofollow" href="/author/hklein">Honza Klein</a>.</p>
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		<title>Zu Besuch in Kolumbiens ehemaliger Drogenmetropole</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2015 10:23:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Honza Klein]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Jardin]]></category>
		<category><![CDATA[Medellín]]></category>

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	<a href="/zu-besuch-in-kolumbiens-ehemaliger-drogenmetropole/13836"><img title="Medellin_2014_hk_11" src="/wp-cb53/uploads/2015/01/Medellin_2014_hk_11.jpg" alt="Zu Besuch in Kolumbiens ehemaliger Drogenmetropole" width="250" height="105" /></a>
	</div>
<p>	Es gibt Stadtnamen, da kommt man automatisch auf eine Assoziation: Liebe – Paris, Rio – Karneval, New York – Wallstreet, Venedig – Romantik&#8230; nun ja da gibt es sicherlich noch einige. Und wie ist es mit dem kolumbianischen Medellín? Kartell und Drogen sind da sicherlich zwei Begriffe, die den meisten Menschen dabei einfallen. Gut eine Flugstunde von Bogota entfernt liegt</p>
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	<a href="/zu-besuch-in-kolumbiens-ehemaliger-drogenmetropole/13836"><img title="Medellin_2014_hk_11" src="/wp-cb53/uploads/2015/01/Medellin_2014_hk_11.jpg" alt="Zu Besuch in Kolumbiens ehemaliger Drogenmetropole" width="250" height="105" /></a>
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	<p><strong><span class="dropcaps">E</span>s gibt Stadtnamen, da kommt man automatisch auf eine Assoziation: Liebe – Paris, Rio – Karneval, New York – Wallstreet, Venedig – Romantik&#8230; nun ja da gibt es sicherlich noch einige. Und wie ist es mit dem kolumbianischen Medellín?</strong></p>
<p>Kartell und Drogen sind da sicherlich zwei Begriffe, die den meisten Menschen dabei einfallen. Gut eine Flugstunde von Bogota entfernt liegt die Stadt des ewigen Frühlings, wie Kolumbianer die Metropole nennen. Zwischen 1.600 und 1.800 Metern Höhe zieht sich die Stadt im Tal des „Medellín Rivers“ umgeben von Bergen hin. Ein beeindruckender Anblick, wenn man vom neuen Flughafen über die Berge kommend in die Stadt einfährt. Ein gigantisches Lichtermeer. So hat man das nicht erwartet. Vorbei an edlen Wohnanlagen, Shoppingcentern geht es ins moderne Zentrum. Gerade am Wochenende bemerkt man in einigen Vierteln dabei das pulsierende Nachtleben. Zahlreiche Discotheken und Klubs, Restaurants und Bars ziehen Gäste an.</p>
<p></p>
<h2>In den 80er Jahren noch &#8220;Mordhauptstadt der Welt&#8221;</h2>
<p>War Medellín in den 80er Jahren mit 381 Toten auf 100.000 Einwohner als „Mordhauptstadt der Welt“ und als Hauptstadt des Drogenhandels bekannt, so ist die Stadt inzwischen eines der sichersten Reiseziele Kolumbiens. Von der Warnung von den üblichen und wohl in jeder Großstadt vorhandenen Taschendieben gerade im belebten Zentrum mal abgesehen. Doch vor allem das Zentrum Medellín bietet wohl eine der größten (und das ist nicht nur der Anzahl der Exponate geschuldet) Skulpturenausstellungen der Welt. Es ist die Geburtsstadt des Malers und Bildhauers Fernando Botero. An der „Plazoleta des Esculturas“ stehen 23 seiner überdimensionalen Skulpturen, was dem Platz auch den Namen „Plaza Botero“ eingebracht hat. Doch auch an anderen Orten der Stadt findet man Arbeiten des Künstlers.</p>
<div id="attachment_13848" style="width: 845px" class="wp-caption aligncenter"><p class="wp-caption-text">Im Zentrum Medellins stehen Skulpturen die Fernando Botero geschaffen hat. Er ist in der in der Stadt geboren.</p></div>
<p>Gut zu erreichen ist das Zentrum übrigens mit der modernen Metro, die sich über mehr als 20 Kilometer durchs Tal zieht und die einzige ihrer Art in ganz Kolumbien ist. Diese und noch einige andere in den vergangen Jahren durchgeführten Erneuerungen in der Stadt (neue Bibliothek, neues Verkehrskonzept etc.) brachten Medellín den vom &#8220;Wall Street Journal&#8221; vergebenen Titel der „innovativsten Stadt der Welt“ ein. Nun gut, wenn man vom Niveau „Null“ kommt, ist dies sicherlich eine relativierbare Auszeichnung. Es beschreibt aber die Wandlung, die die Stadt seit dem Tod von Drogenboss Pablo Escobar durchläuft. Er starb 1993 im Kugelhagel der Polizei.</p>
<h2>30 Millionen Lampen zur Weihnachtszeit</h2>
<div id="attachment_13845" style="width: 845px" class="wp-caption aligncenter"><p class="wp-caption-text">Fast zwei Kilometer zieht sich die Beleuchtung des Medellin Rivers durch die Stadt.</p></div>
<p>Einen eher gemächlichen Ausblick auf die 2,5 Millionen Einwohner zählende Stadt hat man bei einer Fahrt mit der Seilbahn, die von der Metro abzweigt. Sie wurde zum einen angelegt, um die Armenviertel besser mit dem Zentrum zu verbinden und man erreicht so den über der Stadt gelegenen Park Arvi. Ein ausgedehntes Naturschutzgebiet mit Seen und Wanderwegen, einem Hotel und einem sehenswerten Schmetterlingshaus. Ein schöner Kontrast zur Großstadt. Diese ist besonders in der Weihnachtszeit ein Anziehungspunkt für Gäste aus dem ganzen Land. Wer schon immer einmal wissen wollte wie Weihnachtsbeleuchtung richtig geht, sollte Medellín im Dezember besuchen. Über fast zwei Kilometer ist der Fluss mit Lichterketten und verschiedenen Lichtobjekten überspannt und dekoriert. Mehr als 800 Kilometer Lichtschläuche mit rund 30 Millionen Lampen werden dafür Jahr für Jahr ausgerollt. Abends ein beeindruckender Anblick, um danach noch einen Drink zu nehmen und am nächsten Tag eine Tour ins Umland zu starten.</p>
<div id="attachment_13843" style="width: 845px" class="wp-caption aligncenter"><p class="wp-caption-text">Bei Luis Eduardo Zapata kann man seinen eigenen Kaffeestrauch pflanzen.</p></div>
<p>Zum Beispiel ins gut 100 Kilometer entfernte Jardin. Wobei 100 Kilometer in dieser Region gut drei Stunden Autofahrt bedeuten. Keine besonders gute Straße und die Berglandschaft sorgen für diese Fahrzeit. Es geht hinein in eine Gegend, die Kolumbiens Wirtschaft bestimmt. „Wir sind ein Land nur wegen des Kaffees“, erzählt Luis Eduardo Zapata. Der alte Herr betreibt in den Bergen unweit der Hauptstraße ein kleines Hotel und pflanzt Kaffee an. Seit mehr als 200 Jahren macht seine Familie das. Sehr traditionell, alles in Handarbeit. Wer möchte kann bei ihm seinen eigenen Kaffeestrauch setzen und in gut drei Jahren wiederkommen, um die ersten eigenen Bohnen zu ernten. Bis dahin zelebriert der alte Herr die Zubereitung des Getränkes, und man muss schon schmunzeln, wie er sich für Touristen ein wenig klischeehaft aber liebenswürdig kleidet. Bei ihm fehlt dann auch nicht der Aquardiente, ein mit Ouzo oder Pernod vergleichbares Getränk.</p>
<h2>Lateinamerika wie aus dem Bilderbuch</h2>
<p>In Jardin angekommen steht bei vielen Gästen in einer der vielen Bars rings um den Marktplatz eine Flasche des Getränks auf dem Tisch. Ein liebenswürdiger Ort, der fast wie eine Filmkulisse wirkt. Wären da<br />
nicht die erwähnten vielen Bars aus denen laute Musik hallt. Dutzende Menschen sind dort versammelt, von denen einige einfach mit ihrem Pferd zum bestellen reiten. Auf dem Platz bieten Händler das Obst der Region zum Verkauf an und allerlei Garküchen laden zum probieren ein. Farbenfroh reihen sich die Häuser um den Platz. Lateinamerika wie aus dem Bilderbuch.</p>
<div id="attachment_13854" style="width: 845px" class="wp-caption aligncenter"><p class="wp-caption-text">Die Kleinstadt Jardin bietet lateinamerikanisches Flair wie aus dem Bilderbuch.</p></div>
<p>Erst weit nach Mitternacht zieht ein wenig Ruhe in Jardin ein. Ein Bier kostet etwa einen Euro, der Kaffee auf dem Markt 40 Cent. Überall in der Gegend sieht man die Kaffeesträucher, oft an steilen Hängen, wo man sich kaum vorstellen kann, wie dort jemals geerntet werden soll. Eine Kooperative kümmert sich um die Vermarktung der Ernte. So kommen auch die Bohnen für &#8220;Nespresso&#8221; aus dieser Gegend. Nun weiß man, dass ein Kilo &#8220;Nespresso&#8221; etwa 80 Euro kostet, wenn man es mit der Menge vergleicht, die ein Kilo Bohnen ergibt. 2,50 bis 3 Euro bekommen die Bauern für ein Kilo.</p>
<h2>Beeindruckend: &#8220;Cueva del Esplendor&#8221;</h2>
<div id="attachment_13840" style="width: 845px" class="wp-caption aligncenter"><p class="wp-caption-text">Ein Ausflug in die Berge und zur Höhle Esplendor bietet einen Abenteuertrip.</p></div>
<p>Unweit von Jardin erstreckt sich dann eine ungestüme Berglandschaft. Von dort hat man einen guten Ausblick auf Jardin und kann mit dem Pferd oder Muli zur „Cueva del Esplendor“ gelangen. Mitten im Bergwald gelegen, kommt man auf einem Wanderweg zu einer Höhle, in deren Mitte ein Fluss die Decke durchstoßen hat und nun als Wasserfall ins innere der Höhle stürzt. Ein beeindruckender Anblick und lautes Spektakel. Allerdings ist die Tour zur „Cueva del Esplendor“ nicht ganz einfach. Die Wanderwege sind kaum ausgebaut, überhaupt ist die touristische Infrastruktur dort kaum vorhanden. Außerdem kann gerade auf dem Land fast niemand Englisch sprechen. Spanischkenntnisse oder zumindest ein gutes Übersetzungsprogramm auf dem Smartphone sind also hilfreich. Kein Wunder, dass der Tourismus da noch sehr in den Kinderschuhen steckt. Potential hat die Region um Medellín allemal.</p>
<p> Weitere Bilder zu der Reise<br />
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<p><em>Hinweis: Der Autor wurde von Proexport Colombia zu dieser Reise eingeladen.</em></p><p>The post <a rel="nofollow" href="/zu-besuch-in-kolumbiens-ehemaliger-drogenmetropole/13836">Zu Besuch in Kolumbiens ehemaliger Drogenmetropole</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="/">BREITENGRAD53 | Reise - &amp; Lifestylemagazin</a> written by <a rel="nofollow" href="/author/hklein">Honza Klein</a>.</p>
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