Flug MH370: Wie verschwindet ein ganzes Flugzeug?

Malaysia Airlines Flug MH370Am Freitag habe ich auf der ITB noch am Stand von Malaysia Airlines gesessen und mich ganz entspannt mit den Verantwortlichen dort unterhalten. Nur ein paar Stunden später wird ein Flugzeug der Airline vermisst. Wie kann so etwas passieren? Ich bin entsetzt und hoffe sehr, dass die Piloten mit der Maschine irgendwo in der Wildnis am Meer notgelandet sind und die 239 Passagiere von Flug MH370 am Lagerfeuer sitzen und frischen Fisch grillen.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am Samstag (8. März) auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking plötzlich von den Radarschirmen verschwunden. Ohne Notruf brach der Funkkontakt mit der Maschine plötzlich ab. Seitdem fehlt jede Spur der Maschine. Ein absoluter Albtraum.

Die Meldungen, die seit dem Verschwinden der Boeing fast stündlich auftauchen, hören sich an, wie aus einem schlechten Krimi: Zwei Passagiere mit gestohlenen Pässen waren an Bord, der Flieger ist kurz vorher umgedreht, die Handys der vermissten Passagiere klingeln noch usw.

Das Flugzeug wurde nach Militärangaben zuletzt von einem Radar einer Militärbasis in der Nähe von Pulau Perak an der Strasse von Malakka erfasst. Die Maschine soll nach Angabe des Militärs in einer Höhe von knapp 9.000 Metern und damit sehr tief geflogen sein. Warum? Das kann sich bisher niemand wirklich erklären. Und auch der Grund des Verschwindens ist reine Theorie. Der Polizeichef von Malaysia, Khalid Abu Bakar, hat vier mögliche Erklärungen: Entführung, Sabotage, psychologische Probleme bei Passagieren oder der Besatzung als Grundlage einer Selbstmord-Aktion oder vielleicht persönliche Probleme. Dazu wird auch untersucht, ob einer der Passagiere eine hohe Versicherungspolice abschloss oder vielleicht hohe Schulden hatte.

Inzwischen wird von allen beteiligten Stellen ein Terroranschlag ausgeschlossen. Technisch gehört die Boeing 777 zu den zuverlässigsten Flugzeugen der Welt, zudem soll sie kurz vor dem Start noch gewartet worden sein. Was kann da nur passiert sein? Auch der Pilot, Zaharie Ahmed Shah (53), gilt mit rund 18 000 Flugstunden als sehr erfahren. Er hat kein Notruf abgesetzt. Auch der automatische Alarm, eigentlich bei technischen Problemen üblich, blieb aus. Experten spekulieren deshalb über eine Explosion an Bord, allerdings ist der Jet eine Stunde nach dem abgerissenen Funkkontakt vom Militärradar erfasst worden. Wie kann da eine Explosion die Ursache sein?

Boeing 777 der Malaysia Airlines

Viele Einsatzkräfte suchen in einem Gebiet mit einem Radius von 185 Kilometern nach der Nadel im Heuhaufen. Das entspricht einer Fläche von Schleswig-Holstein, Niedersachen und Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Sollte der Flieger tatsächlich explodiert sein, sind die Trümmerteile relativ klein und daher schwierig zu orten.

Das Internet entpuppt sich da eventuell zu einer Hilfe. Die US-Firma DigitalGlobe, die auch die Satellitenbilder für Googles Kartendienste liefert, hat eine Seite online gestellt, auf der sich jeder an der Suche beteiligen kann. Zwei von fünf Satelliten der Firma machen derzeit Bilder der betroffenen Region, die sich jeder herunterladen und mitsuchen kann. Offensichtlich hat die Firma den Ansturm auf die Webseite unterschätzt, denn die Seite ist teilweise nicht erreichbar. Wer es trotzdem versuchen möchte, findet die Seite hier.

Für mich ist das alles überhaupt nicht greifbar. Ich selbst bin im letzten Jahr über 50.000 Kilometer mit einem Flugzeug geflogen und hatte zu keiner Zeit ein unsicheres Gefühl. Für mich ist und bleibt der Flieger das sicherste Verkehrsmittel der Welt, und ich werde auch in diesem Jahr sicherlich einige Flugstunden in der Kabine verbringen.

Ich wünsche allen Angehörigen viel Kraft und habe trotz allem die Hoffnung, dass diese Geschichte ein Happy End hat. Vielleicht sind die Piloten mit der Maschine irgendwo in der Wildnis am Meer notgelandet, und jetzt sitzen die 239 Passagiere von Flug MH370 am Lagerfeuer und grillen frischen Fisch.

Foto: Charaka Ranasinghe (Image is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.)

Dieser Artikel wurde bisher 1910 mal gelesen.

Leave a Reply

7 comments

  1. Andrea

    @ Jörg Pasemann,

    und der Knaller dahinter ist die Antwort, wem dieses Patent gehört: dem Boeing-Konzern

    Das Patent kann man sich hier angucken:

    http://www.google.com/patents/US7142971

    Tja und damit wussten die Passagiere an Bord von MH370 zu viel für den Geschmack der NSA und mussten deshalb sterben!! Denn die durften ja nicht mitbekommen, wie man heimlich die Chips wieder von Bord holt!! So sieht es nämlich aus!!

    0
  2. Andrea

    Dann hier der entsprechende Auszug aus Epochtimes:

    „MH370 Patent: Fernsteuerungs-System von Boeing gerät in den Fokus“
    „Epoch Times, Freitag, 10. Oktober 2014 08:24″

    „Wird das verschwundene Malaysia Airlines Flugzeug MH370 bald „gefunden“?“

    „Spiegel Online veröffentlichte heute ein Interview mit Tim Clark, dem Chef der Fluggesellschaft Emirates. Darin äußerte Clark die Ansicht, dass MH370 wahrscheinlich durch eine Fernsteuerung von Außen entführt wurde.“

    „Das Boeing-Patent für den „Uninterruptible Autopilot“ rückte damit in den Fokus der Öffentlichkeit – zum zweiten Mal innerhalb eines Monats. Denn schon am 8. September veröffentlichte Russia Today einen kritischen Artikel von Nile Bowie, der eine Erklärung für das Verhalten des US-Flugzeugbauers und des britischen Satellitenbetreibers Inmarsat forderte.“

    „Sehr interessant war das Umstand, dass am gleichen Tag ein Artikel der BBC erschien, der die Möglichkeit einer Entführung durch Fernsteuerung ausführlich beschrieb, aber als „Verschwörungstheorie“ zerredete.“

    „Auch in den Analysen des Investigativ-Journalisten Wolfgang Eggert spielt das Autopilot-Fernsteuerung von Boeing eine Rolle: Er kam zu dem Schluss, dass Flug MH370 und seine Passagiere zum Spielball einer hochbrisanten Intrige wurde, in welche Weltmächte verwickelt sind, weshalb international über das Schicksal und den Verbleib der Maschine geschwiegen wurde.“

    „Vielleicht werden wir ja durch die neuen Veröffentlichung gerade seelisch darauf vorbereitet, dass MH 370 doch noch „gefunden“ wird – und das es dann in der offiziellen Erklärung heißt, die Entführung geschah durch einen Hackerangriff per Fernsteuerung …“

    „Sicher ist eines: Für die Verursacher des MH370-Unglücks wäre es geschickter, das Ende der Geschichte, sprich das Wiederauffinden des Flugzeugs, selbst zu inszenieren, als zu warten, bis durch Whistleblower oder andere Kommunikations-Unfälle die Wahrheit ans Tageslicht kommt.“

    „So funktioniert die Autopilot-Fernsteuerung“

    „Boeing ist der weltgrößte Flugzeughersteller für zivile und Militärflugzeuge. In 2006 hat das Unternehmen sein Patent für ein „unterbrechungsfreies Autopilot-Bediensystem“ angemeldet (Uninterrauptible Autopilot, offizielle Abkürzung BUAP). Dieses System ermöglicht es, ein Flugzeug vom Boden und aus weiter Entfernung wie ein riesiges Modellflugzeug zu fernzusteuern – mit Hilfe von Funkwellen und einem globalen Satelliten-Ortungssystem.“

    „Mit dem BUAP kann man einem Piloten die Kontrolle über seine Maschine vollständig entziehen und das Flugzeug an einem vorgegebenen Ort landen.“

    „Wie ein Modell-Flugzeug mit Fernbedienung“

    „Nachdem es [das System] aktiviert ist, kann das Flugzeug mit einer digitalen Fernbedienung vom Boden aus gesteuert werden. Die Maschine kann danach wie ein ausgereiftes Modell-Flugzeug gesteuert werden. Man kann es vertikal und seitlich manövrieren … Wenn das System einmal in Gang gesetzt ist, kann es niemand an Bord deaktivieren“, heißt es in einem Bericht aus dem Jahre 2007, veröffentlicht vom Londoner Evening Standard. “

    „Patent Nr. US7142971B2″

    „Die Autopilot-Fernsteuerung ist unter der Patentnummer US7142971B2 registriert. Besonders bemerkenswert: Das System wird durch eine vollständig unabhängig Energiequelle betrieben und ist somit für die Menschen an Bord nicht abschaltbar.“

    „Der Evening Standard zitierte Vertreter von Boeing, wonach das System dafür gedacht sei, in Boeing Verkehrsflugzeuge installiert zu werden. Der BUAP solle bis 2009 in alle Boeings eingebaut werden, hieß es damals.“

    0
  3. Andrea

    @ Jörg Pasemann,

    wenn man sich die aktuellen Berichte der Ermittlungsergebnisse hier:

    http://www.bbc.com/news/world-asia-26503141

    anguckt inklusive der berechneten Kurs-Grafiken und wenn man sich dazu mal sämtlichste sonstige Informationen über diesen Fall anguckt, die im Internet zur Verfügung stehen, dann muss man hier einen absoluten Kriminalfall annehmen.

    Denn in dieser Sache gibt es laut infokopp nämlich Verbindungen zum Rotschild-Konzern!

    Wer ist der Rotschild-Konzern?
    Antwort: das ist eine frühere NSA-Tochterfirma!

    Und diese Firma Rotschild hat wiederum eine Tochter-Firma namens Freescale, die an geheimen militärischen Mikrochips arbeiten!

    Aus der veröffentlichten Passagierliste geht nämlich hervor, dass 20 dieser Freescale-Mitarbeiter an Bord von MH370 waren!! Bericht dazu hier von heise.de:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verschollenes-Flugzeug-MH370-Freescale-vermisst-Mitarbeiter-2138505.html

    Tja und der einfachste Grund, warum die an Bord waren, können nur diese Chips gewesen sein! Diese gelangten wohl durch einen Ladefehler an Bord! Und der Knaller ist: die Passagiere haben genau dass wohl spitz bekommen!!

    Darüber hinaus gibt es noch eine Verbindung zum Rotschild-Konzern: es geht um hochgeheime Patente!!

    http://www.epochtimes.de/Flug-MH370-Jacob-Rothschild-erhaelt-alle-Patente-fuer-implantierbare-Microchips-a1155306.html

    Und es gibt vom Rotschild-Konzern aus eine weitere Querverbindung zum Boeing-Konzern! Hierbei geht es um eine hochgeheime Backdoor für die Geheimdienste in JEDEM Boeing-Cockpit!! Bericht von Epochtimes hier:

    http://www.epochtimes.de/MH370-Patent-Fernsteuerungs-System-von-Boeing-geraet-in-den-Fokus-a1187604.html

    0
  4. Ja, ich hoffe mit dir, dass die gruselige Geschichte noch ein glückliches Ende findet! Ich hätte nie gedacht, dass ein Flugzeug tatsächlich so spurlos verschwinden kann – und vor allem so lange verschwunden bleibt…

    0
    • Jörg Baldin

      @Antje: Vor allem in der heutigen Zeit, in der alles irgendwie technisch machbar ist…

      0
  5. Ich find das auch heftig. Als ewiger Optimist hofft man natürlich und ohne Black Box kann man eh nicht sagen was passiert ist. Ich finde es eher mysteriös. Und hoffe alles wird aufgeklärt.

    0
    • Jörg Baldin

      @Janett: Ja, das hoffe ich auch. Irgendwo muss das Flugzeug ja sein…

      0