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Autobahnen in Deutschland und den Nachbarländern stehen an diesem Ferienwochenende unter hohem Druck: ACE und ADAC warnen vor umfangreichen Verzögerungen, weil zahlreiche Bundesländer gleichzeitig reisen. Fahrer sollten besonders an Stoßzeiten mit langen Staus und Verzögerungen rechnen.
Großes Reiseaufkommen an drei Tagen
Dem Auto Club Europa (ACE) zufolge wird das kommende Wochenende (7. bis 9. August) deutschlandweit deutlich voller als üblich. Klassische Urlaubsachsen in Richtung Süden sowie die Verbindungen zu Nord- und Ostsee füllen sich; der ADAC spricht von Verkehrsbelastungen „über weite Strecken“.
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Besonders kritisch sind die Zeitfenster Freitagnachmittag bis Abend, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Hinzu kommen rund 1.000 Baustellen, die vielerorts den Verkehrsfluss zusätzlich hemmen.
Wie sich die Tage unterscheiden
Am Freitag beginnt der Tag vielerorts noch vergleichsweise ruhig, da weniger Berufspendler unterwegs sind. Ab dem späten Vormittag steigt die Verkehrsdichte jedoch stark an, die Staugefahr wächst.
Der Samstag bringt auf den klassischen Urlaubsrouten die höchste Belastung. Laut ACE ist die Spitzenzeit zwischen etwa 8 und 16 Uhr. Auch Rückreise- und Gegenrichtungen zeigen erhöhte Stauwahrscheinlichkeit, vor allem ab dem späten Vormittag.
Der Sonntag bietet am frühen Morgen oft noch die entspannteste Fahrphase des Wochenendes. Ab Mittag verlagert sich die Betriebsamkeit deutlich auf die Rückreisestrecken nach Norden, Westen und Nordwesten; bis in den Abend bleiben Wartezeiten wahrscheinlich.
Tipps für die Reiseplanung
Wer flexibel ist, sollte die Abfahrt auf einen Werktag legen: Montag, Dienstag oder Mittwoch außerhalb der Berufsverkehrszeiten sind in der Regel deutlich entspannter. Der Freitag gilt als ungünstig, weil Pendler und Urlauber zusammenfallen.
Wer am Wochenende starten muss, fährt am besten sehr früh am Morgen oder in der Nacht. Das verlangt allerdings gute Selbsteinschätzung, erhöhte Aufmerksamkeit und regelmäßige Pausen. Von den Wochenendtagen bleibt der Sonntag bis zum Mittag die beste Option.
Betroffene Regionen und wichtige Routen
ACE und ADAC sehen besonders viel Verkehr in den Metropolregionen Hamburg, Berlin, Rhein‑Main, Rhein‑Ruhr, Stuttgart und München sowie auf den Zufahrtsstrecken zur Nord‑ und Ostsee. Auch Nebenstrecken sind von hohen Belastungen betroffen.
| A 1 | Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln |
| A 2 | Oberhausen – Dortmund – Hannover – Berlin |
| A 3 | Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt/Main – Würzburg – Nürnberg – Passau |
| A 4 | Heerlen/Aachen – Köln – Olpe – Chemnitz – Dresden – Görlitz |
| A 5 | Hattenbacher Dreieck – Frankfurt/Main – Karlsruhe – Basel |
| A 6 | Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg |
| A 7 | Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte |
| A 8 | Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – Salzburg |
| A 9 | Berlin – Leipzig – Nürnberg – München |
| A 10 | Berliner Ring |
| A 11 | Berliner Ring – Kreuz Uckermark |
| A 12 | Berliner Ring – Frankfurt/Oder |
| A 17 | Dresden – Prag |
| A 20 | Lübeck – Rostock |
| A 21 | Kiel – Bargteheide |
| A 23 | Hamburg – Heide |
| A 24 | Hamburg – Schwerin |
| A 27 | Bremen – Bremerhaven |
| A 40 | Venlo – Essen – Dortmund |
| A 43 | Wuppertal – Recklinghausen – Münster |
| A 44 | Essen – Velbert |
| A 45 | Dortmund – Gießen – Aschaffenburg |
| A 46 | Düsseldorf – Wuppertal |
| A 57 | Krefeld – Köln |
| A 59 | Köln – Bonn |
| A 61 | Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach |
| A 81 | Würzburg – Heilbronn – Stuttgart – Singen |
| A 93 | Kiefersfelden – Rosenheim |
| A 95 | München – Garmisch‑Partenkirchen |
| A 96 | München – Lindau |
| A 99 | Autobahnring München |
Auflagen und Baustellen
Auf Samstagen in den Sommerferien gilt in Deutschland ein Fahrverbot für schwere Lastwagen: vom 1. Juli bis 31. August sind Lkw an Samstagen zwischen 7.00 und 20.00 Uhr eingeschränkt. An Sonntagen besteht das generelle Fahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen ohnehin ganzjährig von 0.00 bis 22.00 Uhr. Trotz dieser Regelungen bleibt die Lage angespannt.
Zusätzlich beeinträchtigen umfangreiche Bauarbeiten den Verkehrsfluss. Erwähnenswert sind laufende Instandsetzungen an der Luegbrücke auf der Brennerautobahn (A 13) und Bauarbeiten am Reschenpass (B 180) nahe Nauders, wo ein überdachter Abschnitt zum Schutz vor Steinschlag entsteht.
Situation in Österreich
Auch jenseits der Grenze ist mit starkem Verkehr zu rechnen. ACE und ADAC nennen mehrere Autobahnen und Fernstraßen, die besonders belastet sind.
- A 1 Westautobahn (Salzburg – Wien)
- A 2 / E 59/60 Südautobahn (Wien – Graz – Klagenfurt)
- A 4 / E 60 Ostautobahn (Wien – Richtung Budapest)
- A 9 / E 57 Pyhrnautobahn (Graz – Spielfeld)
- A 10 / E 55 Tauernautobahn (Salzburg – Villach)
- A 11 / E 61 Karawankenautobahn (Villach – Slowenien)
- A 12 / E 60 Inntalautobahn (Kufstein – Innsbruck)
- A 13 / E 45 Brennerautobahn (Innsbruck – Brenner)
- A 14 / E 43 Rheintalautobahn (Grenze DE – Feldkirch)
- B 179 Fernpass (Füssen – Reutte – Nassereith)
- B 197 Arlberg‑Bundesstraße
In Tirol gelten seit dem 1. Mai zusätzliche Einschränkungen: auf ausgewiesenen Ausweichstrecken sind an Samstagen, Sonn‑ und Feiertagen Abfahrtssperren und Fahrverbote für Transitverkehr in Bereichen wie Reutte (Fernpassroute), Kufstein und im Großraum Innsbruck zu beachten.
Grenzwartezeiten und Echtzeit‑Infos
Stichprobenartige Einreisekontrollen und dichter Rückreiseverkehr können zu Wartezeiten an Übergängen wie Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) führen. Für aktuelle Reisezeiten bietet die Asfinag Echtzeit‑Informationen zu wichtigen Transitkorridoren an.
Schweiz: Gotthard als Nadelöhr
Auch durch die Schweiz rollt viel Transitverkehr. Besonders die Gotthardroute (A 2) ist stark belastet; ACE und ADAC rechnen dort an allen drei Tagen mit Wartezeiten von etwa anderthalb bis drei Stunden vor Nord‑ und Südportal. Blockabfertigungen sind möglich.
Als Ausweichstrecke nennt der ACE die San‑Bernardino‑Route (A 13), weist aber zugleich darauf hin, dass auch diese Straße stark befahren sein dürfte. Reisende sollten insgesamt zusätzliche Zeitpuffer einplanen.












