Streymoy: 15 Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten für Ihren Besuch

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Die Insel Streymoy, größte Insel der Färöer, verbindet dramatische Küstenformen, historische Orte und ruhige Dörfer. Im Folgenden finden Sie 15 sehenswerte Ziele und praktische Hinweise für einen Besuch auf dieser oft noch unberührten Insel.

Lage und Anreise

Streymoy liegt im Zentrum des Archipels, zwischen Eysturoy im Osten und Vágar im Westen. Wer per Flugzeug ankommt, landet meist auf Vágar — der einzige Flughafen der Färöer — und erreicht Streymoy über den unterseeischen Tunnel von Vágar.

Die Insel beherbergt die Hauptstadt Tórshavn und ist von hier aus ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Himmelsrichtungen.

Tórshavn: kompakte Hauptstadt mit Charakter

Die kleine Hauptstadt wirkt überschaubar, trägt aber viel Geschichte und lokales Leben in sich. enge Gassen, bunte Häuser und ein lebendiger Hafen prägen das Bild.

Zu Fuß lassen sich das alte Regierungsviertel Tinganes, die Kathedrale sowie das Nationalmuseum für Kunst Listasavn Føroya erkunden. Ein überraschender Fund: der Park Viðarlundin — ein seltener Waldfleck auf den ansonsten eher baumarmen Inseln.

Velbastaður und die Brauerei Okkara

Das Dorf Velbastaður liegt erhöht an der Westküste von Streymoy und beherbergt die Brauerei Okkara. Wer Interesse an lokalen Bieren hat, findet hier verschiedene Lager, IPAs und Stouts, oft gebraut mit regionaler Handschrift.

Pass Norðradalsskarð und Aussichtspunkte

Die Fahrt über Bergpässe gehört zu den Attraktionen der Inseln. Der Pass Norðradalsskarð bietet weitreichende Blicke in das tief eingeschnittene Tal Norðradalur und auf die kleine, unbewohnte Insel Koltur.

Kurz anhalten lohnt: Viele Aussichtspunkte eröffnen Fotosujets, und vom kleinen Landstädtchen Norðradalur aus lässt sich die Landschaft weiter erkunden.

Oyggjarvegur – Panoramastraße entlang der Küste

Die Küstenstrecke Oyggjarvegur gilt als eine der landschaftlich eindrücklichsten Routen: sie verbindet Tórshavn mit dem westlichen Teil von Streymoy und führt an Fjorden, steilen Hängen und kleinen Gemeinden vorbei. Unterwegs liegen Sehenswürdigkeiten wie das Noðradalsskarð und der Ort Kaldbak mit seiner traditionellen Kirche.

Mjørkadalur: das einzige Gefängnis der Färöer

Das Gefängnis von Mjørkadalur sitzt am Sornfelli und ist die einzige Haftanstalt des Landes. Es bietet Platz für nur 14 Insassen und befindet sich in einer umgebauten, früheren dänischen Militäranlage.

Die Anlage fällt durch traditionelle Grasdächer auf. Sie beherbergt zudem ein Werkstattprojekt, in dem Holzarbeiten gefertigt werden. Bei Langzeitstrafen erfolgt gelegentlich eine Verlegung von Verurteilten nach Dänemark.

Saksun: Dorfidylle und Museum

Saksun zählt zu den fotogensten Orten auf Streymoy: dunkle Holzfassaden, weiße Fenster und dicke Torfdächer bilden ein strohgedecktes Dorfbild, das oft mit Märchenstimmung assoziiert wird. Die 17.‑Jahrhundert‑Farm Fárðugarðar dient heute als Museum und gibt Einblick in frühere Lebensweisen.

Traditionelle Häuser mit Torfdächern und dunklen Fassaden in Saksun
Saksun besticht durch seine traditionellen Häuser mit Torfdächern – ein fotogenes Dorfidyll.

Unterhalb des Ortes liegt ein Lagunensandstrand mit schwarzem Sand — ein ruhiger Ort, um die Küstenlandschaft zu betrachten.

Risin og Kellingin – die Felsnadeln im Meer

Vor der Nordküste Streymoys ragen die markanten Felsnadeln Risin und Kellingin aus dem Meer. Sie erreichen Höhen von etwa 71 bzw. 69 Metern und sind von Legenden umgeben, die ihre Entstehung erklären.

Beliebte Aussichtspunkte sind der Ort Tjørnuvík und weitere Küstenstellen, von denen sich die Gestalt der Felsen besonders gut beobachten lässt.

Bootstouren zu den Vestmanna‑Klippen

Vom Dorf Vestmanna starten Boote zu den imposanten Vogelfelsen, den Vestmannabjørgin. Aus dem Boot ergibt sich die beste Perspektive auf die bis zu 600 Meter hohen Basaltwände und die dort brütenden Papageitaucher.

Bootsfahrt an hohen Basaltklippen mit Seevögeln
Bootstouren zu den Vestmanna-Klippen bieten spektakuläre Perspektiven auf bis zu 600 Meter hohe Felswände.

Leynavatn: See und Angeln

Der Süßwassersee Leynavatn liegt zentral auf Streymoy und ist ein Rückzugsort für Saiblinge, Lachse und Forellen. Ein Wanderweg um den See führt über eine Runde von rund 4,3 Kilometern und bietet ruhige Ausblicke aufs Wasser.

Eysturoy‑Tunnel mit unterseeischem Kreisverkehr

Der unterseeische Tunnel nach Eysturoy ist eine moderne Ingenieurleistung und misst fast 12 Kilometer. Ein ungewöhnliches Detail: In etwa 187 Metern Tiefe befindet sich ein großer Kreisverkehr — dort ist der Tunnel künstlerisch beleuchtet und dekoriert.

Kirkjubøur, Magnus‑Kathedrale und die St.-Olav‑Kirche

Das historische Kirkjubøur liegt nur rund 15 Minuten von Tórshavn entfernt und lohnt einen Besuch. Viele Häuser sind tiefschwarz gestrichen und bieten starke Kontraste zu den Fenstern in leuchtenden Farben.

Die Ruine der Magnus‑Kathedrale stammt aus den frühen 1300er‑Jahren; sie war einst eines der bedeutendsten mittelalterlichen Gebäude der Inseln, verblieb aber im 16. Jahrhundert unvollendet. In den späten 1980er‑ und 1990er‑Jahren begann man mit Maßnahmen zur Erhaltung der Anlage. Ebenfalls in Kirkjubøur steht die Kirche St. Olav — die älteste noch genutzte mittelalterliche Kirche der Färöer. Im Innenraum befindet sich ein Altarbild von S. J. Mikines; unter dem Gotteshaus liegen Gräber früherer Bischöfe. Ein historisches Detail: Eine Öffnung in der Nordwand diente ehemals dazu, Leprakranke außerhalb der Kirche an den Gottesdiensten teilhaben zu lassen.

Tjørnuvík und die Fossá‑Wasserfälle

Tjørnuvík ist ein abgeschiedenes Dorf am Ende einer kurvigen Gebirgsstraße. Es liegt an einem schwarzen Sandstrand, von steilen Bergen umgeben, und bietet Aussicht auf Risin og Kellingin.

Auf dem Weg dorthin liegt die Fossá‑Wasserfallkaskade, mit einer Gesamthöhe von etwa 140 Metern die höchste des Landes. Die Kaskade fällt in zwei großen Stufen und ist von Pfaden zugänglich, die unterschiedliche Blickwinkel eröffnen. Tjørnuvík hat sich außerdem als beliebter Surfspot etabliert.

Übernachtungsmöglichkeiten auf Streymoy

Die Insel bietet sowohl traditionelle Ferienhäuser als auch moderne Hotels. Zu den häufig empfohlenen Unterkünften zählen das auf einer Anhöhe gelegene Hotel Føroyar, das ruhig gelegene Hotel Brandan nahe dem Zentrum Tórshavns und das privat geführte Á Tromini Guesthouse. Die Auswahl richtet sich nach Komfortwunsch und Standortpräferenz.

Kurze praktische Hinweise

Viele Ziele auf Streymoy lassen sich mit dem Auto erreichen; die Straßen führen über Pässe und durch Tunnel, und kurze Fußwege erschließen Sehenswürdigkeiten. In abgelegenen Orten ist etwas Zeit einzuplanen, wenn Sie Wanderungen oder Fotohalte einplanen.

Streymoy bietet eine dichte Mischung aus Natur, Kultur und kleinen, authentischen Orten. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt sowohl markante Schauplätze als auch stille Landschaften abseits der Hauptwege.

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