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- 1. Bootstour zu den Vogelfelsen von Vestmanna
- 2. Die Felsnadeln von Drangarnir
- 3. Papageitaucher beobachten
- 4. Zwischen authentischen Dörfern
- 5. Kalsoy und der Leuchtturm Kallur
- 6. Inselrundfahrt: auf eigene Faust oder mit Guide
- 7. Reiten auf dem färöischen Pony
- 8. Nordlichter an den Färöern
- 9. Angeltrip rund um die Insel Viðoy
- Wo übernachten?
- Nichts verpassen
Die Färöer sind klein — doch das Angebot an Ausflügen reicht weit über die Inseln hinaus. Diese Übersicht stellt neun Touren und Aktivitäten vor, mit denen Besucher die markantesten Landschaften, Orte und Naturerlebnisse des Archipels entdecken können.
1. Bootstour zu den Vogelfelsen von Vestmanna
Eine der bekanntesten Touren führt vom Hafen von Vestmanna zu den imposanten Vogelklippen, den sogenannten Vestmannabjørgin. Vom Wasser aus eröffnen sich spektakuläre Blicke auf die bis zu 600 Meter hohen Basaltwände, kleine Buchten und Höhlen.
Kapitäne steuern oft dicht an Überhänge heran, sodass Besucher die Kolonien von Seevögeln — darunter auch Papageitaucher — gut beobachten können. Touren werden teils ab Vestmanna, teils ab Tórshavn angeboten.
2. Die Felsnadeln von Drangarnir
Drangarnir besteht aus zwei markanten Felsnadeln, die zwischen den Inseln Vágar und Tindhólmur aus dem Meer ragen: Stóri Drangur (die große Säule) und Lítli Drangur (die kleine Säule). Die Formation wirkt wie aus einer anderen Welt und ist ein häufiges Motiv in Fotografien und Naturfilmen über die Färöer.

Besucher können die Drangarnir entweder per Boot vom Meer aus betrachten oder an einer geführten Wanderung vom Dorf Sørvágur teilnehmen. Selbst vom Aussichtspunkt in Bøur sind die Felsen eindrucksvoll zu sehen.
3. Papageitaucher beobachten
Die Färöer sind ein wichtiges Brutgebiet für zahlreiche Meeresvogelarten. Besonders populär sind die bunten Papageitaucher mit ihrem orangefarbenen Schnabel.
Die beste Zeit zur Beobachtung liegt zwischen Ende April und Anfang August. Auf der Insel Mykines brüten Tausende von Papageitauchern unmittelbar an den Wanderpfaden; auch Bootsfahrten zu den Klippen von Vestmanna bieten gute Chancen. Bitte den Lebensraum respektieren: auf markierten Wegen bleiben und Nester nicht stören.
4. Zwischen authentischen Dörfern
Ein großer Reiz der Färöer sind die kleinen Ortschaften mit ihren grasbewachsenen Dächern und einfachen Holzhäusern. Jeder Ort hat seinen eigenen Charakter, von verschlafenen Häfen bis zu malerischen Fjorden.
- Gjógv – ein Dorf in einer tiefen, engen Schlucht mit bunten Häusern.
- Kirkjubøur – das älteste Dorf des Archipels mit historischer Bedeutung.
- Elduvík – ein kleiner Fischerhafen.
- Bøur – Ausgangspunkt für Ausblicke auf Drangarnir und Tindhólmur.
Wer nicht selbst fahren möchte, findet zahlreiche Tagesausflüge, die mehrere Dörfer verbinden und lokalen Kontext liefern.
5. Kalsoy und der Leuchtturm Kallur
Die schmale Insel Kalsoy ist weniger frequentiert, bietet dafür spektakuläre Küstenabschnitte. Besonders beliebt ist die Wanderung von Trøllanes zum Leuchtturm Kallur am nördlichen Ende der Insel.
Dieser Aussichtspunkt bekam zusätzliche Aufmerksamkeit durch den Film „No Time To Die“. In der Nähe wurde symbolisch ein Stein mit der Aufschrift «En mémoire de James Bond 1968–2021» angebracht. Geführte Touren ermöglichen den Transfer per Boot und erleichtern den Zugang zu abgelegenen Pfaden.
6. Inselrundfahrt: auf eigene Faust oder mit Guide
Am flexibelsten lassen sich die Färöer mit einem Mietwagen erkunden. Die kurzen Entfernungen täuschen: Fahrten über Bergpässe, durch Tunnel und entlang Küstenabschnitte brauchen Zeit.
Wer organisierte Touren bevorzugt, kann an eintägigen Ausflügen teilnehmen, die wichtige Sehenswürdigkeiten zusammenfassen. Ein ortskundiger Guide erklärt Landschaft, Geschichte und lokale Traditionen und spart Planungsaufwand.
7. Reiten auf dem färöischen Pony
Das robuste Färöerpferd gehört zur Kultur der Inseln. Es ähnelt in der Gestalt dem isländischen Pferd und ist in vielen ländlichen Gegenden anzutreffen.
Reitangebote gibt es etwa bei Berg Hestar in der Nähe von Tórshavn oder auf der Reiterhof Farm Fjallaross. Für Pferdefreunde sind geführte Ausritte eine authentische Möglichkeit, Landschaften abseits der Straßen zu erleben.
8. Nordlichter an den Färöern
Auch auf den Färöern können in klaren Winternächten Aurora borealis auftreten. Die Chancen sind geringer als in nördlicheren Regionen wie Norwegen, doch zwischen Oktober und März sind Beobachtungen möglich.

Für die beste Sicht empfiehlt sich ein dunkler Standort fernab von Ortsbeleuchtung. Geduld und Wetterglück gehören dazu.
9. Angeltrip rund um die Insel Viðoy
Im Norden, ab der Marina von Hvannasund, starten Bootstouren zur Insel Viðoy. Die Fahrten bieten Ausblicke auf Fjorde, Höhlen und steile Küstenabschnitte.
Bei ruhiger See steuern Kapitäne gerne Höhleneingänge an, schalten den Motor ab und lassen die Umgebung auf sich wirken — oft gibt es dabei heißen Kaffee an Bord. Anschließend werden Fangplätze angelaufen; Mitreisende können die Rute auswerfen und frischen Fisch fangen.
Wo übernachten?
Für eine gründliche Erkundung empfiehlt sich ein Aufenthalt von mindestens einer Woche. Als Ausgangsbasis sind unterschiedliche Standorte je nach Fokus sinnvoll: Tórshavn für Streymoy und Eysturoy, Vágar wenn Ziele wie die Múlafossur-Wasserfälle, Sørvágsvatn und die Überfahrt nach Mykines auf dem Programm stehen.
Unterkünfte sind meist klein, persönlich geführt und schlicht bis komfortabel eingerichtet. Beispiele aus dem Angebot sind das Hotel Føroyar oberhalb von Tórshavn mit grasbedecktem Dach und Panoramaausblick sowie ein idyllisches Cottage namens The View in Bøur, ideal für Besucher von Sørvágsvatn.
Nichts verpassen
Wer seine Reise besonders effizient planen möchte, findet umfangreiche Reiseführer und Routenvorschläge mit praktischen Hinweisen und GPS-Koordinaten. Solche Hilfen fassen die wichtigsten Attraktionen zusammen und eignen sich gut für die Vorbereitung vor Ort.












