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Hongkongs Spitzhotellerie verändert sich grundlegend: Statt zahlreicher Neubauten investieren viele Traditionshäuser in aufwendige Umbauten und neue Konzepte. Ich habe nach mehr als einem Jahrzehnt in der Stadt wieder vorbeigeschaut, um zu prüfen, welche Häuser sich besonders gelohnt haben.
Four Seasons Hotel Hong Kong
Seit seiner Eröffnung 2005 markiert das Four Seasons das IFC-Wasserviertel und gilt bis heute als Maßstab für luxuriösen Service in Central. Eine mehrjährige Erneuerung, die 2022 abgeschlossen wurde, bringt hellere Zimmer und verstärkte Bezüge zur chinesischen Bildtradition.
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Das Haus kombiniert exzellente Gastronomie—darunter das dreisterne Caprice und das mit zwei Sternen ausgezeichnete Lung King Heen—mit einem infinity-Pool am Wasser und einem großen Spa. Ideal für Reisende, die Stadtnähe und Resort-Atmosphäre suchen.
The Fleming
Ursprünglich ein unauffälliges Businesshotel, wurde The Fleming 2017 als Boutiquehotel neu aufgelegt. Das 66-Zimmer-Haus in Wan Chai zelebriert die lokale Schifffahrtsgeschichte, vom Design bis zu Materialien wie Teak und Messing.

Die Zimmer sind kompakt; wer mehr Raum möchte, sollte die Extra Large Room-Option wählen. Unten schafft die Osteria Marzia mit süd-italienischer Küche eine entspannte, küstennahe Stimmung.
The Murray, Hong Kong, a Niccolo Hotel
Das Murray-Gebäude war lange Sitz von Regierungsämtern, bevor es 2018 nach einem Umbau durch Foster + Partners als Hotel öffnete. Der Umbau behielt die markanten Bögen und die markante Fassade bei.
Heute bietet das 336-Zimmer-Hotel großzügige Unterkünfte, Blick auf den Hong Kong Park, einen Innenpool und die Dachbar Popinjays—ein beliebter Ort für Sonnenuntergänge und Cocktails.
Island Shangri‑La
Seit 1991 prägt das Island Shangri‑La das Admiralty-Viertel und wurde in den letzten Jahren umfassend modernisiert. Das Haus verbindet klassische Opulenz mit zeitgemäßen Freizeitangeboten.
Bemerkenswert sind der neue Family Floor mit fantasievollen Suiten und das auf traditionelle asiatische Anwendungen spezialisierte Yun Wellness. Auf dem Speiseplan stehen etwa Petrus, Lobster Bar and Grill sowie Ming Pavilion.
Mandarin Oriental, Hong Kong
Das Flaggschiff der Marke empfing 1963 seine ersten Gäste. Aktuell durchläuft das Hotel eine umfassende Renovierung im Umfang von rund 100 Millionen Dollar, deren Fertigstellung für Ende 2026 vorgesehen ist.
Die Arbeiten umfassen Zimmeraufwertung, neue Apartments und ein Wellness‑Club‑Konzept. Kulinarisch bleibt das Haus stark: Man Wah, Captain’s Bar und das izakaya-inspirierte Aubrey zählen zur etablierten Adresse. Neu ist das Rooftop-Restaurant Terrace Boulud, das im März 2026 eröffnete und Daniel Bouluds Debüt in Hongkong markiert.
Mandarin Oriental the Landmark, Hong Kong
Die kleinere Schwester des Flaggschiffs hat kürzlich ein komplettes Redesign erhalten. Joyce Wang Studio ließ sich von historischen Landsitzen in den New Territories und dezenten Qing‑Elementen inspirieren.
Die 109 Zimmer wirken wie urbane Apartments. Wer kann, sollte auf die L600 Junior Suite upgraden—die große, runde Badewanne ist ein Highlight. Die kulinarische Etage vereint mehrere Michelin‑gekrönte Restaurants; das Spa öffnet 2026 vollständig.
Mondrian Hong Kong
Als 2023 eröffnender Neuzugang brachte Mondrian frischen kreativen Schwung nach Tsim Sha Tsui. Das Hotel ist in einem schlanken, dreieckigen Turm untergebracht und setzt auf lebendige Farben und lokale Kunst.
Die 324 Zimmer bieten Skyline‑Blicke und verspielte Details. Bars und Restaurants experimentieren mit lokalen und internationalen Einflüssen; das Haus betreibt zudem einen Shop für lokale Kreative.
The Peninsula Hong Kong
Die Peninsula ist eine Institution. Seit 1928 prägt sie das Bild von Tsim Sha Tsui und pflegt klassische Rituale wie Afternoon Tea, Fahrten in den markanten Rolls‑Royce‑Limousinen und eine traditionsreiche Lobby-Atmosphäre.
Die 297 Zimmer verbinden zeitlose Eleganz mit modernen Annehmlichkeiten. Gäste mit Hafenblick sitzen praktisch in der ersten Reihe für die abendliche Lichtshow. Kulinarische Adressen im Haus sind unter anderem Spring Moon und Gaddi’s.
Regent Hong Kong
Das Regent, ursprünglich 1980 eröffnet, kehrte 2023 als Regent-Marke nach einer umfassenden Neugestaltung zurück. Der Hongkonger Architekt Chi Wing Lo prägte die Neugestaltung mit warmen Hölzern und Granitdetails.
Von den 497 Zimmern blicken rund drei Viertel aufs Wasser. Zurück sind etablierte Restaurants wie Lai Ching Heen sowie Nobu; die Außenbereichsterrasse lädt mit Whirlpool zum Verweilen ein.
Rosewood Hong Kong
Rosewood ist Teil des Victoria Dockside‑Projekts und öffnete 2019. Das Haus setzt stark auf Kunst und großzügige Raumproportionen: Über 80 Prozent der Zimmer offerieren Blick auf den Hafen.
Die Gastronomie reicht von Michelin‑prämierten Angeboten bis zu Jazzbars. Für Wellness stehen die zweigeschossigen Asaya‑Lodges samt großem Spa, Kursen und Infinity‑Pool bereit.
Tai O Heritage Hotel
Auf sehr andere Weise zeigt Tai O, wie vielfältig Hongkongs Hotelangebot ist. Das kleine, neun Zimmer zählende Haus liegt am Rand des gleichnamigen Fischerdorfs auf Lantau und nutzt ein 1902 erbautes Marinesignalgebäude.
Eine lokale Nonprofit‑Organisation restaurierte das Gebäude; nach der Wiedereröffnung 2012 erhielt es Anerkennung für Denkmalpflege. Eine Auffrischung fand 2022 statt. Die Anreise durch das dörfliche Umfeld gehört zum Erlebnis, ebenso wie der Blick vom Restaurant Tai O Lookout.
Upper House Hong Kong
Das Upper House hat seit seiner Eröffnung 2009 einen eigenen Weg gewählt: Designer André Fu entwarf das Haus als ruhige, wohnliche Alternative zur üblichen Fünf‑Sterne‑Inszenierung.
Die 117 Zimmer sind äußerst geräumig; viele bieten Ausblick auf Hafen oder Peak. Statt klassischer Spa‑Zentren setzt das Haus auf wechselnde Wellness‑Residencies, individuelle Behandlungen und ein zurückhaltend luxuriöses Serviceverständnis. Salisterra serviert mediterrane Küche hoch über der Stadt.












