Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
Die Reederei Nicko Cruises hat wegen anhaltender technischer Schäden weitere Reisen mit der Vasco da Gama gestrichen. Nach einem neuen Update vom 26. Juni ist nun auch die für den 2. Juli 2026 geplante Rückkehr in den Fahrplan abgesagt; Reparaturende wird inzwischen für Mitte Juli erwartet.
Neue Absagen: Zwei Reisen betroffen
Wegen verlängerter Reparaturarbeiten entfielen inzwischen zwei weitere Kreuzfahrten mit dem Hochseeschiff. Betroffen sind die Vollcharterreise „Spartacus Gay Cruise“ (9. bis 14. Juni 2026) sowie die 19-tägige Fahrt „Höhepunkte Islands und Norwegens“, deren Beginn für den 14. Juni 2026 angesetzt war.

Grund für die Streichungen ist ein fortbestehendes Maschinenproblem. Das Schiff liegt derzeit zur Analyse und Instandsetzung in der Werft von Brest (Frankreich). Nicko Cruises hatte bereits zuvor mehrere Abfahrten absagen müssen.
Top-Tauchziele 2026: Weltweit empfehlenswerte Spots im Fokus
Stauprognose: Auf mehreren Autobahnstrecken ist mit Staus zu rechnen
Technische Probleme seit mehreren Wochen
Die Vasco da Gama hat seit April mit Störungen zu kämpfen. Damals wurde eine Weltreise vorzeitig beendet, weil ein Verstellpropeller auf der Steuerbordseite nicht richtig funktionierte. Die letzte Etappe nach Hamburg fiel aus; die Reise endete stattdessen in Lissabon.
Nach einem ersten Werftaufenthalt in Brest war eine Rückkehr in den normalen Fahrplan für Ende Mai vorgesehen. Kurz nach dem Auslaufen in Richtung Hamburg kehrte das Schiff aber erneut nach Brest zurück. Nicko Cruises erklärte damals, ein neu aufgetretener Defekt an einer Maschine sei nicht im Zusammenhang mit den Arbeiten am Propeller entstanden. Die für den 26. Mai 2026 geplante Kreuzfahrt ab Hamburg wurde ebenfalls abgesagt.
Umfangreiche Überholung der Generatoren
In einem Pressegespräch erläuterte Geschäftsführer Guido Laukamp die Maßnahmen: Die Werft überholt alle fünf Generatoren an Bord. Man habe sich bewusst für eine komplette Bearbeitung entschieden, statt nur einzelne Komponenten zu erneuern.

Diese Entscheidung weitet den Arbeitsumfang. Eine vollständige Überholung soll langfristige Probleme verhindern, erfordert aber mehr Zeit als punktuelle Reparaturen.
Ersatzteile verzögern die Arbeiten
Ein zusätzliches Problem ist die Versorgung mit Ersatzteilen. Das rund 30 Jahre alte Schiff benötigt oft individuell gefertigte Komponenten. Diese Teile sind nicht einfach lieferbar und verzögern den Ablauf der Reparaturen.
Nicko Cruises hatte ursprünglich den 2. Juli 2026 als möglichen Wiedereinstieg in den Fahrplan genannt. Inzwischen teilte Laukamp jedoch per Facebook mit, dass auch diese Rückkehr nicht stattfinden kann. Der neue Zieltermin für die Fertigstellung der Arbeiten ist der 16. Juli 2026.
Ausblick für betroffene Gäste
Nicko Cruises hat bereits mehrere Reisen abgesagt und den betroffenen Gästen offenbar Informationen und Optionen angeboten. Weitere Details zu Erstattungen oder Umbuchungen nannte das Unternehmen im veröffentlichten Update nicht explizit.
Ob der Termin Mitte Juli gehalten werden kann, hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit der angefertigten Ersatzteile und dem weiteren Verlauf der Überholungsarbeiten ab.











