Autobahnen: Für das kommende Wochenende werden Verkehrsbehinderungen erwartet

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Am kommenden Wochenende (9. bis 11. Oktober) ist auf vielen deutschen Autobahnen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen: In Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig‑Holstein und Thüringen beginnen die Herbstferien, gleichzeitig behindern Baustellen und Veranstaltungen die Fahrten.

Der Auto Club Europa (ACE) warnt vor einem verstärkten Herbstreiseverkehr. Besonders betroffen seien die Zufahrten in südliche Urlaubsregionen wie die Alpen sowie die Verbindungsstrecken zu Nord‑ und Ostsee. Bei schönem Wetter verstärke zusätzlicher Ausflugsverkehr die Belastung, vor allem nachmittags und abends.

Baustellen und Großereignisse verschärfen die Lage

Der ADAC meldet derzeit rund 1.100 Baustellen auf deutschen Autobahnen, die den Verkehrsfluss zusätzlich einschränken können. Geplante Vollsperrungen verschärfen die Engpässe auf einigen Strecken.

Baustellenbereich auf der Autobahn mit Fahrspurbegrenzungen und wartendem Verkehr
Rund 1.100 Baustellen können den Verkehrsfluss auf Autobahnen einschränken.

Regional sorgen außerdem Sportereignisse und Volksfeste für mehr Verkehr. Beispiele sind das DTM‑Saisonfinale auf dem Hockenheimring und der Cannstatter Wasen in Stuttgart, der am Sonntag endet.

Herbstliches Wetter, etwa Nebel in den frühen Morgenstunden oder am Abend, kann darüber hinaus zu Verzögerungen führen. Der ADAC rät Urlaubern, mit vielerlei Staus zu rechnen, erwartet das Gesamtaufkommen aber deutlich unter dem der Sommerferien.

Tagesweise Verkehrserwartung

Die Entwicklung über das Wochenende fällt unterschiedlich aus. Reisende sollten die Stoßzeiten kennen und ihre Fahrten wenn möglich darauf abstimmen.

Autos im dichten Wochenendverkehr auf der Autobahn am Nachmittag
Stoßzeiten am Freitag und Sonntag führen zu verstärktem Reise- und Rückreiseverkehr.

  • Freitag: Pendel‑ und Feierabendverkehr am Nachmittag füllen Autobahnen und Fernstraßen. Zwischen etwa 13 und 20 Uhr sind laut ACE zeitweise längere Fahrzeiten und Staus möglich, da viele direkt nach Schul‑ und Arbeitsschluss losfahren.
  • Samstag: Vormittags herrscht hoher Andrang auf den Anreiserouten, in den frühen Nachmittagsstunden verlagert sich der Schwerpunkt zunehmend auf Rückreisen. Der Samstag bleibt klassisch für An‑ und Abreise.
  • Sonntag: Bei gutem Wetter nehmen Ausflugsfahrten zu, besonders zu Naherholungsgebieten. Ab dem Nachmittag füllen sich dann wieder die Heimreiserouten; Rückreisende und Ausflügler treffen aufeinander.

Zwischen Freitag und Sonntag erwartet der ACE in Ballungsräumen, auf Strecken zu den Küsten und auf mehreren Fernstrecken deutlich mehr Verkehr und häufigere Staus.

A 1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
A 2 Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
A 3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt/Main – Würzburg – Nürnberg – Passau
A 4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe und Dresden – Görlitz
A 5 Heidelberg – Karlsruhe – Basel und Kassel – Frankfurt/Main
A 6 Mannheim – Heilbronn
A 7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
A 8 Salzburg – München – Ulm – Stuttgart – Karlsruhe
A 9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
A 10 Berliner Ring
A 12 Berliner Ring – Frankfurt/Oder
A 13 Berliner Ring – Dresden
A 44 Kassel – Dortmund
A 45 Gießen – Hagen – Dortmund
A 61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
A 81 Böblingen – Stuttgart – Heilbronn
A 93 Rosenheim – Kiefersfelden
A 95 München – Garmisch‑Partenkirchen
A 96 Lindau – München
A 99 Autobahnring München

Transitstrecken in Österreich und der Schweiz

Auch im benachbarten Ausland rechnet der ADAC mit hohen Verkehrsaufkommen auf Transitachsen und Zufahrten zu touristischen Regionen.

In Österreich gelten folgende Verbindungen als besonders staugefährdet:

  • A 1 (Westautobahn)
  • A 9 (Pyhrnautobahn)
  • A 10 (Tauernautobahn)
  • A 11 (Karawankenautobahn, Richtung Slowenien)
  • A 12 (Inntalautobahn)
  • A 13 (Brennerautobahn, Richtung Italien)
  • A 14 (Rheintalautobahn)
  • B 179 (Fernpass)
  • B 197 (Arlberg Bundesstraße)

In der Schweiz sind vor allem die großen Transitachsen betroffen, etwa die A1 zwischen Bern und St. Margrethen, die A2 auf der Gotthard‑Route von Basel nach Chiasso, die A3 zwischen Basel, Zürich und Chur sowie die A13 über den San‑Bernardino‑Pass.

Reisende sollten Fahrten flexibel planen, Stauinformationen aktuell prüfen und für längere Reisezeiten sowie mögliche Umleitungen gerüstet sein.

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