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Kreuzfahrtreisende probieren laut TUI-Chefin Wybcke Meier an Bord gleich zu Beginn besonders viel — der Konsum sei in den ersten beiden Tagen erhöht. Gleichzeitig zeigt eine Studie von TheFork, dass Urlauber an Land deutlich spontaner essen gehen und häufiger stark nachgefragte Adressen wählen.
Starker Start: Erstes Probieren an Bord
Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises, sagte dem Spiegel, dass Gäste in den ersten beiden Tagen einer Kreuzfahrt auffällig mehr konsumierten. Viele wollten die kulinarische Vielfalt an Bord testen und möglichst viele Restaurants kennenlernen.
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Ab dem dritten Tag sinke der Verbrauch wieder auf ein übliches Niveau. Das Muster legt nahe: Zu Beginn steht die Neugier im Vordergrund, danach etabliert sich eine stabilere Routine.
Kürzere Vorlaufzeiten bei Reservierungen
Die Tourism Analysis 2025 von TheFork dokumentiert für Deutschland und andere Märkte, dass Reisezeiten die Planungsdynamik verändern. Im Sommer reservieren deutsche Gäste ihren Tisch im Schnitt nur 21 Stunden vor dem Besuch, im Jahresmittel sind es 26 Stunden.

Gleichzeitig steigt der Anteil sehr kurzfristiger Buchungen: Reservierungen, die weniger als eine Stunde vor dem Essen erfolgen, nehmen von 12 auf 14 Prozent zu. Langfristige Planungen verlieren an Bedeutung: Reservierungen mit mehr als einer Woche Vorlauf fallen im Sommer von 20 auf 14 Prozent.
Beliebte Adressen statt Experimente
Die Auswertung zeigt zudem, dass Reisende beim Restaurantwahlverhalten häufiger auf etablierte Adressen setzen. Sie buchen bevorzugt Lokale, die auf der Plattform besonders oft nachgefragt werden.
Einheimische dagegen wählen tendenziell öfter kleinere oder weniger bekannte Betriebe und sind damit experimentierfreudiger. Urlauber scheinen die begrenzte Zeit zu berücksichtigen und vermeiden eher das Risiko einer Enttäuschung.
Unterschiede bei Sonderangeboten
Beim Nutzen von Rabatten zeigen sich deutliche nationale Unterschiede. In Österreich entfallen nur knapp mehr als ein Fünftel der Reservierungen internationaler Gäste auf Aktionsangebote — 21 Prozent — während Einheimische zu 51 Prozent Promotions nutzen.
Ähnlich ist das Verhältnis in der Schweiz: Ausländische Gäste greifen zu 41 Prozent auf Angebote zurück, lokale Nutzer zu 57 Prozent. In Deutschland fällt der Unterschied deutlich geringer aus und verläuft sogar umgekehrt: Hier buchen 27 Prozent der internationalen Gäste mit Rabatt, gegenüber 24 Prozent der Einheimischen.
Aus diesen Zahlen lässt sich nicht pauschal ableiten, dass Urlauber generell preissensibler sind. Vielmehr gewinnen Kriterien wie Lage, Bekanntheit und Verfügbarkeit in vielen Fällen an Gewicht.
Relevanz für Kreuzfahrt- und Anschlussprogramme
Auch wenn TheFork Kreuzfahrten nicht separat analysiert hat, sind die Befunde für Passagiere relevant, die vor oder nach einer Reise an Land bleiben oder individuelle Landgänge planen. Die häufig kurzfristige Entscheidung erhöht die Bedeutung digitaler Buchungsoptionen und aktueller Verfügbarkeitsinformationen.
Während an Bord zu Beginn eher ausgiebig ausprobiert wird, zeigt sich an Land ein Wechsel nicht so sehr in der Menge, sondern in der Auswahl: Reisende planen später und orientieren sich stärker an stark nachgefragten Restaurants, Sonderangebote spielen in einigen Ländern eine geringere Rolle.












