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Der Burj Khalifa in Dubai gilt seit seiner Eröffnung 2010 als Maßstab für Hochhausbau — mit 828 Metern ist er das derzeit höchste Gebäude der Welt. Doch in Jeddah entsteht ein Projekt, das diesen Platz einnehmen will: der Jeddah Tower, dessen Bau zuletzt wieder deutlich an Tempo gewonnen hat.
Ein neues Höhenziel: mehr als ein Kilometer
Geplant ist, dass der Turm die Marke von einem Kilometer überschreitet und damit erstmals die magische 1000‑Meter‑Marke durchbricht. Damit wäre das Gebäude rund 170 Meter höher als der Burj Khalifa und würde einen neuen Rekord für die moderne Architektur setzen.
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Design, Statik und Technik
Das Entwurfsbüro Adrian Smith + Gordon Gill Architecture zeichnet für das Projekt verantwortlich. Adrian Smith war zuvor auch am Entwurf des Burj Khalifa beteiligt, wodurch eine gestalterische wie technische Verbindung zwischen den Projekten besteht.

Der Turm verjüngt sich nach oben und verfügt über drei ausladende Flügel. Dieses Profil dient nicht nur der Optik: mit der Form sollen vor allem die bei großen Höhen wirkenden Windkräfte gelenkt werden. Fundament, Tragwerk und Gebäudetechnik müssen extremen Anforderungen genügen. Auch die Aufzugsanlagen sind eine zentrale Herausforderung: Personen sollen in kürzester Zeit viele hundert Meter überwinden können. Aus diesem Grund ist ein hochentwickeltes Aufzugssystem vorgesehen.
Baufortschritt und Zeitplan
Der Bauverlauf war bislang nicht linear: 2018 ruhte die Baustelle längere Zeit, ehe die Arbeiten wieder aufgenommen wurden. Anfang 2025 war erneut ein deutlicher Vortrieb sichtbar.

Im Dezember 2025 waren nach Angaben von Beteiligten bereits etwa 80 Stockwerke fertiggestellt. Im Frühjahr 2026 überschritt das Gebäude die Marke von 100 Etagen. Nach den derzeitigen Planungen ist die Fertigstellung des Jeddah Tower für 2028 vorgesehen.
Mehr als eine Aussichtsplattform
Der Jeddah Tower ist als gemischt genutztes Gebäude konzipiert. Geplant sind unter anderem Wohnungen, Büros und ein Hotel. Auffällig wird sicher die Aussichtsplattform sein, die Besucher aus bisher nicht erreichbarer Höhe einen weiten Blick über Jeddah und das Rote Meer ermöglichen soll.
Was das für die Architektur bedeutet
Gelingt der Abschluss nach Plan, markiert der Turm einen weiteren Schritt in der Suche nach immer größeren Bauwerken. Technisch stellt ein Gebäude dieser Größenordnung besondere Anforderungen an Konstruktion, Sicherheit und Gebäudetechnik. Symbolisch würde Saudi‑Arabien mit dem Turm einen neuen globalen Rekordträger erhalten.











