Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
November heißt nicht automatisch Regen und Nebel: In mehreren Regionen Europas lassen sich auch im späten Herbst noch milde Tage an Strand und Küste finden. Wer statt Pauschalurlaub Ruhe, Meer und warme Nachmittage sucht, findet abseits der typischen Ziele oft überraschend sonnige Optionen.
Fünf Ziele, die im November angenehm warm sein können
1. Porto Santo (Portugal)
Die kleine Nachbarinsel von Madeira bleibt vergleichsweise unaufgeregt – und ist gerade deshalb im November reizvoll. Die durchschnittlichen Höchstwerte liegen bei etwa 20,7 Grad; zu Monatsbeginn sind lokal auch rund 21 Grad möglich.
20 °C im November denkbar: Sommerwetter hält sich in Teilen Europas
Neun außergewöhnliche Berliner Weihnachtsmärkte

Das Highlight ist der weitläufige Sandstrand Praia de Porto Santo, der sich über knapp neun Kilometer erstreckt und im Herbst deutlich weniger frequentiert ist als im Sommer. Dazu kommen karge Vulkanlandschaften, Aussichtspunkte und ruhige Dörfer.
- Pico do Castelo: Kurze Wanderung zu einem der besten Aussichtspunkte – besonders stimmungsvoll am späten Nachmittag.
- Radtour entlang der Küste: Angenehmes Klima macht November-Ausflüge mit dem Fahrrad attraktiv.
- Strandspaziergang bei Sonnenuntergang: Statt Badetag ist eine lange Runde am Meer empfehlenswert.
Gut zu wissen: Porto Santo eignet sich vor allem für Erholung und Natur; wer mehr Ausgeh‑ und Gastronomieangebot sucht, bleibt besser auf Madeira.
2. El Hierro (Kanaren)
El Hierro unterscheidet sich deutlich vom typischen Bild der Kanaren mit Hotelkomplexen und Strandliegen. Die kleinste Hauptinsel präsentiert sich vulkanisch, zerklüftet und überraschend grün.
An manchen Küstenabschnitten liegen die durchschnittlichen Meerestemperaturen im November über 23 Grad, sodass das Wasser noch angenehm bleibt. Hauptattraktion sind aber die abwechslungsreichen Landschaften: Lavafelder, Kiefernwälder, steile Küsten und natürliche Badebecken.
- La Restinga: Bekanntes Tauchrevier im Süden.
- Charco Azul: Natürliches Lavabecken mit Meerblick; bei passenden Bedingungen auch zum Baden geeignet.
- Mirador de la Peña: Aussichtspunkt über das El-Golfo‑Tal, ideal zum Sonnenuntergang.
Im November lässt sich El Hierro gut zu Fuß und mit dem Auto erkunden, ohne die drückende Hitze des Sommers.
3. Pissouri (Zypern)
Die Südküste Zyperns zählt im November zu den verlässlicheren warmen Regionen Europas. Für Pissouri werden durchschnittliche Meerestemperaturen von rund 23 Grad angegeben.
Das alte Dorf liegt erhöht über der Bucht und verbindet Spaziergänge in den Morgenstunden mit entspannten Stunden am Meer und abendlichen Tavernenbesuchen.
- Pissouri Village: Durch enge Gassen schlendern und auf dem Dorfplatz einen Kaffee genießen.
- Spaziergänge entlang der Klippen: Die Küstenwege sind auch im Herbst gut begehbar.
- Petra tou Romiou: Der Aphrodite‑Felsen ist nur rund 20 Minuten entfernt und außerhalb der Saison besonders atmosphärisch.
Ideal für Reisende, die Wärme und entspannte Atmosphäre suchen, ohne All‑inclusive‑Rummel.
4. Kalamata (Griechenland)
Auf der Peloponnes bietet Kalamata im November ein mildes Küstenklima mit durchschnittlichen Werten von etwa 21,7 Grad an der Küste. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins Hinterland.

Olivenhaine, Gebirgszüge und die wilde Mani‑Halbinsel liegen praktisch vor der Haustür. Die Region ist im Herbst deutlich ruhiger als in der Hauptsaison – ideal für Roadtrips und Entdeckertouren.
- Mani‑Halbinsel: Wilde Küsten, historische Steindörfer und kurvige Straßen für eine eindrucksvolle Fahrt.
- Kalamata‑Markthalle: Lokale Produkte, Oliven und Gewürze probieren.
- Kardamyli: Kleiner Küstenort am Fuß des Taygetos – gut für einen langen Mittag am Meer.
Im November dominiert hier eher das Reisewetter für Touren als reine Badetage.
5. Almería (Spanien)
Im Südosten Spaniens treffen trockene, wüstenähnliche Landschaften auf das Mittelmeer – ein ungewöhnliches, aber reizvolles Setting für mildes Herbstwetter. Die Provinz zählt zu den sonnigsten Gegenden Europas.
Besonders lohnend ist der Naturpark Cabo de Gata‑Níjar mit seinen wilden Stränden und vulkanischen Formationen. Wer mehr Abenteuer möchte, kann in die Wüste von Tabernas fahren.
- Cabo de Gata: Küstenlandschaft zu Fuß oder per Rad erkunden.
- Playa de los Genoveses: Einer der eindrucksvollsten Naturstrände – außerhalb des Sommers ruhiger.
- Tabernas‑Wüste: Ungewöhnliche Kulisse, die bereits als Filmset diente.
- Alcazaba von Almería: Historische Festung über der Stadt.
- San José: Ruhiger Küstenort als Basis für Touren in den Naturpark.
Wichtig: Die Marke von rund 20 Grad dient hier als Orientierung, nicht als Garantie für beständiges Badewetter. Regen, Wind oder kühlere Phasen sind auch auf sonst warmen Inseln möglich. Wer möglichst verlässlich milde Temperaturen sucht, setzt am besten auf Kanaren, Zypern oder Madeira. Weniger bekannte Ziele bieten dafür meist deutlich mehr Ruhe und ein anderes Reisegefühl.











