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Die markanten Beton-Skulpturen, die man heute unter dem Namen Spomeniks kennt, prägen weiterhin die Landschaft des westlichen Balkans – obwohl sie vielerorts vergessen und von der Öffentlichkeit weitgehend übersehen werden. Ein Fotoband des belgischen Fotografen Jan Kempenaers rückt diese abstrakten Kriegsdenkmäler nun wieder ins Blickfeld.
Was sind Spomeniks?
In den 1960er- und 1970er-Jahren entstanden in der damaligen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien Hunderte von Denkmälern zur Erinnerung an den Widerstand und die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Die Werke bestehen meist aus Beton und zeigen markante, geometrische Formen. Manche erinnern an Blüten, Kristalle oder an biologische Strukturen wie Viren und DNA.
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Vom Besuchermagneten zum vernachlässigten Erbe
Während der 1980er-Jahre zogen einige dieser Stätten noch Millionen Besucher aus dem Ostblock an. Seitdem haben sich Wahrnehmung und Nutzung stark verändert: Viele Spomeniks stehen in abgelegenen Regionen, sind kaum instand gehalten und gelten in der Bevölkerung vielerorts als überholte Symbole.
Die fotografische Spurensuche von Jan Kempenaers
Der in Antwerpen lebende Fotograf Jan Kempenaers hat die skulpturalen Monumente auf seinen Reisen durch die Balkanstaaten systematisch fotografiert. Seine Aufnahmen finden sich in dem Bildband »Spomenik« und auf seiner offiziellen Website. Durch die Fotos werden die Bauwerke nicht nur dokumentiert, sondern als eigenständige Kunstwerke neu lesbar.

Ein Streifzug durch einige Standorte
Die Denkmäler sind über das Gebiet der ehemaligen Föderation verteilt. Zu bekannten Orten zählen unter anderem:
- Kosmaj
- Tjentište
- Bubanj (Niš)
- Kadinjača
- Petrova Gora
- Podgarić (Monument von Džamonja)
- Kozara
- Kosovska Mitrovica
- Sanski Most
- Jasenovac
- Kruševo
- Grmeč
- Korenica
- Makljen
- Kolašin
- Brezovica
- Ostra
- Zenica
- Sisak
- Sinj
- Ilirska Bistrica
- Knin
- Nikšić
Heute liegen diese Bauten auf dem Territorium von sieben Staaten: Slowenien, Kroatien, Bosnien, Serbien, Montenegro, Kosovo und Mazedonien. Ihre Verteilung über die Balkanländer macht die Spomeniks zu einem grenzübergreifenden Kapitel der regionalen Erinnerungskultur – und zu einem Motiv für Künstler, Historiker und Reisende gleichermaßen.












