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Im letzten Winter trugen drei freiwillige Bergretter 120 Kilogramm Material auf eine abgelegene Schutzhütte im Toskanisch-Emilianischen Apennin, um dort einen alten Ofen zu ersetzen. Die Aktion sollte künftige Sicherheitsrisiken für Wanderer verhindern und machte aus einer kurzen Wanderung einen langen Materialtransport.
Die Helfer — Riccardo Poletti, Riccardo Cocconi und Gabriele Delmonte — hatten in der 1.710 Meter hoch gelegenen Selbstversorgerhütte Rosario Bivouac übernachtet, als sie in der Nacht Rauch aus dem alten Ofen bemerkten, wie die italienische Zeitung Il Resto del Carlino berichtet.
Schwere Ladung, lange Strecke
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Um das neue Gerät und die nötigen Teile hochzuschaffen, setzten die drei eine Trage des Bergrettungsdienstes ein. Normalerweise beträgt der Zustieg rund eine Stunde. Dieses Mal dauerte der Weg jedoch vier Stunden — erschwert durch das Gewicht und das Gelände.

Mehr als nur ein Ofen
Neben dem Einbau der neuen Heizung erledigten die Helfer mehrere Instandsetzungen: Sie montierten neue Abzugsrohre, reinigten und isolierten Innenräume und erneuerten zwei Betten mit Holzbrettern. Auch der Erste-Hilfe-Kasten wurde aufgefrischt. Teile der Materialien und die neue Heizung stammten nach Angaben aus der Berichterstattung zum Teil aus Spenden.

Die lokale Sektion von Fivignano des italienischen Alpenvereins dankte den Beteiligten. Dem Bericht zufolge sei der Austausch des Ofens längst überfällig gewesen.
Wie viele Hütten gibt es in den Alpen?
In Deutschland betreibt der Deutsche Alpenverein (DAV) insgesamt 325 öffentlich zugängliche Hütten mit mehr als 20.000 Übernachtungsplätzen. Der DAV investiert nach eigenen Angaben jährlich deutlich in Hüttentechnik und Wege: über zehn Millionen Euro in Hüttenbaumaßnahmen sowie rund eine Million Euro in Wegebau.
Zum Vergleich: Der italienische Alpenverein (Club Alpino Italiano, CAI) verfügt über 774 Hütten und Biwaks, heißt es in dem Bericht.
Wandertipps für den Toskanisch-Emilianischen Apennin
Der Toskanisch-Emilianische Apennin eignet sich laut dem Tourismusportal „Visit Tuscany“ besonders für Familienwanderungen. Viele Wege sind leicht zugänglich und lassen sich je nach Kondition verlängern.
- Rundwege um die Seen Paduli und Squincio am Lagastrello-Pass
- Etwa zweistündige Route vom Passo del Cerreto zum Passo dell’Ospedalaccio
- Pfad durch den Tannenwald am Passo del Brattello
- Touren über die Bergrücken von Cisa und Cirone mit Ausblicken auf die Lunigiana
- Die Prati di Logarghena: weite Bergwiesen mit Panoramablick und traditionellen Sommerweiden
Die Zugänge variieren, ebenso wie die Längen der Strecken und die Einkehrmöglichkeiten. Für Besucher lohnt sich deshalb vorherige Planung, besonders bei abgelegenen Hütten.












