Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
An Bord von United-Flug UA190 kam es am 13. Oktober 2026 zu einem ungewöhnlichen Vorfall: Eine 69-jährige Passagierin blieb durch ein klemmendes Schloss in der hinteren Bordtoilette einer Boeing 737 MAX 8 eingeschlossen. Die Crew löste einen vorsorglichen Sinkflug aus; die Frau wurde später unverletzt befreit, wie das Portal simpleflying berichtet.
Eingeschlossen über dem Atlantik
Die Flugbegleiter versuchten zunächst, das Schloss von außen zu öffnen. Als das nicht gelang, holten sie Werkzeug und versuchten, die Tür aufzubrechen.
Sieben sehenswerte Weihnachtsmärkte im Saarland
Europäische Reiseziele, an denen man im August entspannt durchatmen kann
Berichten zufolge dauerten die Befreiungsversuche rund 15 Minuten. Infolge der anfänglichen Schwierigkeiten bereitete der Kapitän eine Ausweichlandung in Chicago O’Hare (ORD) vor und leitete einen Sinkflug ein.
Befreiung und Weiterflug
Schließlich gelang es der Besatzung, den Schließmechanismus zu lösen und die Passagierin unverletzt aus der Toilette zu befreien. Daraufhin strich die Cockpit-Crew die geplante Landung in Chicago, stieg wieder auf Reiseflughöhe und setzte den Flug zum Zielort Newark Liberty International Airport (EWR) fort.
Welche Regeln gelten für Toilettentüren?
Für Verkehrsflugzeuge gelten in den USA klare Vorgaben zu Lavatory Doors. Die FAA-Regel 14 CFR § 25.820 schreibt vor, dass Bordtoilettentüren so beschaffen sein müssen, dass das Einschließen von Personen verhindert wird.
- Toilettentüren dürfen keine Falle darstellen, in der Passagiere eingeschlossen werden können.
- Verriegelungen müssen sich von außen ohne Spezialwerkzeug entriegeln lassen, etwa über einen Mechanismus hinter der Anzeige „Besetzt“.
Die Vorschrift zielt darauf ab, genau solche Situationen zu vermeiden. In diesem Fall führte offenbar dennoch ein klemender Mechanismus zu einem sicherheitsrelevanten Zwischenfall an Bord.
Ein ähnlicher Vorfall bei Delta
Bereits im August hatte ein anderes Toilettenproblem bei einer Delta-Maschine für erhebliche Reiseverzögerungen gesorgt. Passagiere berichteten, dass Flüssigkeit aus einer Toilette in die Kabine gelangt sei; ob es sich dabei um Abwasser handelte, blieb unklar.
Der betroffene Airbus A330-900 mit 209 Menschen an Bord musste dem Bericht zufolge zunächst nach London-Heathrow ausweichen. Während der Reinigung blieben die Reisenden an Bord und die servierten Mahlzeiten wurden entsorgt. Ein zweiter Zwischenstopp in New York (JFK) war wegen der Überschreitung der zulässigen Dienstzeiten der Crew erforderlich, sodass sich die Reisezeit von Paris nach Seattle auf knapp 20 Stunden verlängerte.
Zu möglichen Untersuchungen oder Stellungnahmen der Fluggesellschaften und der Aufsichtsbehörden lagen keine Angaben im Bericht vor.











