Diese acht Weihnachtsmärkte locken mit Lebkuchen, Stollen und weiteren Spezialitäten

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<pZur Adventszeit ziehen Duft und Lichter durch die Innenstädte – und mit ihnen ganz eigene Leckereien. Von der Mosel bis nach Schleswig-Holstein: Acht Weihnachtsmärkte in Deutschland und die regionalen Spezialitäten, die Besucher besonders anziehen.

Bremer Klaben: Hefestollen mit Tradition

Rund um den Roland auf dem Marktplatz feiert Bremen die Vorweihnachtszeit mit einem traditionellen Weihnachtsmarkt. Am Weser-Ufer lädt zudem das historische Piratendorf des „Schlachte-Zaubers“ zu einem Bummel ein, wo auch Honigwein (Met) ausgeschenkt wird.

Weihnachtsmarktstand in Bremen mit Gebäck und Lichterketten
Bremer Klaben und andere Stände auf dem Marktplatz in Bremen.

Typisch für die Hansestadt ist der Bremer Klaben, ein Hefestollen mit Rosinen, Zitronat, Mandeln und Kardamom. Die Rezeptur reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück; der erste Klaben des Jahres wird Mitte November feierlich angeschnitten. Wer ihn probieren möchte, findet ihn auf dem Markt oder in langjährigen Handwerksbetrieben wie der Konditorei Knigge in der Sögestraße.

23. November bis 23. Dezember
bremen-weihnachtsmarkt.de

Aachener Printen: Würziges Erbe aus dem Mittelalter

Die Aachener Printen gehen auf mittelalterliche Bäckertraditionen zurück: Pilger bekamen damals haltbares Gebäck, das sich über die Jahrhunderte wandelte. Charakteristisch ist der Einsatz von braunem Kandiszucker; Konsistenz und Glasur variieren von knusprig bis weich.

Als echte Aachener Printen dürfen sie nur in Aachen und einigen Nachbarorten wie Eschweiler und Stolberg hergestellt werden. Ein Beispiel für die handwerkliche Produktion ist die Printenbäckerei Klein in der Franzstraße, die seit 1912 besteht und heute von der vierten Generation geführt wird. Besucher treffen die Spezialität auf dem beliebten Aachener Weihnachtsmarkt.

20. November bis 23. Dezember 2026
aachenweihnachtsmarkt.de

Erfurter Schittchen: Die lokale Stollen-Variante

Erfurt zeigt sich im Advent besonders stimmungsvoll: beleuchtete Kirchen, die Krämerbrücke und enge Gassen bilden ein passendes Ambiente für den Weihnachtsmarkt.

Auf vielen Ständen gibt es die Erfurter Schittchen, eine regionale Variante des Christstollens. Neben dem Gebäck locken klassische Rostbratwurststände sowie Handwerkskunst und Geschenke aus dem Erzgebirge.

24. November bis 22. Dezember
erfurt-weihnachtsmarkt.de

Nürnberger Lebkuchen: Ein geschütztes Markenzeichen

Nürnberg ist bundesweit für seine Lebkuchen berühmt. Über Generationen haben Bäckerfamilien das Gebäck verfeinert; seit 1996 ist der Nürnberger Lebkuchen als geografisch geschützte Angabe anerkannt.

Der Christkindlesmarkt auf dem Hauptmarkt zählt zu den zentralen Verkaufsorten. Traditionelle Stände, zum Beispiel von Lebkuchen-Schmidt, sind besonders gut besucht. Am Ende November wird der Markt feierlich vom Prolog des Christkinds eröffnet.

27. November bis 24. Dezember
christkindlesmarkt.de

Oldenburg: Grünkohl, Glögg und nordische Anklänge

In Oldenburg verwandeln sich Lamberti-Park, Gleispark und Waffenplatz in stimmungsvolle Marktplätze. Auf dem Waffenplatz entsteht das skandinavisch geprägte Winterdorf Øldnbrg mit Spezialitäten wie Glögg, Kanelbullar und Flammlachs sowie einem Lucia-Lichterzug.

Wenig überraschend ist in dieser Region auch das winterliche Gemüse ein Star: Der deftig zubereitete Oldenburger Grünkohl mit Kartoffeln und Pinkel-Wurst gehört hier fest zur Saison und wird auf den Märkten angeboten.

Lamberti-Markt: 24. November bis 22. Dezember 2026; Øldnbrg: 27. November bis 27. Dezember 2026
oldenburg-tourismus.de

Traben-Trarbach: Glühwein in historischen Gewölben

Eine außergewöhnliche Kulisse bietet Traben-Trarbach an der Mosel: In der Adventszeit öffnen die historischen Gewölbe- und Weinkeller zu einem unterirdischen Weihnachtsdorf. Ein beleuchteter Rundweg führt von Keller zu Keller.

Beleuchtete Gewölbekeller an der Mosel mit Weihnachtsbeleuchtung
Unterirdisches Weihnachtsdorf in den Gewölben von Traben-Trarbach.

Im Mittelpunkt stehen die regionalen Weine der Mosel, die hier nicht nur bei Raumtemperatur, sondern auch als glühend servierter Wein geschätzt werden. Das Angebot konzentriert sich an den Wochenenden und lädt zu Verkostungen ein.

An den Wochenenden vom 20. November bis 2. Januar
mosel-wein-nachts-markt.de

Lübeck: Marzipan als Nordklassiker

Lübeck gilt als eine der Weihnachtsstädte im Norden: Zwischen St.-Petri- und Marienkirche erstrahlt die Altstadtinsel im Adventschein und beherbergt mehrere Märkte. Besonders beliebt ist der Handwerkermarkt im Heiligen-Geist-Hospital.

Die Hansestadt ist berühmt für ihr Lübecker Marzipan. Die geschützte Süßware aus Mandeln und Zucker ist ganzjährig erhältlich, entfaltet ihren Ruf aber vor allem in der Weihnachtszeit.

23. November bis 30. Dezember 2026 (24. und 25. Dezember geschlossen)
luebeck-tourismus.de

Dresdner Striezelmarkt und der traditionsreiche Stollen

Der Dresdner Weihnachtsmarkt gehört zu den ältesten Deutschlands und ist eng mit seinem Gebäck verbunden: „Striezel“ ist ein historischer Begriff für den Stollen, der in Dresden eine große Rolle spielt.

Der Dresdner Stollen trägt wie andere regionale Spezialitäten ein Schutzsiegel für seine geografische Herkunft. In der Adventszeit wird er in großer Zahl verkauft; Höhepunkt ist das traditionelle Stollenfest, wenn ein riesiges Exemplar durch die Altstadt gezogen, angeschnitten und anschließend verkauft wird.

25. November bis 24. Dezember 2026; Stollenfest am 5. Dezember
striezelmarkt.dresden.de

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