Der richtige Ort zum Kaffeeklatsch

Artikel geschrieben von am 29. Mai 2012

Kaffeeklatsch in SteinHeute möchte ich mal eine Lanze für diejenigen brechen, die den Mut aufbringen, sich in der Gastronomie selbständig zu machen. Wenn dann das Geschäft noch – wie in diesem Fall – an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste liegt, hängt der Geschäftserfolg oftmals am Wetter: Wetter gut, Geschäft läuft; Wetter schlecht, Geschäft läuft nicht. Umso mehr habe ich mich am Pfingstmontag gefreut, mal wieder richtig gut frühstücken zu können. Ich war mit meiner Familie das erste Mal im Kaffeeklatsch in Stein.

Irgendwie bin ich selbst in der Freizeit immer geschäftlich unterwegs. Dass ist für die gut, die mich begeistern, so wie in diesem Fall in einem kleinen Café in Stein an der Ostsee geschehen. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich das Café auf den ersten Blick nicht wirklich betreten hätte, wären wir nicht einer Empfehlung gefolgt. Zwar besteht die Möglichkeit draußen zu sitzen, allerdings ist eine Stuhlreihe direkt an der Straße, und auch der Rest sieht nicht wirklich gepflegt aus. Schade! Aber dafür wird der Gast mit allem anderen entschädigt, so dass ich mit gutem Gewissen sagen kann, dass sich ein Besuch dort auf jeden Fall lohnt.

Wir saßen an Tisch 14 und waren ein paar Minuten vor Öffnung des Geschäfts da, was am Ende auch gut war, denn innerhalb weniger Minuten füllten sich die Tische. Der Kaffee selbst war heiß, groß und sehr lecker. Beim süßen Frühstück (5,90€) absolut hervorzuheben sind die selbstgemachten Marmeladen, die man sich am Tresen zwar selbst in kleine Glasschälchen füllen muss, aber super lecker schmecken. Zwar hätte ich mir anstatt der aufgebackenen frische Brötchen gewünscht, aber das ist Geschmackssache. Ansonsten ist der Teller mit frischem Obst, Frischkäse, Butter und einem Brötchen sowie einem Croissant sehr liebevoll dekoriert, absolut ausreichend und wirklich lecker. Auch das gesamte Klima dort ist sehr herzlich. Der Inhaber hat auch in stressigen Situationen immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und passt wie die Faust aufs Auge in den Laden, der zwischen liebevoll gemütlicher und chaotischer Dekoration variiert. Also von mir gibt’s einen Daumen nach oben. Ich bin sicher nicht das letzte Mal dort gewesen.

Hab ich zwar nicht gegessen, aber auch absolut empfehlenswert sind die selbstgemachten Kuchen.

Bis dahin alles Gute wünscht Euch Jörg Baldin

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