Merans schönster Ruhepunkt

Artikel geschrieben von am 18. Mai 2012

Merans schönster Ruhepunkt. Foto: Honza KleinText & Foto von Honza Klein

Manchmal ist es mit der deutschen Sprache ein wenig schwierig, weil das passende Wort fehlt. Etwa beim Ausdruck Hotel. Andererseits ist es dann wieder ganz einfach: Zuhause. Zwar steht an der Tür des Meisters Hotels Irma eben jene übliche Bezeichnung, doch eigentlich ist man vom ersten Augenblick zu Hause.

Wunderbar gelegen in einem 18.000 Quadratmeter großen Park nur etwas mehr als zehn Gehminuten vom Zentrum Merans entfernt. Ein Hotel, das fünf Sterne ohne wenn und aber verdient hat. Aber es war und ist eigentlich ein Zuhause. Nicht zuletzt für die Eigentümerfamilie Meister. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bekam die Urgroßmutter der heutigen Chefin Claudia das Sieben-Zimmer-Haus zur Hochzeit geschenkt. 1924 machte die Tochter daraus ein Hotel und nutzte die Fähigkeiten ihres Mannes, der sich zuvor auf Java als Hotelier versuchte. Doch die Liebe und vielleicht auch die Lust ein neues Hotel aufzubauen zog ihn zurück nach Südtirol. Inzwischen hat das Haus oder besser die Anlage 69 Zimmer und auch die nächste Generation steht schon bereit. Claudia Meister hat Drillinge. Was um so mehr verwundert als dass sie während meines gesamten Aufenthalts irgendwie immer verfügbar und nie das Gefühl von Anspannung bei ihr zu bemerken war.

„Besonders wichtig ist mir eine gute Atmosphäre für die Gäste zu schaffen“, erzählt Claudia Meister, die von ihrem Bruder und ihrer Mutter unterstützt wird. „Und natürlich sind unsere Mitarbeiter ein bedeutsamer Faktor.“ Das sie dabei ein gutes Händchen zeigt sich vom Frühstück über die Spa bis zum Abendessen, bei dem die Chefin auch noch selbst serviert.

Merans schönster Ruhepunkt 2. Foto: Honza KleinVon den Zimmern hat man in jede Richtung überwältigende Ausblicke. Eigentlich kein Grund das Haus zu verlassen. Zumal es immer reichlich Angebote auf der Anlage des Hotels gibt. Etwa einen Naschgarten mit 40 Beerenarten, abendlichen Lesungen, Konzerten, Weinabenden und nicht zuletzt mit einem riesigen Spa-Bereich. Nicht zu vergessen das einzigartige Apartment im Baumhaus, wo sogar das Bett unter den Sternenhimmel geschoben werden kann. Nach einem erlebnisreichen Tag im Meraner Land, den man vielleicht mit einer Wanderung, der Einkehr in einer der Dutzenden Weingüter der Region oder eben entspannt in der Spa verbracht hat, genau der richtige Ort um sich noch ein wenig mehr zu entschleunigen.

Honza Klein

Über den Autor

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Honza Klein ist Gastautor bei BREITENGRAD53

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