Text von Jörg Baldin
Wer hat als Kind nicht schon immer den Traum gehabt, als Pfadfinder oder Ranger durch den Wald zu streifen und Tiere in freier Wildbahn zu beobachten? In Kirchleitn in St. Oswald/Kärnten und dem dortigen Nationalpark Nockberge können Kinder ab acht Jahren jetzt sogar eine Ausbildung zum Ranger machen.
Durchgeführt wird das Ferienprogramm von Juli bis September 2012. Während der Ausbildung lernen die angehenden Ranger, dass die Kuh im echten Leben nicht lila ist, und das Forellen gar nicht so leicht zu fangen sind. Die Orientierung im Wald, die Nutzbarmachung von Pflanzen, Feuermachen, der Bau von Brücken, Mühlrädern und Unterschlupfen und vieles mehr stehen ebenso auf dem spannenden Ausbildungsplan.
Begleitet und betreut werden die Teilnehmer von erfahrenen Nationalpark-Rangern, die ihre Ausbildung in den Nationalparkakademien Hohe Tauern und bei der Kärntner Bergwacht absolvierten. Bei regelmäßigen Schulungen und in Erste Hilfe Kursen bilden die Ranger sich weiter und können so ihr Wissen an die kleinen Nachwuchsranger weiter geben.
Die einzelnen Tage im Detail:
Tag 1: Wald & Jagd
- Wald, Bäume, Tiere: Wer ein waschechter Ranger sein will, muss die verschiedenen Baumarten wie die Zirbe kennen und unterscheiden. Auch das Bauen eines Unterschlupfes für Übernachtungen im Freien, welche Pflanzen und Früchte essbar sind sowie das Spuren- und Fährtenlesen und Kennenlernen unterschiedlicher Tierarten sind für die Ausbildung zum Ranger wichtig.
- Blasrohrjagd: Mit einem echten Blasrohr und professioneller Anleitung schießen die Teilnehmer auf 3D Figuren wie Fuchs und Hase, die für die Jagd im Wald geeignet sind.
Tag 2: Survival & Leben auf der Alm
- Von der Quelle bis zum Regen: Gemeinsam mit den Rangern nehmen die Teilnehmer das Wasser in Bächen und Flüssen genau unter die Lupe. Kleine Tierlarven werden aus dem Wasser geholt und mit Lupe und Mikroskop genau bestimmt. Auch die Wassergüte bestimmen die Ranger und lernen Wichtiges zum Thema Trinkwasser. Geschicklichkeitsspiele und gemeinsamer Brückenbau am Bach sowie der Umgang mit Trinkwasser gehören an diesem Tag ebenfalls zum Programm.
- So lebt es sich auf einer Alm: Gemeinsam backen die Teilnehmer Brot am Lagerfeuer, gehen in der Dämmerung auf Wildbeobachtung und übernachten auf der Alm.
Tag 3: Orientierung im Wald
- Nach einem zünftigen Almfrühstück, das die Kinder selbst zubereiten, finden die Ranger mit GPS gemeinsam den Weg zurück ins Tal. Dort warten schon die Forellen der regionalen Fischzucht zum Bestaunen und Berühren. Mit der Verleihung des Ranger-Diploms endet die Ausbildung.
Weitere Infos zu den Feriendörfer Kirchleitn und der Rangerausbildung finden Sie hier







