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- 1. Allgäu: Farbenspiel am Freibergsee
- 2. Chiemgau: Panoramablick von der Hochplatte
- 3. Schwäbische Alb: Wasserfallsteig bei Bad Urach
- 4. Rheinland-Pfalz: Weinsteig durch Reben und Wald
- 5. Thüringen: Buchenwald im Unesco‑Weltnaturerbe
- 6. Sauerland: Uplandsteig im Rothaargebirge
- 7. Niedersachsen: Flache Genusstouren auf den Nordpfaden
Herbstliche Klarheit, milde Temperaturen und weite Fernsichten machen den Jahresanfang der Wandersaison besonders attraktiv. Wir zeigen sieben lohnende Touren quer durch Deutschland – von alpinen Ausblicken im Süden bis zu sanften Pfaden im Norden.
1. Allgäu: Farbenspiel am Freibergsee
Oberstdorf, Deutschlands südlichste Gemeinde auf 813 Metern, ist Startpunkt für eine beliebte Herbstrunde: rund sieben Kilometer führt der Weg zum Freibergsee, dem höchstgelegenen Badesee im Allgäu. Für die Strecke sollte man Trittsicherheit und eine gute Kondition mitbringen; die reine Gehzeit liegt bei etwa drei Stunden.
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Die Mühe lohnt sich. Im Herbst breiten sich Laubfarben bis zum Horizont aus, und an klaren Tagen reicht die Sicht bis in die Schweizer Alpen. Die Route führt vom Westen Oberstdorfs über die Schlechtenbergbrücke und den Edmung-Probst-Weg zum See. Am rechten Ufer lockt als weiteres Highlight die Heini-Klopfer-Skiflugschanze, bevor ein gut ausgebauter Waldpfad zurück nach Oberstdorf leitet.
2. Chiemgau: Panoramablick von der Hochplatte
Die Hochplatte erreicht 1.568 Meter und liegt nur wenige Kilometer vom Chiemsee. Sie ist ein markanter Nachbar der Kampenwand, bekannt für ihren gezackten Felsrücken und das große Gipfelkreuz.
Der Aufstieg ab dem Wanderparkplatz in Rottau dauert zwei bis drei Stunden und verläuft über Wiesen und durch Wälder. Belohnt wird man mit Blicken auf den Chiemsee, die Berchtesgadener Gipfel und die Felsformationen der Kampenwand. Wer weniger steigen möchte, kann die Hochplattenbahn in Marquartstein nutzen und die Gehzeit auf etwa eine Stunde verkürzen.
Oben lohnt sich eine Einkehr auf der Piesenhausener Hochalm: Bei guter Sicht sind das Kaisergebirge und die Gletscher der Hohen Tauern sichtbar — darunter der Großglockner und der Großvenediger.
3. Schwäbische Alb: Wasserfallsteig bei Bad Urach
Der Albtrauf im Norden der Schwäbischen Alb bietet dramatische Kanten und ein dichtes Wanderwegenetz. Der Wasserfallsteig bei Bad Urach ist ein zertifizierter Premiumweg und gehört zu den reizvollsten Touren der Region.
Die Runde misst etwa zehn Kilometer, erfordert drei bis vier Stunden und umfasst rund 500 Höhenmeter. Start ist im Maisental, von dort folgt man dem Brühlbach zum Uracher Wasserfall, der über moosbewachsene Kalktuffstufen 37 Meter in die Tiefe stürzt. Anschließend führen Aussichtspunkte wie der Rutschenfelsen und weitläufige Hochflächen zum Gütersteiner Wasserfall. Die Rückkehr verläuft durch Streuobstwiesen – besonders attraktiv, wenn sich die Blätter färben.
4. Rheinland-Pfalz: Weinsteig durch Reben und Wald
Herbst bedeutet Lesezeit. In der Pfalz verbinden Weinberge, dichte Wälder und historische Orte wandertaugliche Vielfalt. Der Weinsteig gilt als abwechslungsreichste Route: Er erstreckt sich über rund 170 Kilometer und ist in elf Etappen eingeteilt.
Die Strecke führt von Bockenheim über Bad Dürkheim, Neustadt an der Weinstraße, Burrweiler, Dernbach und Klingenmünster bis nach Bad Bergzabern und endet in Schweigen‑Rechtenbach. Für Tagesausflügler bieten sich kürzere Optionen an: etwa der 18,5 Kilometer lange Hauensteiner Höhenweg, eine 20-Kilometer-Seenwanderung im Maimontland oder die Passage über den Großen Almersberg.
5. Thüringen: Buchenwald im Unesco‑Weltnaturerbe
Zwischen Bad Langensalzach, Eisenach und Mühlhausen liegt ein weitläufiger Laubwald, dessen Kern seit 2011 als Nationalpark Hainich zum Unesco‑Weltnaturerbe zählt. Im Herbst zeigen Eschen, Rotbuchen und Ahorn ein intensives Farbspiel.

Ein besonders beliebtes Ziel ist der Baumkronenpfad: Barrierefrei und in bis zu 44 Metern Höhe angelegt, windet er sich auf einer Länge von 540 Metern in zwei Schleifen um einen Baumturm. Von oben reicht der Blick bis zum Harz und zum Thüringer Wald. Auf den Rundwegen am Boden begegnen Wanderer Vögeln, Fledermäusen und mit etwas Glück auch Wildkatzen – ideal für Familienausflüge.
6. Sauerland: Uplandsteig im Rothaargebirge
Willingen in Nordhessen, rund 60 Kilometer westlich von Kassel, ist Ausgangspunkt eines dichten Wegenetzes: 42 Rundwege und etwa 300 Kilometer markierter Pfade laden zum Wandern ein.
Als Highlight empfielt sich der Uplandsteig. Die Gesamtstrecke misst 66 Kilometer und überwindet knapp 1.500 Höhenmeter. Anspruchsvolle Etappen und teils steile Abschnitte machen den Weg zu einer guten Dreitagestour mit jeweils rund 22 Kilometern pro Abschnitt. Der Weg trägt das Qualitätssiegel des Deutschen Wanderverbandes.
7. Niedersachsen: Flache Genusstouren auf den Nordpfaden
Für Wanderer, die weite, aber bergfreie Strecken bevorzugen, ist der Landkreis Rotenburg (Wümme) ideal. Die sogenannten Nordpfade bestehen aus 24 Rundwegen, die zwischen Hamburg, Hannover und Bremen durch eine sanft gewellte Landschaft führen.
Die Angebote reichen von sechs Kilometer langen Halbtagesrunden bis zu mehrtägigen Touren über 32 Kilometer. Die zertifizierten Pfade führen durch Wälder, Moore, Heide, Flusstäler und zu naturbelassenen Seen sowie idyllischen Dörfern. Im Herbst sind hier auch große Vogelzugtrupps zu beobachten: Tausende Kraniche und andere Zugvögel rasten in der Region, bevor sie weiterziehen.











