Es ist schwülheiß. Der Deckenventilator wälzt die verbrauchte Luft um. Zigarettenrauch vernebelt die Blicke in der schwach beleuchteten Bar. Das „El Cambio“ ist der Insider- und Intellektuellentreff von Camagüey. Vor allem am Wochenende schaut Jung und Alt herein, um zu debattieren und den neuesten Tratsch auszutauschen.
Leichtes Ruckeln stört meinen Schlaf beim Anflug auf Prince Edward Island. Die Insel an der Ostküste Kanadas, im Golf von St. Lawrence, sieht aus der Luft aus wie ein Halbmond. Die kleinen schwarz-weißen Flecken auf den grünen Wiesen müssten Kühe sein. Die Insel ist durchzogen von zahlreichen Flüssen und umsäumt von vielen hellen Sandstränden. Wüsste ich es nicht besser - ich könnte auch über Schleswig-Holstein fliegen.
Wasser, Wasser und nochmal Wasser! Manitoba hat reichlich davon. Lange Flüsse und riesige Seen „durchlöchern“ das Land in Kanada. Kein Wunder, dass dort viele Gebiete unbewohnt sind und erst im Winter, nachdem die Seen und Flüsse zugefroren sind, mit PKW oder LKW befahren werden können. Ich war mit der Angel auf der Jagd nach Zander und Hecht im Falcon Lake und im Kanu auf dem Whitemouth River.