Roadtrip: Gut vorbereitet ins Abenteuer

Mit dem Auto durch Europa

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Abenteuer, Freiheit, Unabhängigkeit. Was fühlt sich nicht besser an, als einfach die Koffer ins Auto zu schmeißen und ab mit dem Auto quer durch Europa? Doch so ein Roadtrip – egal ob mit VW-Bus, Wohnmobil oder Auto – sollte von vornherein auch gut geplant werden: Wo kann man am günstigsten Tanken, welche Dinge dürfen auf gar keinen Fall fehlen und welche Fallen lauern im Ausland?

Die erste Frage, die man sich vor dem Urlaub stellen sollte: Muss ich mir das Wohnmobil kaufen oder lohnt es sich, einfach den Wagen zu guten Konditionen zu mieten? Hier ist auf jeden Fall eine Suche im Internet zu empfehlen, um für sich die beste Wahl zu treffen. Vor einer Entscheidung sollten die wichtigsten positiven und negativen Aspekte abgewogen werden.

Damit der Roadtrip in die Freiheit garantiert zum Abenteuer und nicht zum Alptraum wird, hier die acht wichtigsten Tipps von BREITENGRAD53 für die Reise auf vier Rädern.

Versicherung, versteckte Kosten & Co.

Roadtrip

Mit dem Bulli durch die Welt

Ein umfassender Versicherungsschutz ist Pflicht, egal ob man mit dem eigenen Wagen unterwegs ist oder der Wagen gemietet wurde. Wer nicht Mitglied bei ADAC & Co. ist, sollte sich durch entsprechende Auslandsversicherungen für alle Pleiten, Pech und Pannen wappnen. Wer bei dem Roadtrip gleich auf einen Mietwagen zurückgreift, fährt am sichersten, da hier alle wichtigen Versicherungen bereits vor Fahrtantritt abgeschlossen werden. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Einige Autovermieter kassieren häufig mit vielen versteckten Kosten ab:  Zum Mietpreis gesellen sich teure Kautionen, Kilometerpauschalen und Auslandsaufschläge, die im Reisebudget nicht vorgesehen waren.

Andere Länder, andere Sitten

Jedes Land hat seine Eigenheiten, auch im Verkehr:  Verstöße gegen geltende Verkehrsregeln werden oft mit hohen Bußgeldern und Strafen geahndet und können zur echten Urlaubs-Falle werden. Kolonnen dürfen in Bulgarien beispielsweise nicht überholt werden, in Dänemark kann fast überall mit Parkscheibe geparkt werden, das italienische Punktesystem gilt auch für ausländische Fahrer und auf rumänischen Brücken herrscht Überholverbot. Auch bei der Austattung des Fahrzeuges herrschen oftmals andere Sitten: In Tschechien und Luxemburg muss beispielsweise stets ein Set Reservelampen mitgeführt werden, während in Italien und vielen anderen europäischen Ländern auch tagsüber mit Licht zu fahren ist.

Kinder an Bord

Für Familien mit Kund und Hund ist das Auto eine günstige Alternative zu Flug- oder Bahnreisen. Aber auch hier gibt es einige Dinge zu beachten: Wer in Griechenland im Auto raucht, in dem auch Kinder sitzen, wird mit bis zu 1.500 Euro zur Kasse gebeten. In Frankreich müssen Kinder bis zum 10. Lebensjahr hinten sitzen und in Ungarn und der Slowakei gilt diese Regel sogar bis zum 12. Lebensjahr. In Spanien müssen nicht nur Menschen sondern auch auch Hunde angeschnallt werden.

Gebühren für Strassen und Autobahnen

Über 20 Länder in der EU langen mit Gebühren für die Nutzung der Autobahnen und Schnellstraßen zu. Hier nicht zu zahlen, kann schnell teuer werden, denn in Ländern wie Slowenien, der Slowakei oder Österreich werden Schwarzfahrer mit Strafen zwischen 120 und 800 Euro zur Kasse gebeten. Der ADAC bietet eine Übersicht über alle Länder und deren Gebühren. Vorsicht ist auch beim Campen geboten. In Griechenland, Slowenien, der Schweiz, Spanien, Kroatien, Luxemburg, Ungarn, der Niederlande sowie Portugal ist das Übernachten auf Straßen oder Parkplätzen streng verboten.

Das leidige Thema Benzin

“Und kostet Benzin auch 2.10 Mark, scheißegal es wird schon gehen…” Zumindest die Kinder der NDW haben diesen Satz aus einem Lied noch in den Ohren. Der Preis ist längst überholt. Mit knapp 1,70€  liegt der aktuelle Durchschnittspreis für einen Liter Superbenzin  in Deutschland. In Europa herrschen mitunter große Preisunterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Deshalb sollte, wenn möglich clever getankt werden. Zu den Ländern mit den niedrigsten Bezinkosten gehören zum Beispiel Bulgarien und Rumänien im Osten, aber auch Luxemburg, Spanien, die Schweiz oder Österreich liegen unter den deutschen Preisen. Nur wer in Richtung Skandinavien aufbricht sollte vor dem Verlassen der deutschen Landesgrenze noch einmal volltanken: Mit aktuell 2,04 Euro pro Liter steht Norwegen bei den Benzinpreisen ganz oben.

Dinge, die auf jedem Roadtrip auf keinen Fall fehlen sollten

Zur Grundausstattung für lange Autofahrten gehören Warndreieck, Abschleppseil, Sicherheitsweste und Verbandskasten. Auch Proviant, gültige Reisedokumente sowie eine neu augefüllte Reiseapotheke, die vor Abfahrt noch einmal auf Vollständigkeit  überprüft wird, gehört zur Austattung eines jeden Urlaubers, der mit dem Auto unterwegs ist. Wer durch verschiedene Länder fährt, sollte zudem einen Steckeradapter, sowie eine Taschenlampe für die nächtliche Notdurft in der Natur sowie Reisewaschmittel nicht fehlen. Damit auch das Handy auf Empfang bleibt, auf keinen Fall den Adapter für den Zigarettenanzünder vergessen

Nicht nur cool sondern auch flüssig bleiben

Geld ist wichtig, doch zu viel Geld sollte im Wagen nicht liegen, schon gar nicht offen und sichtbar. Bis auf ein paar Münzen für Gebühren auf Autobahnen. Auch der Fahrzeugschein gehört nicht ins Auto. Der richtige Platz für wertvolle Dokument ist stets am Körper oder in der Tasche der Reisenden. Kleiner Tipp: Wichtige Reisedokumente mit dem Handy abfotografieren und sich per E-Mail zusenden. Auf diese Weise kann von überall darauf zugegriffen werden.

Navi kann helfen

Die Zeit von Faltplänen ist längst vorbei auch wenn ein kleiner Umweg durchaus reizvoll auf Touren sein kann. Deshalb sollte ein Navi auf dem Roadtrip nicht fehlen. Wer über ein Smartphone verfügt, kann sich heute sogar kostenlose Navigationsprogramme auf sein handy laden und das als Navi nutzen.Wer seine Route schon vor Fahrtantritt kennt, kann die Karten zu Hause über Wlan aktualisieren oder im Urlaub eine freie Wlan-Verbindung suchen. das spart Zeit und Geld. Wegen der Roaming-Gebühren sollte hierbei jedoch im Vorfeld gecheckt werden, ob die eigene App während der Navigation auf das Internet zurückgreift. Einige Apps speichern das Kartenmaterial auf dem Telefon und benötigen damit keinen Internetzugriff zum Abrufen der Route. Viele der günstigen oder kostenlosen Alternativen greifen jedoch in der Regel auf das das Web zu, um den Weg zu finden.

Der Gebrauchtwagenspezialist Wirkaufendeinauto.de hat eine Checkliste zusammengestellt.

Foto Bulli: © Rolf Langohr – Fotolia.com

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