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- Warum es diesmal besonders voll wird
- Wann mit den größten Verzögerungen zu rechnen ist
- Praktische Tipps: Wann Sie besser losfahren
- Regelungen, die etwas Entlastung bringen
- Besonders belastete Autobahnen in Deutschland
- Transit und Grenzen: Wo es im Ausland eng wird
- Gotthard und Schweiz: Tunnel als Engpass
- Fazit
Das letzte Juli-Wochenende (24. bis 26. Juli) bringt nach Einschätzung von Autofahrerclubs wieder deutlich mehr Verkehr auf Deutschlands Fernstraßen. Wegen vieler Baustellen, paralleler Ferienwellen und stark frequentierter Transitstrecken drohen längere Wartezeiten und dichte Staus – besonders auf den klassischen Urlaubsrouten Richtung Süden und an den Küsten.
Warum es diesmal besonders voll wird
Der ADAC warnt vor einem «Dauerstau»: In ganz Europa sind Reisende unterwegs, und in Deutschland treffen verschiedene Wellen aufeinander. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland enden bald die Ferien, gleichzeitig startet in Nordrhein-Westfalen die zweite Reisewelle.
Hinzu kommen Urlauber und Transitfahrer aus den Niederlanden, die dort ebenfalls in die zweite Ferienwelle gehen. Baustellen verschärfen die Lage: Der ADAC zählt derzeit etwa 990 Baustellen auf deutschen Autobahnen; kurzfristige Sperrungen sind möglich.
Wann mit den größten Verzögerungen zu rechnen ist
Die Clubs nennen klare Zeitfenster mit besonders hohem Staurisiko. Am Freitagnachmittag füllt sich das Netz schon früh.
Der ACE erwartet die stärkste Belastung am Freitag zwischen etwa 13:00 und 20:00 Uhr. Am Samstag steigt das Risiko vor allem vormittags, mit dem größten Aufkommen zwischen 9:00 und 13:00 Uhr. Der Sonntag beginnt vergleichsweise ruhig, doch ab den Mittagsstunden nehmen die Rückreisenden zu; der ACE prognostiziert den Höhepunkt des Rückreiseverkehrs zwischen 17:00 und 20:00 Uhr.
Praktische Tipps: Wann Sie besser losfahren
Wer flexibel planen kann, vermeidet das Risiko besser unter der Woche. Montag, Dienstag oder Mittwoch außerhalb der Berufsverkehrszeiten sind deutlich entspannter.
Für Wochenendstarter empfiehlt der ACE eine sehr frühe Abfahrt oder Fahrten in der Nacht. Das reduziert Stauzeiten, verlangt aber erhöhte Aufmerksamkeit und mehr Pausen. Unter den Wochenendtagen gilt der Sonntagvormittag noch als die entspannteste Option.
Regelungen, die etwas Entlastung bringen
Für Lkw über 7,5 Tonnen gibt es eine saisonale Entlastung: An allen Samstagen vom 1. Juli bis 31. August gilt ein Fahrverbot zwischen 7:00 und 20:00 Uhr. Sonntags besteht das Lkw-Fahrverbot ganzjährig von 0:00 bis 22:00 Uhr.
Besonders belastete Autobahnen in Deutschland
| A 1 | Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln |
| A 2 | Oberhausen – Dortmund – Hannover – Richtung Berlin |
| A 3 | Rhein-/Main-Verbindung: Arnheim – Köln – Frankfurt – Würzburg bis Passau/Linz |
| A 5 | Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel |
| A 7 | Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Richtung Alpen |
| A 8 | Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – Salzburg |
| A 9 | Berlin – Leipzig – Nürnberg – München |
| A 10 | Berliner Ring |
| A 99 | Autobahnring München |
Darüber hinaus sind viele Fern- und Nebenstrecken zur Nord- und Ostsee sowie regionale Verbindungsachsen wie die A 40, A 44, A 45, A 61 und A 81 zu Stoßzeiten stark belastet. In Großräumen wie Hamburg, Berlin, Rhein-Main, Rhein-Ruhr, Stuttgart und München rechnen die Clubs mit deutlichem Mehrverkehr.
Transit und Grenzen: Wo es im Ausland eng wird
In mehreren Nachbarländern dauern die Sommerferien an – unter anderem in Österreich, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Polen, Tschechien, Belgien, Frankreich und der Schweiz. Dadurch kommt es auf internationalen Routen häufig zu langen Verzögerungen.
Besonders in Österreich sind nach Angaben von ACE und ADAC zahlreiche Haupt- und Transitachsen stark beansprucht. Auf Ausweichstrecken in Tirol gelten seit 1. Mai zusätzliche Abfahrtssperren und Fahrverbote an Samstagen, Sonn- und Feiertagen für den Transitverkehr (etwa im Raum Reutte, Kufstein und Innsbruck).
Stark beanspruchte Strecken in Österreich
- A 1 – Westautobahn
- A 2 – Südautobahn (Wien–Graz–Klagenfurt)
- A 4 – Ostautobahn
- A 10 – Tauernautobahn (Salzburg–Villach)
- A 13 – Brennerautobahn (Innsbruck–Brenner)
- B 179 – Fernpassroute
Wegen stichprobenartiger Einreisekontrollen kann es an den Übergängen von Österreich zu Deutschland – etwa Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen. Für aktuelle Reisezeiten und Staumeldungen bietet die ASFINAG eine Echtzeitübersicht der österreichischen Transitkorridore an.
Gotthard und Schweiz: Tunnel als Engpass
Auch die Schweiz meldet volle Transitrouten. Neben A 1 und A 3 ist vor allem die Gotthard-Route (A 2) gefährdet: Schon ab Freitagnachmittag sind dort laut ACE längere Staus und mitunter erhebliche Wartezeiten vor dem Tunnel möglich.
Als Alternative nennt der ACE die San-Bernardino-Route (A 13). Diese Ausweichstrecke kann aber ebenfalls stark befahren sein; Reisende sollten Wartezeiten einplanen und bei Bedarf Routenoptionen prüfen.
Fazit
Für Urlauber bedeutet das kommende Wochenende erhöhte Planungs- und Wartezeiten: Wer kann, startet unter der Woche oder sehr früh am Tag. Bei Fahrten über Grenzen lohnt sich der Blick auf die Live-Infos der Autobahnbetreiber, und wer nachts oder sehr früh fährt, sollte zusätzliche Pausen einplanen.












