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Wer Städtereisen liebt, kennt den Moment: Die engen Gassen sind nicht mehr romantisch, sondern vollgestopft mit Reisegruppen. Für alle, die Sightseeing ohne Gedränge suchen, gibt es in Europa reizvolle Alternativen zu den üblichen Hotspots.
Fünf europäische Ziele abseits der Massen
Plovdiv, Bulgarien
Plovdiv beansprucht einen ehrwürdigen Titel: Sie gilt als eine der ältesten durchgängig bewohnten Städte Europas. Das Stadtbild verteilt sich auf mehrere Hügel, die von verwinkelten Gassen und historischen Häusern geprägt sind.
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Besonders sichtbar ist die römische Vergangenheit: Das Amphitheater aus dem 2. Jahrhundert wurde erst in den 1970er-Jahren freigelegt und dient heute wieder als Veranstaltungsort, etwa für Freiluftkonzerte. Am Stadtrand liegen zudem thrakische Funde wie die Reste von Eumolpias, die Tausende Jahre zurückreichen. Plovdiv wirkt deshalb großartig, ohne lauthals Aufmerksamkeit zu fordern.
Tiflis (Tbilisi), Georgien
Der Name der georgischen Hauptstadt bedeutet „warm“ – ein Hinweis auf die Schwefelquellen, die unter der Stadt sprudeln und die traditionellen Bäder speisen. Dieses Element prägt die Atmosphäre der Altstadt.
Tiflis liegt an der Schnittstelle von Europa und Asien. Hier stehen die Metechi-Kirche aus dem 13. Jahrhundert und die Narikala-Festung, die von persischen Herrschern im 4. Jahrhundert angelegt wurde, nah beieinander. Dazwischen schlängeln sich enge Gassen mit kleinen Läden – und in der Regel ohne die langen Reisegruppen, die man anderswo antrifft.
Wrocław, Polen
Die niederschlesische Stadt überraschte viele mit ihrem Kulturerbe, als sie 2016 Europäische Kulturhauptstadt war. Dennoch blieb sie relativ ruhig.
Zu den Highlights zählt das monumentale Rundgemälde Panorama Racławicka, das 114 Meter lang ist und die Schlacht von 1794 zeigt. Außerdem prägen die Centennial Hall und die Türme der Sankt-Elisabeth-Kirche das Bild. Die kompakte, gotische Altstadt lässt sich oft an einem entspannten Tag erkunden.
Cluj-Napoca, Rumänien
Cluj-Napoca wird oft nur als Sprungbrett zu den Apuseni-Bergen oder als Zwischenstopp für Transsilvanien-Touristen betrachtet. Das unterschätzt die Stadt.
Das urbane Zentrum besteht aus einem engen Geflecht von Barock- und Gotikfassaden. In einem gemütlichen Nachmittag lässt sich die Altstadt gut zu Fuß entdecken. Hinzu kommt eine lebhafte Studenten- und Kulturszene, die der Stadt einen frischen, leicht alternativen Charakter verleiht.
Trondheim, Norwegen
Die frühere Hauptstadt Norwegens hat weniger als 200.000 Einwohner und deshalb kaum Trubel. Das macht sie attraktiv für Reisende, die Ruhe suchen.
Im Zentrum steht eine der beeindruckendsten gotischen Kathedralen Skandinaviens, und der Hafen bietet zu jeder Jahreszeit fotogene Motive. Wer Zeit mitbringt, findet außerdem mehrere kleine Brauereien und ein lokales Gastronomieangebot, das den Besuch abrundet.












