Rückreisende und mehr Lkw erhöhen die Staugefahr

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Zum Ende der Sommerferien in drei Bundesländern drohen volle Autobahnen und längere Fahrzeiten: Für das Wochenende 21. bis 23. August erwarten Verkehrsclubs starke Rückreisewellen. Hinzu kommt, dass wegen Niedrigwasser vorübergehend geltende Lkw-Fahrverbote gelockert wurden – das erhöht das Verkehrsaufkommen zusätzlich.

Der ADAC und der Auto Club Europa (ACE) warnen, dass vor allem Rückkehrer aus dem Süden sowie von Nord- und Ostsee mit Verzögerungen rechnen müssen. Wer erst in den Urlaub startet, trifft nach Einschätzung des ADAC insgesamt auf etwas weniger Andrang – auf den klassischen Routen zu Alpen und Küsten sei der größte Ansturm bereits abgeklungen, dennoch sind Staus möglich.

Die Lockerung der Fahrverbote auf einigen Strecken führt dazu, dass an den Wochenenden mehr Lastwagen unterwegs sind als sonst. Das sorgt punktuell für zusätzlichen Stop-and-go-Verkehr und längere Reisezeiten.

Wann es am stärksten voll wird

Die größte Staugefahr besteht laut ADAC am Freitagnachmittag, am Samstagvormittag und am Sonntagnachmittag. Diese Zeitfenster sollten Urlauber möglichst meiden.

Verkehrsstau während der Stoßzeit mit vielen Fahrzeugen auf der Autobahn
Die größte Staugefahr besteht am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag.

Wer zeitlich flexibel ist, kann Ausweichtage wählen: Besonders günstige Optionen sind dem ADAC zufolge der Montag und der Dienstag außerhalb der Berufsverkehrszeiten. Der ACE nennt zusätzlich den Mittwoch als eine mögliche Alternative.

Die Staustrecken in Deutschland

Beide Verkehrsclubs rechnen zwischen Freitag und Sonntag mit starkem Verkehr und Staus auf zahlreichen Autobahnen, häufig in beiden Richtungen. Besonders belastet sind demnach die folgenden Abschnitte:

Lastkraftwagen und Pkw fahren dicht beieinander auf einer deutschen Autobahn
Gelockerte Lkw-Fahrverbote führen zu zusätzlichem Verkehrsaufkommen am Wochenende.

A 1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
A 2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Berlin
A 3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt/Main – Würzburg – Nürnberg – Passau – Linz
A 4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe und Chemnitz – Dresden – Görlitz
A 5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt/Main – Karlsruhe – Basel
A 6 Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
A 7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – Salzburg
A 9 Berlin – Leipzig – Nürnberg – München
A 10 Berliner Ring
A 11 Berliner Ring – Dreieck Uckermark
A 12 Berliner Ring – Frankfurt/Oder
A 13 Dresden – Berlin
A 20 Lübeck – Rostock
A 21 Kiel – Bargteheide
A 24 Hamburg – Schwerin
A 27 Bremen – Bremerhaven
A 31 Gronau – Meppen
A 40 Venlo – Essen – Dortmund
A 43 Wuppertal – Recklinghausen – Münster
A 44 Essen – Velbert
A 45 Dortmund – Gießen – Aschaffenburg
A 46 Düsseldorf – Wuppertal
A 57 Krefeld – Köln
A 59 Köln – Bonn
A 61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
A 81 Würzburg – Heilbronn – Stuttgart – Singen
A 93 Kiefersfelden – Rosenheim
A 95 München – Garmisch-Partenkirchen
A 96 München – Lindau
A 99 Autobahnring München

Transitstrecken in Österreich, der Schweiz und Italien

Auch auf den Alpenrouten ist mit Mehrverkehr zu rechnen. In Österreich nennt der ADAC besonders belastete Verbindungen, darunter die A 1 (Westautobahn), A 4 (Ostautobahn), A 10 (Tauernautobahn) und die A 13 (Brennerautobahn).

  • A 1 (Westautobahn)
  • A 4 (Ostautobahn)
  • A 9 (Pyhrnautobahn)
  • A 10 (Tauernautobahn)
  • A 11 (Karawankenautobahn)
  • A 12 (Inntalautobahn)
  • A 13 (Brennerautobahn)
  • A 14 (Rheintal/Walgau Autobahn)
  • B 197 (Arlberg-Bundesstraße)
  • B179 (Fernpass)

In der Schweiz sollten Reisende mehr Zeit für die Gotthardroute (A 2) und die Alternative über den San-Bernardino-Tunnel (A 13) einplanen. Auch auf der A 1 (Bern–Zürich) sowie der A 3 (Basel–Chur) steigt das Staurisiko.

Für Italien hebt der ADAC neben der Brennerroute (A 22) vor allem die A 1 (Modena–Florenz), die A 4 (Verona–Triest), die A 7 (Mailand–Genua) und die A 23 (Villach–Udine) hervor.

Sperrung in den Niederlanden und weitere internationale Verkehrsbelastungen

Der ADAC weist darauf hin, dass die Verbindung von der niederländischen Küste nach Deutschland an diesem Wochenende wegen Fahrbahnsanierungen auf der A 12 (Utrecht–Arnheim) gesperrt ist. Reisende müssen über Ausweichrouten fahren und sollten mindestens eine zusätzliche Stunde einplanen.

Außerdem kann das Formel-1-Rennen in Zandvoort bei Amsterdam zu weiterem Mehrverkehr führen. Auch Verbindungen in Richtung Kroatien, Frankreich, Polen, Tschechien, Nordeuropa sowie der Balkan-Transit dürften an manchen Tagen stockend sein.

Grenzübergänge mit erhöhtem Wartezeit-Risiko

Bei der Einreise nach Deutschland sollten Urlauber an bestimmten Autobahn-Grenzübergängen mehr Zeit einplanen. Der ADAC nennt exemplarisch folgende Übergänge:

  • Von Österreich: Suben (A 3), Walserberg (A 8), Kiefersfelden (A 93)
  • Von Polen: Ludwigsdorf (A 4), Forst (A 15), Frankfurt/Oder (A 12)
  • Von Dänemark: Ellund (A 7)

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