Beschränkte Kapazitäten belasten Jamaikas Tourismus

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Jamaika verzeichnete bis Ende August rund 2,34 Millionen Besucher und Tourismuseinnahmen in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar. Das sind laut Regierungsangaben Rückgänge von 17 Prozent bei den Ankünften und 18 Prozent beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahr – Ursachen werden vor allem in den Schäden durch den Hurrikan Melissa gesehen.

Zahlenlage und Einschätzung

Tourismusminister Edmund Bartlett nennt die Bilanz trotz der Einbußen „zufriedenstellend“, weil die Nachfrage im Verhältnis zum verfügbaren Angebot hoch bleibe. Die gemeldeten Mindereinnahmen spiegeln jedoch deutlich, wie stark der Sektor durch die Naturkatastrophe belastet ist.

Konkrete Zahlen zeigen, dass die Branche noch nicht auf das Niveau vor dem Sturm zurückgekehrt ist. Für Reisende bedeutet das: Beliebte Hotels und Resorts sind seltener verfügbar als üblich.

Unterbringung: Ein Drittel der Kapazitäten fehlt

Der Hurrikan Melissa hatte im Oktober 2025 zahlreiche Betriebe getroffen. Noch immer sind nach Angaben des Ministers rund 30 Prozent des Zimmerangebots außer Betrieb. Besonders stark nachgefragte Kapazitäten zählen zu den betroffenen Einrichtungen.

Beschädigte Hotelzimmer und Bauarbeiter bei Reparaturen nach Hurrikan
Viele Zimmer sind noch geschlossen; Reparaturarbeiten laufen, berichten Behörden.

Bartlett erwartet, dass die Mehrzahl der gesperrten Zimmer erst gegen Jahresende oder im ersten Quartal des kommenden Jahres wieder in den Markt zurückkehrt. Bis dahin wird das reduzierte Angebot die Auslastung der verfügbaren Hotels in die Höhe treiben.

Flugverkehr und Preise

Auch die Flugkapazitäten haben sich laut Minister noch nicht vollständig erholt. Zwar werden die bestehenden Strecken weiterhin bedient, die Maschinen sind aber stark ausgelastet.

Voll ausgelastete Passagiermaschine im Flugzeuginnenraum
Flüge nach Jamaika sind stark ausgelastet, was zu höheren Preisen führt.

Der knappe Sitzplatzmarkt wirkt sich auf die Preise aus: Flüge nach Jamaika sind teils teurer geworden. Bartlett führt die Preissteigerungen auf Probleme in der internationalen Luftfahrt und anhaltende Engpässe in Lieferketten zurück.

Was Reisende erwarten können

Wer einen Aufenthalt plant, sollte mit eingeschränkter Hotelverfügbarkeit und potenziell höheren Flugpreisen rechnen. Buchungen in beliebten Anlagen sind derzeit besonders gefragt.

Für die Branche bleibt die zentrale Frage, wie schnell die beschädigten Kapazitäten wiederhergestellt werden können — ein Faktor, der die Erholung der Einnahmen entscheidend beeinflussen wird.

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