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- Lage und Erreichbarkeit
- Múlafossur – Wasserfall über dem Meer
- Tórshavn – klein, aber charakterstark
- Papageitaucher beobachten
- Sørvágsvatn / Leitisvatn – der “schwebende” See
- Die Nix-Statue am Sørvágsvatn
- Bøsdalafossur – der Wasserfall, der ins Meer stürzt
- Fossá – Färöers höchste Kaskade
- Der Eysturoy-Tunnel und sein Unterwasserkreisverkehr
- Risin und Kellingin – die Meerespfeiler
- Saksun – Dorf mit Grasdächern
- Passstraße Norðradalsskarð
- Dörfer mit eigenem Charakter
- Isolierte Kirchen – Fotomotive und Geschichte
- Anreise und Reisedauer
- Unterkünfte – Basis wählen
- Zum Schluss: Rücksicht und Planung
Die Färöer verbinden zerklüftete Klippen, tiefe Fjorde und winzige Dörfer zu einer Landschaft, die vieles anders macht als herkömmliche Urlaubsziele. Dieser Text stellt markante Orte und Aussichtsplätze vor, die Besuchern besonders eindrückliche Einblicke in Natur und Kultur der Inseln bieten.
Lage und Erreichbarkeit
Das Archipel liegt im Nordatlantik, zwischen Island, Norwegen und Schottland. Trotz der Abgeschiedenheit sind die Inseln gut erreichbar: Die meisten Flüge führen über Dänemark nach dem internationalen Flughafen auf der Insel Vágar. Von dort sind es etwa 45 Minuten Autofahrt bis in die Hauptstadt Tórshavn.
Múlafossur – Wasserfall über dem Meer
Die Wasserfälle bei Gásadalur gehören zu den bekanntesten Motiven der Färöer. Das Wasser stürzt mehr als 30 Meter in die Tiefe und bietet spektakuläre Ausblicke.

Die Aussicht erreicht man bereits von der Straße, doch lohnt sich ein kurzer Fußweg ins Dorf Gásadalur für bessere Perspektiven. Bei klaren, kalten Nächten kann von hier aus sogar ein Blick auf mögliche Polarlichter gelingen.
Tipp: Besonders eindrucksvoll ist die Sicht vom sogenannten „Sunset Viewpoint“ zum Sonnenauf- oder -untergang.
Tórshavn – klein, aber charakterstark
Tórshavn ist die kleine Hauptstadt der Färöer und zugleich die bevölkerungsreichste Region des Archipels. Wer auf große Metropolen wartet, wird enttäuscht sein; wer aber engen, charmanten Stadtraum mit Cafés, Boutiquen und Geschichte mag, findet hier viel.
Zu Fuß lassen sich das historische Regierungsviertel Tinganes, die Kathedrale und das Kunstmuseum Listasavn Føroya entdecken. Der Park Viðarlundin ist einer der wenigen bewaldeten Orte der Inseln.
Papageitaucher beobachten
Die Färöer sind ein wichtiges Brutgebiet für Meeresvögel. Besonders populär sind die bunten Papageitaucher. Die beste Zeit zur Beobachtung reicht etwa von Ende April bis Anfang August.

Auf der Insel Mykines brüten Tausende von Papageitauchern nahe der Wanderwege. Auch Bootstouren an die Vestmanna-Klippen bieten gute Chancen, die Tiere aus nächster Nähe zu sehen. Bitte respektieren Sie die Brutgebiete: auf den Wegen bleiben und Abstand halten.
Sørvágsvatn / Leitisvatn – der “schwebende” See
Der größte See der Insel Vágar misst rund 3,4 Kilometer und ist bekannt für die optische Täuschung, die sich von der Klippe Trælanípa ergibt: Der See scheint direkt über dem Meer zu liegen.
Beliebte Aktivitäten sind Rundwanderungen am Seeufer, Bootsfahrten oder Kajaktouren. Am Südende des Sees fällt das Wasser als Bøsdalafossur ins Meer.
Die Nix-Statue am Sørvágsvatn
An den Ufern von Sørvágsvatn erinnert eine Skulptur an die lokale Legende von der Nix, einem wandelbaren Wasserwesen. Das Werk stammt von dem färöischen Künstler Pól Skarðenni und wurde 2017 aufgestellt.
Die Geschichte dazu erzählt von Kindern und einem Gestaltwandler, der die Form wechselt — ein Beispiel für die starke Verbindung von Mythos und Landschaft auf den Inseln.
Bøsdalafossur – der Wasserfall, der ins Meer stürzt
Der Abfluss des Sees fällt bei Bøsdalafossur spektakulär in den Atlantik. Besucher sollten beim Näherkommen Vorsicht walten lassen: die Felsen sind oft rutschig.
Fossá – Färöers höchste Kaskade
Die Fossá stürzt in zwei Stufen und erreicht dabei nahezu 140 Meter Höhe. Das rauhe Wasser und die umgebende Vegetation schaffen ein eindrucksvolles Naturschauspiel.
Wer herankommt, kann die Reinheit des Quellwassers selbst erleben — ausreichend Trinkwasser findet sich hier in reiner Form.
Der Eysturoy-Tunnel und sein Unterwasserkreisverkehr
Der Eysturoyartunnilin verbindet Streymoy und Eysturoy und zählt zu den bemerkenswerten Infrastrukturprojekten der Färöer. Der Unterwassertunnel ist fast 12 Kilometer lang und hat in etwa 187 Metern Tiefe einen ungewöhnlichen Kreisverkehr.
Die Fahrt durch den Tunnel ist mehr als nur eine Verbindung zwischen Inseln: sie zeigt die moderne Seite der Archipel-Infrastruktur.
Risin und Kellingin – die Meerespfeiler
Vor der Nordküste Streymoys ragen die Felsnadeln Risin und Kellingin aus dem Meer. Nach einer altnordischen Sage verwandelten sich ein Riese und eine Hexe bei Tagesanbruch in Stein. Die beiden Säulen sind heute 71 bzw. 69 Meter hoch.
Gute Aussichtspunkte gibt es an mehreren Stellen auf Streymoy; Tjørnuvík zählt zu den beliebtesten.
Saksun – Dorf mit Grasdächern
Saksun gilt als eines der fotogensten Dörfer der Inseln: dunkle Holzhäuser, weiße Fenster und dicke Grasdächer, die sich in die umliegende Landschaft einfügen.
In Saksun steht die historische Farm Dúvugarøð aus dem 17. Jahrhundert, die heute als Museum Einblick in das frühere Alltagsleben bietet. Ein Spaziergang zur schwarzen Sandbucht in der Lagune rundet den Besuch ab.
Passstraße Norðradalsskarð
Die serpentinenreiche Passstraße Norðradalsskarð auf Eysturoy führt an steilen Hängen vorbei und bietet weite Blicke ins Tal Norðradalur. Am Ende der Strecke liegt das kleine Landwirtschaftsdorf Norðradalur.
Die Fahrt ist ein gutes Beispiel dafür, wie lohnend Roadtrips auf den Färöern sein können.
Dörfer mit eigenem Charakter
Die Färöer sind reich an kleinen Orten, die oft den Eindruck eines langsamer gewordenen Lebens vermitteln. Viele Dörfer teilen typische Bauformen, besitzen aber dennoch individuelle Eigenschaften.
- Gjógv – ein Dorf in einer engen, tiefen Schlucht mit bunten Häusern und einer kleinen Kirche.
- Kirkjubøur – der älteste Ort des Archipels, mit historischen Relikten.
- Elduvík – ein kleiner Fischerhafen.
- Bøur – Ausgangspunkt für den Blick auf die Felsformationen Drangarnir und Tindhólmur.
Isolierte Kirchen – Fotomotive und Geschichte
Auf den Inseln finden sich zahlreiche kleine Kirchen an eindrücklichen Stellen. Beispiele sind die Kirche von Saksun in einer grünen Talsohle, die sechseckige Kirche von Haldarsvík und die rote Kirche von Sandavágur.
Anreise und Reisedauer
Die schnellste Verbindung ist das Flugzeug zum Flughafen Vágar; Direktverbindungen sind selten, meist erfolgt ein Zwischenstopp, häufig in Kopenhagen. Wer mit dem eigenen Auto anreisen möchte, kann die Fährverbindung ab Hirtshals in Norddänemark nutzen — die Überfahrt erfordert zusätzliche Reisezeit.
Für eine sinnvolle Erkundung der Inseln empfiehlt sich eine Woche oder mehr, denn Entfernungen wirken auf den schmalen Inselstraßen oft länger als erwartet.
Unterkünfte – Basis wählen
Die Wahl des Aufenthaltsorts prägt die Reiseroute. Tórshavn eignet sich als Basis, um Streymoy und Eysturoy zu erkunden. Auf Vágar bieten sich Unterkünfte an, wenn Ziele wie Múlafossur, Sørvágsvatn oder Mykines auf dem Programm stehen.
Viele Häuser sind klein und persönlich geführt. Zu den bekannten Optionen zählen ein Hotel mit traditionellem Grasdach nahe Tórshavn sowie ein reizvolles Cottage in Bøur mit Blick auf den See.
Zum Schluss: Rücksicht und Planung
Die Färöer leben von ihrer rauen Natur und kleinen Gemeinschaften. Besucher sollten Wege respektieren, Abstand zu Brutstätten halten und Rücksicht auf die lokale Lebensweise nehmen. Wer weiß, welche Jahreszeit er bevorzugt und welche Orte ihn interessieren, findet leichter passende Tagesrouten und Unterkünfte.
Mit etwas Vorplanung eröffnen die Inseln einzigartige Naturerlebnisse — von tosenden Wasserfällen bis zu jahrhundertealten Farmen.












