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Ein neuer Direktflug verkürzt die Anreise: Seit dem 7. Juni bietet Delta eine dreimal wöchentliche Nonstop-Verbindung zwischen New York (JFK) und Malta (MLA) — saisonal bis Oktober. Für US-Reisende wird damit ein oft übersehenes Mittelmeerziel deutlich leichter erreichbar.
Boutiquehotels mit Blick auf den Grand Harbour
Die Inselrepublik südlich von Sizilien zählt rund 574.000 Einwohner und besteht aus Malta, Gozo und dem dünn besiedelten Comino. In Valletta, der von der UNESCO geschützten Hauptstadt, ist das 24-Zimmer-Hotel Iniala Valletta derzeit die prominenteste Adresse. Es belegt mehrere historisch restaurierte Stadthäuser am Hafen und kombiniert modernes Design mit weiten Aussichten über den Grand Harbour.
Zum Angebot gehört auch das einzige Restaurant mit zwei Michelin-Sternen auf der Insel, ION Harbour by Simon Rogan, das überwiegend lokal beliefert wird. Gäste finden zudem kreative alkoholfreie und niedrigprozentige Cocktail-Alternativen an der Bar.
Wer lieber unter Einheimischen logiert, sollte das ruhige Attard ansteuern. Dort wurde im Mai das Familienhaus von Christopher und Suzanne Sharp als Boutiquehotel Casa Bonavita mit 17 Zimmern eröffnet. Die Anlage in drei barocken Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert bietet Spa, drei Pools, zwei Restaurants und viele versteckte Ecken.
Später im Sommer ist mit dem Romègas Hotel ein weiteres Boutiqueprojekt geplant: 23 Zimmer, Dachterrasse mit Pool und Spa und eine zentrale Lage in Valletta versprechen attraktiven Zuwachs im Hotelangebot.
Tradition erleben: Boote, Forts und barocke Pracht
Eines der schönsten und günstigsten Erlebnisse ist eine Fahrt mit einer dgħajsa, dem bunten Holzboot Maltas. Für rund zehn Euro bringt es Sie vom Valletta-Hafen zu den sogenannten Three Cities, darunter Birgu.
In Birgu lohnen sich das Inquisitor’s Palace, ein erhaltenes Gebäude aus der Zeit der römischen Inquisition, sowie das mächtige Fort St. Angelo, eine Festung aus dem 13. Jahrhundert, die als Kommandozentrum der Ritter von St. John während der Osmanenbelagerung von 1565 diente. Solche kurzen Bootsfahrten sind zugleich die beste Orientierung für die befestigten Uferlandschaften beider Hafenseiten.
Keinesfalls verpassen: die überbordend dekorierte St. John’s Co-Cathedral, fertiggestellt 1577. Die hochbarocke Kirche ist eine Hommage an den Schutzpatron der Ritter von Malta. Buchungen im Voraus helfen, die oft langen Warteschlangen zu umgehen.
Gozo: Ruhe, Klippen und smaragdgrünes Wasser
Wer dem Trubel entfliehen möchte, sollte nach Gozo übersetzen. Es gibt schnelle Fährverbindungen — laut Reiseerfahrung dauern sie etwa 45 Minuten ab Valletta, oder rund 30 Minuten ab Cirkawwa an der Nordwestspitze Maltas. Die Insel wirkt deutlich ländlicher und entspannter.
Ein Aufenthalt im Hotel Ta’ Cenc, das hoch über dem Meer auf Klippen liegt, bietet spektakuläre Aussichten. Das hoteleigene Restaurant Il‑Kantra ist nur wenige Minuten entfernt und ermöglicht mutigen Gästen Sprünge von drei Meter hohen Felsen in ein türkisgrünes Meerbecken.
Von Gozo aus sind außerdem Tagestrips zur Blue Lagoon auf Comino beliebt. Die seichte Bucht besticht durch ungewöhnlich intensive Farben und ist ideal zum Schnorcheln. Um dem Andrang der Ausflugsboote zu entgehen, empfiehlt sich eine frühe Anreise.
Abendliche Treffpunkte: Aperitivo mit Hafenblick
Valletta ist kein Partyzentrum im klassischen Sinne, bietet aber stimmige Abendorte. Besonders an Freitagen füllt sich die Treppe vor dem Bridge Bar, wenn Einheimische und Besucher Glas in die Hand nehmen und dem Blick über den Hafen folgen.
Für lebhaftere Nächte geht es nach St. Julian’s, etwa 20 Minuten nördlich von Valletta. Dort befinden sich Strandclubs wie das Café del Mar, das gelegentlich Day‑Partys veranstaltet, sowie das belebte Ausgehviertel Paceville, wo Bar‑Hopping zum Standardprogramm gehört.
Mdina bei Nacht: die „Stille Stadt“
Mdina, die sogenannte Silent City, liegt rund sieben Meilen westlich von Valletta. Während tagsüber viele Tagesgäste kommen, kehrt nach Sonnenuntergang Ruhe ein. Dann wirken die engen, kalksteinernen Gassen nahezu zeitlos.
Ein Abendspaziergang durch die beleuchteten Paläste und Arkaden ist oft das eindrücklichste Erlebnis der Insel. Beachten Sie: Im Sommer wird es gegen 21 Uhr dunkel und viele Restaurants in Mdina schließen früh — planen Sie das Abendessen entsprechend.












