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- Kurzer historischer Abriss
- Vom Arbeiter- zum Ausgehviertel
- Essen, Trinken, die längste Freiterrasse Skandinaviens
- Bootstouren: Kopenhagen vom Wasser erleben
- Hans Christian Andersen lebte hier
- Das Mindeankeret – Mahnmal und Gedenken
- Weihnachtszeit und maritime Atmosphäre
- Sehenswürdigkeiten in der Nähe
- Übernachten: Empfehlungen
- Praktische Hinweise
Nyhavn, der alte Hafen von Kopenhagen, zählt zu den bekanntesten Postkartenmotiven der Stadt: bunte Fassaden, historische Schiffe und lebhafte Uferlokale. Für Besucher bietet das Viertel nicht nur Fotomotive, sondern auch Einblicke in die Seele der Stadt – von maritimer Geschichte bis zu modernen Cafés und Bootstouren.
Kurzer historischer Abriss
Der Name Nyhavn bedeutet wörtlich „Neuer Hafen“. Er wurde im 17. Jahrhundert auf Veranlassung von König Christian V. angelegt und diente als Schiffsanleger für das alte Stadtzentrum. Früher reichten die Wasserwege bis zur Königsplatz-Anlage, wo Schiffe Waren entluden und lokale Fischer ihren Fang verkauften.
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Die charakteristischen Häuser am Kanal stammen aus dieser Zeit und sind heute rund 350 Jahre alt. Ihre restaurierten Fassaden prägen das Stadtbild und machen Nyhavn zum klassischen Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang.
Vom Arbeiter- zum Ausgehviertel
Anfangs gab es in Nyhavn zwei sehr unterschiedliche Seiten: noble Palais am „schattigen“ Ufer und einfache, bunte Holzhäuser am „sonnigen“ Ufer, die von Handwerkern und ärmeren Bewohnern bewohnt wurden. Das Gebiet war lange als Vergnügungs- und Rotlichtbezirk bekannt, beliebt bei Seeleuten und Hafenarbeitern.
Erst in den 1960er-Jahren wandelte sich das Image grundlegend. Das einst ramponierte Viertel wurde schrittweise saniert und öffnete sich dem Tourismus. Heute erinnern vor allem die alten Segelschiffe am Kai noch an die frühere Hafenatmosphäre.
Essen, Trinken, die längste Freiterrasse Skandinaviens
Nyhavn ist gesäumt von Bars, Cafés und Restaurants, viele mit Außensitzplätzen direkt am Kanal. Deshalb wird das Viertel oft als „die längste Freiterrasse Skandinaviens“ bezeichnet. Tagsüber lädt der Kai zum Flanieren ein, am Abend sind Sonnenuntergänge und ein Getränk vor der bunten Kulisse besonders beliebt.
Auf den Speisekarten finden sich traditionelle dänische Gerichte wie Smørrebrød, Fischgerichte sowie Imbissstände mit Wurst. Typische lokale Getränke wie Carlsberg und Akvavit sind weit verbreitet.
Bootstouren: Kopenhagen vom Wasser erleben
Fast alle Kanal- und Sightseeing-Bootsfahrten starten am Nyhavn. Eine einstündige Rundfahrt entlang der Kanäle bietet andere Perspektiven auf die Uferfronten und erlaubt gute Fotomotive.
Empfehlung: Wer die Stadt aus einer anderen Sicht kennenlernen möchte, sollte eine geführte Bootstour in Erwägung ziehen. Vom Wasser lassen sich historische Bauwerke und moderne Bauten gleichermaßen eindrucksvoll betrachten.
Hans Christian Andersen lebte hier
Der weltberühmte Märchenschreiber Hans Christian Andersen war einer der bekanntesten Bewohner Nyhavns. Er wohnte insgesamt über 18 Jahre in drei verschiedenen Häusern am Kanal: zunächst in der roten Holzhütte Nr. 20 (1834–1838), später in Nr. 67 (1845–1864) und schließlich in Nr. 28 in seinen letzten Lebensjahren. Das Viertel zog auch andere Künstler und Intellektuelle an und galt als inspirierender Ort.
Das Mindeankeret – Mahnmal und Gedenken
Am Ufer von Nyhavn steht das große Erinnerungsanker, das Mindeankeret. Es ist ein Denkmal für mehr als 1.700 dänische Offiziere und Matrosen, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren. Das Mahnmal wurde 1951 eingeweiht; die verwendete Ankerteile stammen aus dem Jahr 1872 und wurden unter anderem auf der Fregatte Fyn verwendet.
Jährlich findet am 5. Mai, dem Tag der Befreiung Dänemarks, eine offizielle Gedenkzeremonie am Fuß des Denkmals statt.
Weihnachtszeit und maritime Atmosphäre
Zur Adventszeit verwandelt sich Nyhavn in einen stimmungsvollen Ort mit skandinavischem Weihnachtsmarkt und festlicher Beleuchtung. Die Holzschiffe entlang des Kanals und thematische Weihnachtsessen ziehen viele Besucher an.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Neben Nyhavn liegen mehrere zentrale Attraktionen von Kopenhagen in fußläufiger Entfernung. Einige Highlights:
- Tivoli – einer der ältesten Vergnügungsparks weltweit und eine von Disneys Inspirationsquellen.
- Nationalmuseum – nur etwa zehn Minuten zu Fuß von Tivoli entfernt; Sammlung zur dänischen Geschichte, darunter Runensteine und ein über 2.000 Jahre alter Sonnenwagen.
- Thorvaldsen-Museum – beherbergt viele Werke des Bildhauers Thorvaldsen.
- Christiansborg – ein historischer Gebäudekomplex mit Sitz des Parlaments, des Premierministerbüros und des Obersten Gerichtshofs.
Übernachten: Empfehlungen
Wer nahe Nyhavn übernachten möchte, findet von Boutiquehotels bis zu einfachen Hostels verschiedene Optionen.
Beispielhaft genannt werden im Text das Axel Guldsmeden, ein 4-Sterne-Hotel in Vesterbro mit umweltbezogenem Ansatz und einem Green-Globe-Zertifikat (im Text mit einem Preisbeispiel von rund 140 € pro Nacht inklusive Frühstück), sowie das Bedwood Hostel, ein günstigeres Hostel in einem historischen Gebäude aus 1756, wo Zimmer ab etwa 20 € pro Nacht beginnen.
Weitere erwähnte Häuser sind das The Alexandra Hotel, Hotel Østerport und Hotel Kong Arthur – je nach Geschmack und Budget bieten sie unterschiedliche Lagen und Stile.
Praktische Hinweise
Für Besucher lohnt sich ein Blick auf die Angebote städtischer Karten: Die Copenhagen City Card kombiniert Eintritte, eine Kanalrundfahrt und die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs samt Boot. Die Karte ist für ein bis fünf Tage erhältlich und kann online gebucht werden.
Wer länger in Dänemark unterwegs ist, findet in Reiseführern und Stadtführungen zusätzliche Routenvorschläge – praktische Karten und GPS-Daten können die Planung erleichtern.













