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- Kurzüberblick: Warum Aarhus lohnt
- Den Gamle By – das Freilichtmuseum
- ARoS – Museum für moderne Kunst
- Die Domkirche von Aarhus
- The Infinite Bridge – Erlebnis am Meer
- Wikinger-Museum – Spuren der Gründungszeit
- Marselisborg, Mindeparken und botanische Anlagen
- Ausflüge in die Umgebung: Gudenå, Silkeborg und Mols Bjerge
- Praktische Hinweise
- Weiteres Bild und Medienangebot
Aarhus gilt als Dänemarks zweitgrößte Stadt und hat sich in den letzten Jahren als kulturelles Zentrum des Landes etabliert. Wer die Stadt besucht, findet eine ungewöhnlich dichte Mischung aus Freilichtmuseum, modernen Kunsthäusern, historischen Kirchen und naturnahen Ausflugszielen in der unmittelbaren Umgebung.
Kurzüberblick: Warum Aarhus lohnt
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Aarhus wurde 2017 zur Europäischen Kulturhauptstadt erklärt und zieht deshalb regelmäßig große Ausstellungen und Festivals an. Die Stadt verbindet historische Sehenswürdigkeiten mit zeitgenössischer Kunst und liegt zugleich nah an Wäldern, Stränden und Seen – ideal für Kombinationsreisen zwischen Stadt- und Naturerlebnis.

Den Gamle By – das Freilichtmuseum
Das Museum Den Gamle By, wörtlich „die alte Stadt“, ist eine der wichtigsten Touristenzielen Dänemarks. Es wurde 1914 eröffnet und war eines der ersten Freilichtmuseen weltweit, das die urbane Alltagskultur in den Mittelpunkt stellte.

Heute umfasst das Museum rund 75 historische Gebäude aus 20 verschiedenen Fundorten. Die ältesten Fachwerkhäuser stammen aus den 1550er-Jahren; weitere Gebäude reichen vom 19. Jahrhundert bis in die 1920er–1970er-Jahre. In nachgebauten Straßen zeigen Mitarbeitende in zeittypischer Tracht Handwerk, Handel und Wohnalltag vergangener Epochen. Jährlich besuchen viele hunderttausend Menschen die Anlage.
ARoS – Museum für moderne Kunst
ARoS zählt zu den größten Kunstmuseen Nordeuropas außerhalb Kopenhagen. Die Institution wurde bereits 1859 gegründet, bezog jedoch ihren markanten, zehnstöckigen Neubau erst 2004.
Das Gebäude stammt von den Architekten Schmidt Hammer Lassen. Besonders bekannt ist die bunte Rundgalerie, die als begehbares Farbband eine Panoramaaussicht über die Stadt bietet. In den Sammlungen wechseln klassische dänische Werke der Romantik und des Goldenen Zeitalters mit internationaler zeitgenössischer Kunst. Nach dem Louisiana Museum in Humlebæk ist ARoS eines der meistbesuchten Museen Dänemarks.
Die Domkirche von Aarhus
Die Domkirche der Stadt ist 93 Meter lang und erreicht eine Höhe von etwa 96 Metern, womit sie zu den höchsten Kirchen Dänemarks zählt. An dieser Stelle stand bereits um 1300 eine erste Kathedrale, die jedoch kurz nach ihrer Fertigstellung durch einen Brand weitgehend zerstört wurde.
Die heutige gotische Gestalt entstand nach dem Wiederaufbau. 1642 traf ein Blitz den Turm und zerstörte den historischen Glockenturm; innen blieben die Schäden vergleichsweise gering. Bemerkenswert sind die Wandmalereien aus der Zeit zwischen etwa 1470 und 1520 – insgesamt rund 220 m², mehr als in jeder anderen dänischen Kirche. Ein Glasfenster mit der Darstellung des Lazarus geht auf das Jahr 1300 zurück und ist eines der ältesten erhaltenen Elemente. Neben Fresken gibt es ein wertvolles Altarensemble, Kanzel, Taufbecken sowie Grabdenkmäler in Nebenkapellen und Krypta zu sehen.
The Infinite Bridge – Erlebnis am Meer
An der Ballehage-Strandlinie steht die Installation The Infinite Bridge (Den Uendelige Bro), ein kreisförmiger Holzsteg, der in die Bucht hineinragt. Ursprünglich wurde das Projekt 2015 bei Sculpture by the Sea präsentiert; die Reaktion der Bewohner führte zur dauerhaften Einrichtung der Skulptur.

Die Anlage bietet sowohl einen ungewöhnlichen Perspektivwechsel als auch weite Blicke auf das Meer und auf das nahegelegene Varna-Palais aus dem Jahr 1909 in der Marselisborg-Waldlandschaft. Der Steg ist saisonal zugänglich (April bis Oktober).
Wikinger-Museum – Spuren der Gründungszeit
Im kleinen, unterirdischen Wikinger-Museum, das sich unter einer Bankfiliale befindet, erfahren Besucher mehr über die frühmittelalterliche Siedlung Aros, die vor rund 1.200 Jahren an der Stelle des heutigen Aarhus entstand. Die Ausstellung zeigt archäologische Funde, Repliken und eine audiovisuelle Darstellung eines Wikingerangriffs. Eine detailreiche Modellnachbildung der Siedlung zur Zeit König Harald Blåtand (Harald Blauzahn) vermittelt ein Bild des damaligen Alltags.
Marselisborg, Mindeparken und botanische Anlagen
Südlich der Innenstadt liegt das Schloss Marselisborg, das zwischen 1899 und 1902 erbaut wurde und im Eigentum der dänischen Königsfamilie steht. Die Royals verbringen dort regelmäßig den Sommer und die Weihnachtszeit; das Gebäude selbst ist deshalb nicht öffentlich zugänglich.
Wenn die königliche Familie anwesend ist, findet mittags traditionell der Wachwechsel statt. Besucher können jedoch die weitläufigen Anlagen betreten: den englischen Landschaftsgarten mit einer ausgeprägten Rosensammlung und zahlreiche Skulpturen. Der angrenzende Mindeparken verbindet den Schlossgarten mit der Aarhus-Bucht; südlich schließen sich der Botanische Garten und ein Hirschpark an, die öffentlich zugänglich sind.
Ausflüge in die Umgebung: Gudenå, Silkeborg und Mols Bjerge
Die Gudenå ist der längste Fluss Dänemarks und bietet im Sommer Möglichkeiten zum Paddeln oder für entspannte Autoetappen entlang malerischer Ufer. Auf der Strecke liegen Orte wie Ry, Klostermølle und Skanderborg.
Silkeborg gilt als Tor zur dänischen Seenlandschaft. Die Region ist bekannt für attraktive Wander- und Radwege sowie für Kunstmuseen wie das Museum Jorn, das Art Centre Silkeborg Bad, die Galerie Moderne und DRIFT prøverum. Besonders das Silkeborg Bad liegt reizvoll am Ufer des Ørnsø und verbindet Natur mit moderner Kunst.
Der Nationalpark Mols Bjerge bietet einige der ursprünglichsten Landschaften Dänemarks: Heidelandschaften, offene Wiesen, Wälder und einsame Strände. Von der Jernhatten-Klippe eröffnet sich ein weiter Blick über das Schutzgebiet. Kulturhistorisch interessant sind die Ruinen der Kalø-Burg und ein Glasmuseum; in Ebeltoft ist die hölzerne Fregatte Jylland zu besichtigen, eines der größten erhaltenen Holzkriegsschiffe.
Praktische Hinweise
Für Besucher, die sich tiefer mit der Stadt beschäftigen möchten, gibt es geführte Stadtrundgänge und zahlreiche Tagesausflüge in die Umgebung. Kartenmaterial und Videosequenzen zu Aarhus geben einen kompakten Eindruck vorab und helfen bei der Planung.
Weiteres Bild und Medienangebot
Viele Sehenswürdigkeiten in Aarhus sind zudem in kurzen Videos und interaktiven Stadtplänen dokumentiert. Diese visuellen Ressourcen erleichtern die Entscheidung, welche Ziele man vor Ort priorisieren möchte.













