Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
- Sankt Knuds Kirke – die Kathedrale mit königlichen Reliquien
- Klosterhaven – der Kräutergarten am Wasser
- Die Andersen-Statue im Märchenhafen
- Rathaus und Flakhaven
- Der einbeinige Zinnsoldat
- Odense Stadtmuseum (Møntergården) und das historische Quartier
- Møntergårdens Ausstellungen
- H. C. Andersen Museum
- Hans Jensens Stræde: Andersens Geburtshaus
- Brandts – Zentrum für Kunst und Kultur
- Medienmuseum Odense
- Brandts Passage – Einkaufsstraße mit Industriecharme
- Time Collection – Wohnräume vergangener Jahrzehnte
- Munke Mose – Flusspark im Herzen der Stadt
- Bootsfahrten auf der Odense Å
- Freilichtmuseum Fyn
- Sanderumgaard – Landhaus und romantischer Garten
- Ladby Wikingermuseum
- Funky Monkey Park – Hochseilkletterparcours
- Filmische Eindrücke
Odense gilt als Geburtsstadt von Hans Christian Andersen – doch die dänische Stadt auf Fünen hat weit mehr zu bieten: eine über tausendjährige Geschichte, lebendige Kultur und überraschend viele grüne Rückzugsorte. Die folgenden Stationen helfen, einen kompakten Rundgang durch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Museen der Stadt zu planen.
Sankt Knuds Kirke – die Kathedrale mit königlichen Reliquien
Denver im Wandel: Der Goldrausch weicht der grünen Wirtschaft
Architektur-Studie kürt eine andere Stadt zur schönsten der Welt — nicht Rom oder Paris
In der Sankt Knuds Kirke ruhen die Überreste von König Knut IV. und seines Bruders Benedikt, die 1082 getötet wurden. Knut wurde 1101 heiliggesprochen und galt lange als einer der Schutzheiligen Dänemarks.

Archäologische Spuren einer früheren travertinernen Kirche sind noch in der Krypta erhalten. Die heutige Kathedrale entstand ab dem 14. Jahrhundert, wurde 1499 geweiht; ein Turm im gleichen Stil kam 1586 hinzu. Eine Renaissancekapelle von 1633 wurde bei einer Renovierung 1868 wieder entfernt.
Klosterhaven – der Kräutergarten am Wasser
Die Klosterhaven wurde in den 1920er-Jahren von I. P. Sørensen im geometrischen Stil angelegt. Der kleine Garten wirkt wie ein Atrium, zeigt im Frühling Blumen und zahlreiche Stauden und beherbergt eine bemerkenswerte Sammlung von mehr als 125 Kräutern, von denen viele medizinisch verwendet werden können.
Die Andersen-Statue im Märchenhafen
Hans Christian Andersen ist der wohl bekannteste Sohn der Stadt. Die bronzene Statue, geschaffen von Louis Hasselriis, wurde 1888 enthüllt und 1949 an ihren heutigen Platz im sogenannten Märchenhafen hinter der Kathedrale versetzt.
Rathaus und Flakhaven
Das heutige Rathaus von Odense stammt aus den Jahren 1881–1883; die Planung lief über die Architekten Herholdt und Lendorf. Das Gebäude wurde im italienisch-neugotischen Stil anstelle eines älteren Rathauses aus dem 15. Jahrhundert errichtet. 1937 kam eine Erweiterung von B. Helweg‑Møller hinzu.
Der Platz Flakhaven vor dem Rathaus ist mit moderner Kunst gestaltet. Von dort fällt der Blick auf die Spitze der Sankt Alban‑Kirche, in deren Nähe König Knut und seine Gefährten getötet wurden.
Der einbeinige Zinnsoldat
Eine weitere kleine, beliebte Figur in Odense ist die Statue des Zinnsoldaten mit einem Bein – ein Verweis auf Andersens Märchen. Kleine Pfähle rund um die Skulptur zeigen die Silhouette des Soldaten und erinnern an die 25 Zinnsoldaten aus der Geschichte.
Odense Stadtmuseum (Møntergården) und das historische Quartier
Das Stadtmuseum vermittelt die Geschichte Odenses und Fünen vom Mittelalter bis zur Renaissance. Es ist in einem roten Hause aus dem Jahr 1631 untergebracht. Hinter dem Museum öffnet sich ein malerischer Innenhof mit weiteren historischen Häusern.
Nur wenige Schritte entfernt liegt das Museumskomplex Møntergården. Beim Gang dorthin passiert man restaurierte Häuser des 16. und 17. Jahrhunderts, unter anderem ein Haus von 1646 und die Tore eines ehemaligen Hospizes.
Møntergårdens Ausstellungen
Der Hauptbau widmet sich in Ausstellungen lokalen Perspektiven auf große Themen: vor‑vikingische Religionen, die Folgen der Industrialisierung auf die Insel, der Zweite Weltkrieg, der Kalte Krieg und die Entwicklung Fünen als landwirtschaftlicher Garten Dänemarks. Eine überdimensionale Apfelskulptur im Foyer verweist auf diese Identität.
Tipp: Es gibt Kombitickets, die auch den Hans‑Christian‑Andersen‑Museumseintritt sowie den Besuch des Autorenhauses abdecken.
H. C. Andersen Museum
Das interaktive H. C. Andersen Museum richtet sich an Erwachsene und Kinder. Die Ausstellungen verknüpfen Leben und Werk des Dichters mit Objekten, persönlichen Gegenständen und künstlerischen Interpretationen seiner Märchen.
Hans Jensens Stræde: Andersens Geburtshaus
Das ockerfarbene Geburtshaus Andersens stammt aus dem Jahr 1805 und steht an der Ecke Hans Jensens Stræde. Zu seiner Geburt gehörte dieses Viertel zu den ärmeren der Stadt. In der Zeit lebten bis zu fünf Familien in dem Haus.
Das Innere ist als Museum erhalten und zeigt, wie das Alltagsleben zur Zeit Andersens ausgesehen hat.
Brandts – Zentrum für Kunst und Kultur
Das Museum Brandts bietet wechselnde Ausstellungen mit zeitgenössischer und klassischer Kunst sowie eine bekannte Fotosammlung. Internationale Künstler und Fotografinnen sind hier regelmäßig vertreten – ein Ziel für Kunstinteressierte.

Medienmuseum Odense
Im selben ehemaligen Industriekomplex wie Brandts befindet sich das Medienmuseum. Es dokumentiert die Rolle der Medien in Odense mit einer umfangreichen Sammlung von mehr als 100.000 Objekten: Zeitungen, Anzeigen, Illustrationen, Pressefotos, Druckpressen sowie alte Fernseher und Radios.
Brandts Passage – Einkaufsstraße mit Industriecharme
Die Brandts Passage ist eine beliebte Einkaufsstraße mit Fachgeschäften und Cafés. Ein blaues Schild an einem weißen Fabrikgebäude erinnert an die frühere Textilproduktion, die hier zentral war.
Time Collection – Wohnräume vergangener Jahrzehnte
Die Time Collection führt Besucher durch originalgetreu eingerichtete Zimmer von 1900 bis in die 1980er Jahre. Jede Dekade ist mit authentischen Möbeln ausgestattet; Besucher dürfen sich setzen, Gegenstände anfassen und teilweise Kleidung anprobieren.
Munke Mose – Flusspark im Herzen der Stadt
Der Park Munke Mose am Fluss ist eine grüne Oase und ein beliebter Ort für Spaziergänge und Picknicks. Er bietet Ruhe mitten in der Stadt.

Bootsfahrten auf der Odense Å
Von einem Kiosk im Munke‑Mose‑Park starten einstündige Flussfahrten mit Odense Aafart. Man kann auch Ruderboote oder Tretboote mieten. Neben der klassischen Sommertour werden thematische Fahrten angeboten, etwa eine „verzauberte“ Tour mit Schauspielern, die Andersens Märchen ins Leben rufen.
Freilichtmuseum Fyn
Südlich des Stadtzentrums liegt das Freilichtmuseum „Fyns Landsby“ mit strohgedeckten Fachwerkhäusern, wie sie zur Zeit Andersens im 18. und 19. Jahrhundert standen. Insgesamt umfasst das Museum rund 25 historische Gebäude aus verschiedenen Dörfern der Insel.
Sanderumgaard – Landhaus und romantischer Garten
Das Landhaus Sanderumgaard wurde Anfang der 1870er Jahre von Architekt Hans J. Holm nahe Odense errichtet. Angeschlossen ist ein historischer, romantisch angelegter Garten, dessen Gestaltung in Teilen bereits zwischen 1793 und 1828 über Jahrzehnte hinweg entstand.
Ladby Wikingermuseum
Das Ladby‑Museum bewahrt eine einzigartige Fundstelle: in einem Hügel liegt ein rund 1.000 Jahre altes Wikingerschiff — das einzige Schiff, das noch im ursprünglichen Hügel begraben ist. In dem Grabhügel wurde offenbar ein lokaler Herrscher bestattet, zusammen mit 11 Pferden und mehreren Hunden.
Das Grab wurde 1935 ausgegraben; eine exakte Replik des Schiffs wurde 2016 zu Wasser gelassen und liegt in der Nähe des Hügels.
Funky Monkey Park – Hochseilkletterparcours
Wer schwindelfrei ist, findet im Funky Monkey Park Herausforderungen an Seilen, Leitern und Hängebrücken, sowohl am Boden als auch hoch in den Bäumen. Kinder müssen mindestens 1,20 Meter groß sein, um teilnehmen zu können.
Filmische Eindrücke
Für einen schnellen Überblick zeigt ein kurzes Video die schönsten Stellen Odenses aus der Luft und zu Fuß – ein guter Startpunkt, wenn Sie Ihre eigene Route planen möchten.













