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Copenhagen überrascht mit einer dichten Mischung aus königlicher Geschichte, lebendigen Vierteln und großzügigen Grünanlagen. Dieser Führer stellt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der dänischen Hauptstadt vor und gibt praktische Hinweise für den Besuch.
Ufer, Hafen und maritime Highlights
Nyhavn mit seinen bunten Fassaden gehört zu den bekanntesten Fotomotiven der Stadt. Die jahrhundertealten Häuser säumen den Kanal; an vielen Terrassen lässt sich das Treiben am Wasser beobachten. In der Nyhavn‑Adresse Nr. 20 wohnte Hans Christian Andersen zeitweise und schrieb dort mehrere seiner bekannten Märchen. Bootsfahrten bieten zudem eine eigene Perspektive auf den Hafen.

Nicht weit davon steht die kleine Bronzeplastik der Kleinen Meerjungfrau, seit 1913 am Ufer. Die Statue ist nur 1,25 Meter groß und zieht dennoch viele Besucher an — eine Bootstour ermöglicht oft eine gelassenere Sicht vom Wasser aus.
Kastellet, die sternförmige Festung aus dem 17. Jahrhundert, zählt zu den am besten erhaltenen Bollwerken Nordeuropas. Binnen der Mauern laden historische Kasernen, eine Windmühle und eine kleine Kapelle zum Entdecken ein.
Parks, Gärten und stille Orte
Direkt neben Kastellet liegt der Churchill‑Park, benannt zur Erinnerung an die britische Unterstützung während der Befreiung im Zweiten Weltkrieg. Im Park findet sich auch die eindrucksvolle Gefion‑Brunnen mit ihrer Bezugnahme auf nordische Legenden.
Wer Erholung sucht, sollte die Gärten des Schlosses Rosenborg nicht auslassen. Der früher königliche Palast ist heute Museum und beherbergt unter anderem Teile der dänischen Kronjuwelen; die Schlossgärten sind ein beliebter Rückzugsort im Zentrum.
Etwas anders, aber ebenfalls grün und vielgenutzt: der Friedhof Assistens Kirkegård, Ruhestätte berühmter Dänen und zugleich Park für Anwohner und Besucher.
Königliche Residenzen und Parlamentsgebäude
Amalienborg besteht aus vier sehr ähnlichen Rokokopalästen rund um einen Ehrenplatz. Die Wachablösung auf dem Platz ist ein beliebtes Schaulaufen. Der Komplex gibt Einblick in die königliche Wohnkultur.
Christiansborg auf Slotsholmen vereint Museum, Parlamentsräume und Teile der Justiz. Das Gebäude wurde im neo‑barocken Stil errichtet und ist für Besucher geöffnet; dort lassen sich historische Kutschen sowie repräsentative Räume besichtigen.
Vergnügen, Kultur und Museen
Tivoli, gegenüber dem Hauptbahnhof, wurde 1843 eröffnet und verbindet Vergnügungspark mit promenadenartiger Gartenanlage. Neben Karussells und mehreren Achterbahnen gibt es Theater, Restaurants und eine abendliche Beleuchtung, die besonders stimmungsvoll wirkt.

Das Nationalmuseum bietet einen umfassenden Überblick zur dänischen Geschichte – von der Wikingerzeit bis zur Neuzeit. Ebenfalls sehenswert ist die Glyptothek Ny Carlsberg, wo vor allem Skulpturen und impressionistische Gemälde ausgestellt sind.
Die Rundetårn am Stadtzentrum beeindruckt durch ihren spiralförmigen Innenweg statt einer Treppe. Im Turm befindet sich unter anderem ein historisches Observatorium; die Aussicht über die Dächer der Stadt lohnt den Aufstieg.
Für Familien und Literaturinteressierte gibt es das Hans‑Christian‑Andersen‑Haus, das Andersens Leben und seine Märchen multimedial erzählt. Wer Biergeschichte mag, kann die historische Carlsberg‑Brauerei besuchen: Führungen zeigen die Anfänge der Brauerei aus dem Jahr 1847 und enden meist mit einer Kostprobe.
Lebendige Stadtviertel und Märkte
Die Fußgängerzone Strøget ist die Haupteinkaufsstraße mit einer Mischung aus großen Marken, kleinen Läden und Straßendarstellern. Abends sorgt die Beleuchtung für eine lebendige Atmosphäre.
Christiania im Stadtteil Christianshavn ist ein selbstverwaltetes, alternatives Viertel mit viel Street‑Art. Besucher sollten beachten, dass Fotografieren nicht überall erwünscht ist und dass Teile des freien Gebiets eine offene Drogenkultur zeigen; das macht Christiania zu einem Ort, den man bewusst entdecken oder mit Kindern meiden kann.
Auf Refshaleøen liegt Reffen, ein großer Street‑Food‑Markt in einer ehemaligen Industriezone. Etwa 50 Anbieter servieren internationale Speisen in lockerer Atmosphäre mit Blick aufs Wasser.
Ein ungewöhnliches Kunstprojekt sind die „Vergessenen Riesen“ des Künstlers Thomas Dambo: aus Recyclingmaterial gefertigte Riesen, die in Naturräumen rund um Kopenhagen versteckt sind und zum Entdecken einladen.
Essen, Trinken und dänische Spezialitäten
In Kopenhagen lohnt es sich, typische Gerichte zu probieren: Das offene Roggenbrot‑Sandwich Smørrebrød, eingelegter Hering, die dänischen Fleischklöße Frikadeller und nicht zuletzt die lokalen Hot‑Dog‑Stände mit der roten pølse. Bier spielt ebenfalls eine große Rolle — Carlsberg zählt zu den bekanntesten Marken aus Dänemark.
Aktiv unterwegs
Copenhagen ist ein Fahrradparadies: breite Radwege führen fast überallhin. Es gibt zahlreiche Verleihstationen sowie geführte Touren, von klassischen Stadtrundfahrten bis zu kulinarischen Radtouren. Organisierte Radtouren starten preislich oft ab etwa 50 €.
Sparen, Tickets und Übernachtungstipps
Für Besucher lohnt sich die Copenhagen City Card: Sie gewährt Zutritt zu vielen Museen, freie Nutzung des ÖPNV und oft auch Bootsfahrten. Die Karte ist für Zeiträume von 24 bis 120 Stunden verfügbar und kann online gekauft werden.
Wer in der Stadt übernachten möchte, findet ein breites Angebot. Als Beispiel werden das umweltzertifizierte Hotel Axel Guldsmeden und das preiswerte Bedwood Hostel genannt; Zimmerpreise variieren stark, von günstigen Betten in Hostels bis zu komfortablen 4‑Sterne‑Hotels.
Praktische Hinweise
Viele Attraktionen lassen sich mit kurzen Wegen kombinieren: Nyhavn, Kleine Meerjungfrau, Kastellet und Churchill‑Park liegen nahe beieinander. Für beliebte Sehenswürdigkeiten sind Online‑Tickets empfehlenswert, um Wartezeiten zu vermeiden. Bootsfahrten und geführte Touren sind eine gute Ergänzung, wenn Sie die Stadt vom Wasser oder unter fachkundiger Leitung erleben möchten.
Diese Auswahl bietet einen Überblick über Copenhagens Vielfalt – von königlichen Prunkstätten über grüne Rückzugsorte bis zu lebendigen Straßenmärkten. Planen Sie je nach Interesse lieber etwas mehr Zeit für Museen, Standorte außerhalb des Zentrums oder entspannte Hafenstreifen ein.













