Eurocontrol warnt: Zahl der Flugverspätungen bleibt anhaltend hoch

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Nach einer von Gewittern und Starkwinden geprägten Woche warnt die europäische Flugsicherungsorganisation Eurocontrol vor anhaltend hohem Druck auf den Luftverkehr. Zwischen dem 24. und 30. August waren in Europa fast 60.000 Flüge von einschränkenden Maßnahmen der Flugverkehrskontrolle betroffen.

Belastung, Zahlen und Verspätungen

In der betrachteten Woche registrierte Eurocontrol, dass insgesamt 59.959 Flüge Beeinträchtigungen erfuhren. Das entspricht im Tagesdurchschnitt rund 8.566 Flügen und etwa 23 Prozent aller Flüge in diesem Zeitraum.

Die durch Maßnahmen der Flugsicherung verursachten Verzögerungen stiegen im Vergleich zur Vorwoche um 23 Prozent. Im Schnitt summierten sich die zusätzlichen Wartezeiten auf 4,25 Minuten pro Flug. Dabei entfielen im Mittel 3,45 Minuten auf den Streckenverkehr und 0,80 Minuten auf Flughäfen.

Auch die Pünktlichkeit litt: Nur noch 69 Prozent der Flüge erreichten ihr Ziel planmäßig. Das waren 2,6 Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche und 2,7 Punkte weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Unwetter als treibende Kraft

Eurocontrol macht schwere Wetterlagen als Hauptursache für die zusätzlichen Verzögerungen aus. Allein am Freitag, dem 28. August, summierten sich die wetterbedingten Verzögerungen im europäischen Streckennetz auf rund 200.000 Minuten – knapp 3.300 Stunden.

Dunkle Gewitterwolken und Blitze über dem Luftraum
Schwere Wetterlagen wie Gewitter waren Hauptursache für die Verzögerungen

Die Organisation hebt zugleich hervor, dass spezielle Verfahren zur Kapazitätsnutzung bei schwierigen Bedingungen viele zusätzliche Verzögerungen verhindert haben. Seit Jahresbeginn sollen auf diese Weise etwa drei Millionen Minuten an Wartezeit vermieden worden sein.

Volles Netz und regionale Rekorde

Trotz der Störungen blieb das Verkehrsaufkommen hoch. Zwischen dem 24. und 30. August wurden durchschnittlich 36.581 Flüge pro Tag abgewickelt. Das ist 0,6 Prozent mehr als in der Vorwoche und 2,3 Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum 2025. Für den Sommer insgesamt nennt Eurocontrol ein Plus von 2,4 Prozent.

Eine Entspannung der Lage sei vorerst nicht zu erwarten, heißt es weiter. Besonders stark frequentiert ist die Südostachse des Netzes. Hier wurden neue Verkehrsrekorde gemeldet, unter anderem in Verbindungen mit der Türkei, Rumänien und Armenien sowie bei der britischen Airline Jet2.

Von Christian Schmicke

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