Alternative zum überfüllten Gardasee: Ruhigerer See mit stärkerem Italien-Flair

Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen

Wer dem Gedränge an Gardasee und Iseosee entfliehen will, findet nördlich davon einen weniger bekannten Rückzugsort: den Lago di Tovel im Trentino. Der kleine Bergsee bietet klares Wasser, Bergkulisse und im Herbst ein spektakuläres Farbenspiel.

Bergsee im Schutz des Adamello Brenta

Der Lago di Tovel liegt eingebettet im Naturpark Adamello Brenta und wird von den steilen Wänden der Brenta-Dolomiten eingerahmt. Auf etwa 1.178 Metern Höhe misst der See kaum einen Kilometer in der Länge; seine mittlere Tiefe beträgt rund 21 Meter.

Der Lago di Tovel eingebettet zwischen steilen Dolomitenwänden
Der Lago di Tovel liegt geschützt im Adamello Brenta, umgeben von steilen Felsen.

Seine Wasserfarbe variiert zwischen Blau- und Grüntönen. Manche Besucher vergleichen den Anblick sogar mit karibischen Nuancen — ein ungewöhnlicher Effekt für einen Bergsee im Trentino.

Warum der Herbst besonders reizvoll ist

Im Herbst zeigt sich der Lago di Tovel von seiner fotogensten Seite: Laubwälder in Rot-, Orange- und Gelbtönen spiegeln sich im klaren Wasser und sorgen für starke Farbkontraste. Gleichzeitig nimmt die Besucherdichte ab, sodass Ruhe und Aussicht besser zur Geltung kommen.

Herbstliche Laubwälder spiegeln sich im klaren Wasser des Sees
Im Herbst spiegeln sich rote und orange Blätter im Wasser des Lago di Tovel.

Um den See führt ein etwa vier Kilometer langer Rundweg, der überwiegend flach verläuft. Wer gemütlich geht, schafft die Runde in knapp anderthalb Stunden; an der Westseite gibt es einige Treppenstufen, die den Weg leicht anspruchsvoller machen.

Praktische Hinweise für Besucher

Baden ist an mehreren flachen Stellen möglich, für die meisten Besucher im Herbst allerdings eine kalte Angelegenheit. Für Verpflegung am Ufer sorgen unter anderem das Chalet Tovel und das Hotel Lago Rosso.

Der Lago di Tovel liegt im Naturschutzgebiet: Hunde sind willkommen, müssen aber angeleint bleiben. Bei der Anreise per Auto ist mit einer Parkgebühr zu rechnen.

Der See ist bis zum ersten Schneefall erreichbar. Danach wird die Zufahrtsstraße gesperrt und erst im Frühjahr nach einer geologischen Prüfung wieder freigegeben.

Geben Sie Ihr Feedback

★★★★★

Seien Sie der Erste, der dieser Beitrag bewertet
oder hinterlassen Sie eine detaillierte Bewertung



breitengrad53.de ist ein unabhängiges Medium. Unterstützen Sie uns, indem Sie uns zu Ihren Google News Favoriten hinzufügen:

Kommentar posten

Kommentar veröffentlichen