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- 1. Museum für Naturkunde
- 2. Alte Nationalgalerie
- 3. Berlin Story Bunker
- 4. Deutsches Technikmuseum
- 5. Topographie des Terrors
- 6. Neues Museum
- 7. Ethnologisches Museum im Humboldt Forum
- 8. Futurium
- 9. Museum für Kommunikation
- 10. Neue Nationalgalerie
- 11. Jüdisches Museum Berlin
- 12. DDR Museum
- 13. C/O Berlin
- 14. Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
- 15. Pergamonmuseum
Berlin gilt nicht nur als Partyhauptstadt, sondern auch als eines der reichweitenstärksten Museumszentren Europas. Von Dinosaurierskeletten über antike Riesenbauten bis zu provokativer Gegenwartskunst: Diese 15 Häuser zeigen, wie vielfältig Kultur in der Hauptstadt ist — und warum ein Museumsbesuch in Berlin für fast jeden Geschmack etwas bereithält.
1. Museum für Naturkunde
Das Museum für Naturkunde in Berlin-Mitte ist das größte Naturkundemuseum Deutschlands und zieht jährlich rund 700.000 Besucher an. Der Altbau aus dem 19. Jahrhundert beherbergt Teile einer Sammlung mit rund 30 Millionen Objekten; öffentlich ausgestellt sind derzeit etwa 10.000 Stücke.
Für die meisten Gäste ist die Saurierwelt das zentrale Erlebnis: Im Lichthof steht mit dem Giraffatitan brancai das größte montierte Dinosaurierskelett der Welt, das bereits im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet wurde. Außerdem ist seit 2015 der T‑Rex „Tristan Otto“ zu sehen. Langfristig sollen die Ausstellungsflächen deutlich erweitert und ein zusätzlicher Standort in Adlershof eröffnet werden.
2. Alte Nationalgalerie
Die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel ist Teil des UNESCO‑Weltkulturerbes. Der klassizistische Tempelbau geht auf Entwürfe von Friedrich August Stüler zurück; eröffnet wurde das Haus 1876.
Gezeigt wird vor allem Kunst aus der Spätaufklärung bis zur frühen Moderne. Die Sammlung umfasst etwa 2.000 Gemälde und 2.000 Skulpturen, wobei in der Dauerausstellung nur ein Teil präsentiert wird. Zu den berühmten Werken zählen Auguste Rodins „Der Denker“ und Caspar David Friedrichs „Mönch am Meer“.
3. Berlin Story Bunker
Im ehemaligen Luftschutzbunker von 1942 im Bezirk Friedrichshain‑Kreuzberg beleuchtet das unterirdische Haus in einer mehrteiligen Ausstellung die Mechanismen, die zum Aufstieg des Nationalsozialismus führten. Die Schau „Hitler – wie konnte es geschehen?“ erstreckt sich über drei Ebenen und rund 3.000 Quadratmeter.
Darüber hinaus dokumentiert ein Abschnitt die deutsche Nachkriegsgeschichte bis in die Gegenwart. Zum Komplex gehört auch ein Ukraine Museum, das die Folgen des russischen Angriffskriegs thematisiert und laufend mit neuen Exponaten ergänzt wird.
4. Deutsches Technikmuseum
Am historischen Gleisdreieck in Kreuzberg widmet sich das Deutsche Technikmuseum technischen Entwicklungen aus Verkehr, Produktion und Wissenschaft. Das Haus, 1983 eröffnet und bis 1996 noch unter dem Namen „Museum für Verkehr und Technik“ geführt, umfasst auch das angeschlossene Science Center Spectrum.
Die Dauerausstellungen reichen von Eisenbahn und Schifffahrt bis zu Druck‑ und Filmtechnik sowie Chemie. Ergänzt wird das Programm durch interaktive Sonderausstellungen, Workshops und Experimente — von Robotik bis zu Demonstrationen bei extrem niedrigen Temperaturen.
5. Topographie des Terrors
Auf dem Gelände des ehemaligen Gestapo‑Hauptquartiers dokumentiert dieses Zentrum die Rolle von SS und Polizei im „Dritten Reich“ und die von ihnen begangenen Verbrechen. Die Dauerausstellung gliedert sich in fünf Themenbereiche, die von der Machtübernahme bis zur Nachkriegszeit führen.
Außen auf dem Gelände finden Besucher ein Freilichtmuseum mit 15 Stationen und den sogenannten Ausstellungsgraben entlang der Niederkirchnerstraße. Der Eintritt zu allen Ausstellungen und Außenbereichen ist kostenfrei.
6. Neues Museum
Das zwischen 1843 und 1855 errichtete Neue Museum auf der Museumsinsel zeigt unter anderem das Ägyptische Museum mit der global beachteten Büste der Nofretete. Nach schweren Kriegsschäden wurde das Haus aufwendig restauriert und von David Chipperfield zeitgemäß neu gestaltet.
Die Sammlungen im Inneren — von der Vorgeschichte bis zur Antike — verknüpfen Funde aus dem Vorderen Orient, Nordafrika und Europa. Das Museum ist zudem wiederholt Gegenstand von Debatten über Provenienz und Rückgabe historischer Objekte, insbesondere der Nofretete.
7. Ethnologisches Museum im Humboldt Forum
Mit rund einer halben Million Objekten gehört das Ethnologische Museum zu den größten Sammlungen seiner Art. Seit dem Umzug ins Humboldt Forum werden Exponate aus Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien in einem neuen, interdisziplinären Ausstellungskonzept gezeigt.
Das Haus nimmt zugleich aktiv die eigene Rolle im kolonialen Kontext in den Blick und sucht Kooperationen mit Herkunftsländern, um unterschiedliche Perspektiven auf die Sammlungsobjekte zu ermöglichen. Zu den Highlights zählen unter anderem eine Federmadonna aus Mexiko, ein Auslegerboot von den Salomonen und Gedenkköpfe aus Benin.
8. Futurium
Das Futurium versteht sich weniger als klassisches Museum denn als Experimentierfeld für Zukunftsfragen. Auf mehr als 5.000 Quadratmetern wechselt hier interaktive Ausstellung Wissen mit einem Lab‑ und Veranstaltungsbereich ab.
Die Präsentationen beleuchten Beziehungen von Mensch, Natur und Technologie; im Futurium Lab können Besucher selbst an Maschinen wie 3D‑Druckern oder Robotern arbeiten. Der Besuch ist kostenlos.
9. Museum für Kommunikation
Im ehemaligen Reichspostministerium führt das 1872 gegründete Museum für Kommunikation durch rund 40.000 Jahre Austauschgeschichte. Auf etwa 3.000 Quadratmetern sind knapp 2.000 Exponate versammelt.
Zu den bemerkenswerten Objekten gehören die Briefmarke „Blaue Mauritius“, ein frühes Telefon von Philipp Reis sowie eine Enigma‑Chiffriermaschine. Viele Stationen laden zum Ausprobieren ein — von Rohrpost bis zu interaktiven Vermittlungsangeboten für Familien und Schulklassen.
10. Neue Nationalgalerie
Das 1968 eröffnete Gebäude der Neuen Nationalgalerie nahe dem Potsdamer Platz gilt als Meilenstein moderner Architektur von Ludwig Mies van der Rohe. Nach einer umfangreichen Sanierung ist der Bau wieder in seiner klaren Form erlebbar.
Gezeigt wird Kunst des 20. Jahrhunderts mit Werken europäischer und amerikanischer Künstler wie Pablo Picasso, Max Beckmann, Andy Warhol oder Gerhard Richter. Weil die Bestände den verfügbaren Raum übersteigen, werden die Sammlungspräsentationen regelmäßig gewechselt; ein Erweiterungsbau ist geplant.
11. Jüdisches Museum Berlin
Der markante Zickzack‑Bau von Daniel Libeskind macht das Jüdische Museum zu einer architektonischen Landmarke. Das Haus macht Brüche und Kontinuitäten deutsch‑jüdischer Geschichte räumlich erfahrbar.
Die Dauerausstellung „Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland“ erstreckt sich über mehr als 3.500 Quadratmeter und verbindet historische Objekte mit interaktiven Formaten. Das Museum plant für 2026 ein umfangreiches Programm anlässlich seines 25‑jährigen Bestehens.
12. DDR Museum
Gegenüber dem Berliner Dom lädt das DDR Museum zu einer sehr anschaulichen Zeitreise in den Alltag der ehemaligen DDR ein. Auf mehr als 1.000 Quadratmetern gehen die Exponate von Schule und Arbeit bis zu Mauer und Staatssicherheit.
Besonders beliebt sind eine originalgetreue Plattenbauwohnung und eine Trabi‑Fahrsimulation. Das Museum betreibt außerdem ein großes Depot mit inzwischen über 400.000 Objekten, das seit 2025 in Marzahn im Rahmen öffentlicher Führungen zugänglich ist.
13. C/O Berlin
Im Amerikahaus am Zoologischen Garten widmet sich C/O Berlin ausschließlich wechselnden Ausstellungen zur Fotografie und visuellen Kultur. Das private Ausstellungshaus präsentiert international bekannte Fotografen ebenso wie jüngere Positionen der Bildwelt.
Das Programm umfasst Ausstellungen, Führungen, Workshops und spezielle Angebote für Nachwuchskünstler.
14. Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
Der ehemalige Bahnhofsraum des Hamburger Bahnhofs ist heute das größte Haus der Berliner Nationalgalerie und zeigt Kunst ab den 1960er‑Jahren. Auf etwa 10.000 Quadratmetern finden vor allem großformatige Installationen und multimediale Arbeiten Platz.
Werke von Andy Warhol, Roy Lichtenstein oder Gerhard Richter gehören zu den Blickfängern. Zum 30‑jährigen Bestehen 2026 plant das Museum ein umfangreiches Jubiläumsprogramm mit Sonderausstellungen, Konzerten und einem langen Museumswochenende.
15. Pergamonmuseum
Die Kombination aus monumentalem Ausstellungsbau und spektakulären Rekonstruktionen macht das Pergamonmuseum zu einem der bekanntesten Museen Deutschlands. Unter einem Dach vereint es die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst.
Zu den Highlights zählen der rund 35 Meter breite Pergamonaltar, das 14 Meter hohe Ischtar‑Tor und die Prozessionsstraße von Babylon. Das Gebäude, ursprünglich von Alfred Messel entworfen, befindet sich derzeit in umfangreichen Sanierungsphasen: Der erste Bauabschnitt soll wiedereröffnet werden — weitere Teile bleiben voraussichtlich bis 2037 geschlossen.












