Düsseldorf kompakt – neun Sehenswürdigkeiten der Rheinmetropole

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Düsseldorf verbindet Rheinromantik, traditionelle Kneipenkultur und moderne Architektur auf engstem Raum. Diese Übersicht stellt neun Orte vor, die das Gesicht der Stadt prägen und Besuchern schnell ein Gefühl für die Vielfalt der Landeshauptstadt geben.

Düsseldorfer Altstadt: Historisches Zentrum mit lebendiger Szene

Enge Gassen, reiche Geschichte und zahlreiche Ausgehmöglichkeiten — in der Altstadt trifft sich, was Düsseldorf ausmacht. Beim Spaziergang entdeckt man kleine Kirchen mit überraschenden Innenräumen, etwa die Berger Kirche mit einem auffälligen Altar von Tobias Rehberger.

Am Marktplatz blicken Besucher auf die Reiterstatue des Kurfürsten Jan Wellem und das alte Rathaus, dessen Kern aus dem 16. Jahrhundert stammt. Der am Rhein gelegene Burgplatz wird vom Schlossturm dominiert, dem letzten Überrest der einst hier stehenden Schlossanlage.

Abends füllen sich die Straßen mit Gästen: Über 300 Brauhäuser, Kneipen und Bars sorgen für eine dichte Gastroszene. Typische Kostproben sind das lokale Altbier und Gerichte wie Himmel un Äd; als Abschluss reicht man oft den Kräuterlikör Killepitsch.

Rheinuferpromenade: Die Bühne am Fluss

Die Promenade am Rhein wurde zwischen 1990 und 1997 angelegt und gilt als zentraler Treffpunkt der Stadt. Vom Ufer aus eröffnet sich ein häufiger Blick auf die Skyline, besonders stimmungsvoll bei Sonnenuntergang.

Im Sommer bevölkern Einheimische und Gäste die Stadtstrände, Liegewiesen und Kasematten. Sport, entspannte Spaziergänge und regelmäßig stattfindende Konzerte oder Festivals machen die Promenade zur lebendigen Lebensader Düsseldorfs.

Medienhafen: Bühne für zeitgenössische Architektur

Aus dem früheren Hafenareal ist ein kreatives Quartier geworden: Im Medienhafen stehen markante Gebäude von Architekten wie Frank Gehry, Steven Holl, Hadi Teherani und David Chipperfield. Die Fassaden kombinieren Glas, Stahl und unkonventionelle Formen.

Hinter der spektakulären Fassade haben sich über 800 Medienunternehmen, Agenturen und Start-ups angesiedelt. Tagsüber prägen Büros, Galerien und Restaurants das Bild; abends entwickeln die Bars und Clubs ein lebhaftes Nachtleben (medienhafen.de).

Rheinturm: Aussicht, Restaurant und Stadtzeichen

Der Rheinturm ragt 240,5 Meter in die Höhe und gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Düsseldorfs. Auf 172 Metern sitzt das japanische Restaurant QOMO, das sich innerhalb von 72 Minuten einmal vollständig dreht.

Unterhalb des Restaurants befindet sich eine Aussichtsplattform mit Bar, die per Fahrstuhl erreichbar ist. Der Eintritt liegt bei 12,50 Euro; ab 20 Uhr gelten ermäßigte Tarife (rheinturm.de).

Kunstpalast und NRW-Forum: Kultur im Ehrenhof

Der Ehrenhof ist das kulturelle Herz der Stadt. Hier steht der Kunstpalast, ein neobarocker Komplex mit Sammlungen von Lucas Cranach bis Gerhard Richter und jüngsten Erweiterungen, zuletzt 2023.

Direkt nebenan widmet sich das NRW-Forum zeitgenössischer Kultur, Fotografie und digitalen Themen. Wechselnde Ausstellungen greifen auch Popkultur und aktuelle Trends auf (kunstpalast.de, nrw-forum.de).

Little Tokyo: Das Japanische Viertel

Zwischen Hauptbahnhof und Königsallee liegt Düsseldorfs Japanisches Viertel, oft „Little Tokyo“ genannt. Die hier lebende Community zählt zu den größten in Europa.

Entlang der Immermannstraße und Klosterstraße reihen sich Sushi- und Ramen-Lokale, asiatische Supermärkte, Manga-Shops und Karaoke-Bars. Abends bilden sich vor beliebten Restaurants häufig Warteschlangen; eine Reservierung kann sich lohnen. Im Nordpark ergänzt der Japanische Garten das kulturelle Angebot.

Schloss Benrath: Rokoko-Pracht und Gartenkunst

Schloss Benrath entstand zwischen 1756 und 1772 nach Plänen von Nicolas de Pigage und gilt als eines der schönsten Gartenschlösser Deutschlands. Das Gebäude leuchtet in Rosa- und Weißtönen und liegt eingebettet in einen weitläufigen Park, der bis zum Rhein reicht.

Das zentrale Mittelhaus zeigt Interieurs und Möbel des 18. Jahrhunderts. In den Flügeln sind ein Naturkundemuseum und das Museum für Europäische Gartenkunst untergebracht. Führungen zu speziellen Themen öffnen seltene Einblicke in Hinterzimmer und Dienstbotenbereiche. Im Sommer stehen oft Open-Air-Konzerte auf dem Programm (schloss-benrath.de).

Königsallee: Luxusmeile mit Gründerzeitflair

Die Königsallee, kurz „Kö“, ist eine der bekanntesten Einkaufsstraßen Deutschlands. Seit 1994 steht die Prachtstraße unter Denkmalschutz; der von Kastanien gesäumte Kanal und historische Straßenaccessoires prägen das Bild.

Markenboutiquen und kreativ gestaltete Schaufenster ziehen Modeinteressierte ebenso an wie Schaulustige. Besonders samstags zeigt sich die Straße als Schauplatz für Stil und internationale Gäste (koenigsallee-duesseldorf.de).

Hofgarten: Grüne Lunge mit historischen Spuren

Der Hofgarten ist Düsseldorfs ältester öffentlicher Park. Sein ältester Teil wurde 1769 im französischen Stil angelegt und ab 1804 nach Plänen von Maximilian Friedrich Weyhe im englischen Landschaftsstil erweitert.

Heute verbindet die Anlage Wasserflächen, Alleen und Wiesen mit Sehenswürdigkeiten wie dem Schlossturm und dem Schloss Jägerhof samt Goethe-Museum. Spielplätze, Boulevards und regelmäßige Märkte oder Veranstaltungen machen den Hofgarten zu einem beliebten Treffpunkt.

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