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Die Sommersaison bringt für Teile Spaniens unerwartete Schwankungen: Auf den Kanarischen Inseln gehen die Hotelbuchungen deutlich zurück, während Ibiza zwar Nachfrage hält, aber kürzere Aufenthalte und vermehrte Last‑Minute‑Buchungen verzeichnet. Insgesamt kamen im zweiten Quartal laut Berichten rund 164.000 Gäste weniger an.
Buchungslage auf den Atlantikinseln
Auf den Kanaren liegen die Vorabwerte für Juli und August spürbar unter dem Vorjahr. Das spanische Fachportal Preferente berichtet, dass die belegten Hotelkapazitäten in der Provinz Santa Cruz de Tenerife — also auf Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro — nur bei rund 64,6 Prozent der verfügbaren Betten liegen. Das sei knapp fünf Prozentpunkte weniger als im Jahr zuvor.

Teneriffa selbst erreichte demnach etwa 65,8 Prozent Belegung, La Palma rund 56,3 Prozent. Die Zahlen deuten auf eine gedämpfte Nachfrage in der Hauptreisezeit hin.
Preise puffern Einbußen ab
Finanziell fällt der Einbruch weniger dramatisch aus als die Gästezahlen vermuten lassen. Preferente nennt für Juni 5,66 Millionen Hotelübernachtungen auf den Kanaren — ein leichter Rückgang von 0,1 Prozent.
Gleichzeitig zogen die Raten an: Die Hotelpreise stiegen dem Bericht zufolge um etwa 4,2 Prozent, die Rentabilität um rund 4,6 Prozent. Auch die Ausgaben ausländischer Reisender wuchsen stärker als ihre Zahl, womit höhere Preise einen Teil der geringeren Nachfrage abfedern.
Ibiza: Nachfrage stabil, Buchungsverhalten ändert sich
Auf Ibiza zeigt sich ein anderes Muster. Die Gesamtabsatzlage sei im Großen und Ganzen stabil, schreibt Preferente, doch das Tempo des Buchungswachstums habe merklich nachgelassen. Besonders für den wichtigen August sei gegenüber 2025 kaum zusätzliche Dynamik erkennbar.

Prägnant ist der Trend zu Last‑Minute-Entscheidungen: Immer mehr Gäste reservieren kurzfristig, und die Aufenthaltsdauer verkürzt sich. Angesichts hoher Übernachtungspreise werden Buchende zudem wählerischer.
Balearen insgesamt stärker — Mallorca profitiert
Die Balearen entwickeln sich hingegen robuster. In der Woche der Sonnenfinsternis lagen die Hotelbuchungen laut Bericht etwa 19,1 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Für den gesamten August nennt Preferente ein Plus von rund 13,3 Prozent, wobei insbesondere Mallorca von dem Nachfrageanstieg profitierte.
Für Reisende und Anbieter bedeutet die aktuelle Lage vor allem eins: Flexibilität gewinnt an Bedeutung. Kurzfristige Buchungen und Preisanpassungen prägen den Markt, während sich die regionalen Unterschiede deutlich zeigen.












