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- Streymoy: Hauptstadt und kulturelles Zentrum
- Eysturoy: Berge und enge Fjorde
- Vágar: Tor zur Inselgruppe
- Mykines: Vogelparadies am äußersten Westen
- Kalsoy: schmale Insel mit markanter Leuchtturmwanderung
- Sandoy: flach, grün und entspannter Rhythmus
- Weitere Inseln im Überblick
- Praktische Reiseplanung
- Beste Reisezeit und Sicherheits‑ sowie Buchungshinweise
- Unterkunft und Basenwahl
- Kurzvorschlag für eine Rundreise
Die Färöer sind ein Archipel aus 18 Inseln – wilde Küsten, grüne Täler und winzige Dörfer wechseln sich ab. Wer zwischen den Inseln reisen möchte, sollte die Zugänglichkeit und die kurzen Saisonfenster kennen: manche Eilande erreichen Sie per Tunnel oder Brücke, andere nur mit Boot oder Helikopter.
Streymoy: Hauptstadt und kulturelles Zentrum
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Streymoy ist die größte und zentralste Insel der Färöer. Hier liegt Tórshavn, die kompakte Hauptstadt mit engen Gassen, grasbedeckten Dächern und älteren Holzbauten in den Vierteln Tinganes und Reyn. Trotz ihres historischen Flairs bietet die Stadt auch ein lebendiges Café- und Restaurantleben.
Außerhalb der Hauptstadt gibt es zahlreiche sehenswerte Ortschaften. In Saksun erleben Reisende ein einsames Tal mit einer kleinen weißen Kirche und traditionellen Torfhäusern. Tjørnuvík bietet Ausblicke auf die markanten Felsformationen Risin og Kellingin und die Wasserfälle in der Umgebung. Der historische Ort Kirkjubøur zeigt Ruinen aus dem 13. Jahrhundert und eine jahrhundertealte getäfelte Farm.
Wer Landschaft sucht, fährt auf die Höhenstraße Norðradalsskarð oder bucht eine Bootstour zu den imposanten Vestmanna‑Klippen, einem wichtigen Brutgebiet für Seevögel.
Eysturoy: Berge und enge Fjorde
Per Tunnel erreichbar von Streymoy liegt Eysturoy, die zweitgrößte Insel der Gruppe. Schroff aufragende Gipfel fallen hier steil in tiefe Fjorde ab. Der höchste Berg der Färöer, Slættaratindur (882 m), stellt bei klarer Sicht ein großartiges Panorama-Standziel dar.
Im Norden erkennt man das rauere Gesicht der Insel: Dörfer wie Eiði und das malerische Gjógv mit seiner engen Schlucht und traditionellen Holzhäusern sind typisch für die Region.
Vágar: Tor zur Inselgruppe
Der internationale Flughafen befindet sich auf Vágar, weshalb die Insel oft als Eingangstor zum Archipel bezeichnet wird. Vágar bietet dramatische Küsten, Wasserfälle und ruhige Dörfer.
Zu den Highlights zählt der See Sørvágsvatn, der durch eine optische Täuschung über der Küste zu schweben scheint, sowie die Kaskade Bøsdalafossur, die ins Meer stürzt. Außerdem ist die berühmte Múlafossur bei Gásadalur ein Muss für Besucher.
Vágar ist außerdem Ausgangspunkt für Ausflüge nach Mykines.
Mykines: Vogelparadies am äußersten Westen
Mykines liegt am westlichsten Rand der Färöer und ist nur per Boot oder Helikopter erreichbar – ausschließlich bei geeignetem Wetter. Die Insel ist vor allem wegen ihrer großen Papageitaucher‑Kolonien im Sommer bekannt; Fernglas ist empfehlenswert.

Zwischen Mai und August gilt eine Besucherbegrenzung von maximal 250 Personen pro Tag, um die Natur zu schützen. Außerhalb dieser Monate ist ein Besuch oft nicht möglich. Geführte Touren vor Ort sind ratsam, da sie Wege und Brutplätze schonen und sichere Routen zeigen.
Kalsoy: schmale Insel mit markanter Leuchtturmwanderung
Kalsoy, die schmale, rund 18 Kilometer lange „Flöte“ zwischen Eysturoy und Kunoy, wirkt von oben wie ein gezogener Streifen Land. Mehrere Tunnel verbinden die Siedlungen entlang der Insel.

Die steile Wanderung von Trøllanes zum Leuchtturm Kallur zählt zu den eindrücklichsten Spot‑Stops der Färöer und wurde international bekannt. Auf dem Weg lohnt ein Halt in Mikladalur bei der Statue der Kópakonan, der „Robbenfrau“.
Sandoy: flach, grün und entspannter Rhythmus
Im Gegensatz zu den nördlichen, gebirgigen Inseln präsentiert sich Sandoy eher flach und weiträumig. Die Landschaft eignet sich gut zum Radfahren und für entspannte Wanderungen.
Kleine Dörfer wie Skálavík und Skopun strahlen ruhigen Dorfcharme aus. Ein neues Tunnelprojekt, der Sandoyartunnilin, soll in Kürze eine direkte Verbindung nach Streymoy schaffen und die Erreichbarkeit der Insel verbessern.
Weitere Inseln im Überblick
Das Archipel umfasst 18 Inseln, von denen 17 dauerhaft bewohnt sind. Neben den oben beschriebenen gehören dazu:
- Borðoy mit Klaksvík, einem der wichtigsten Fischereizentren.
- Víðoy im Norden, Ausgangspunkt für die Wanderung zur Steilklippe Enniberg (ca. 754 m).
- Kunoy, rau und ruhig – ideal für Besucher, die Abgeschiedenheit suchen.
- Svínoy und Fugloy, sehr abgelegene Inseln, erreichbar bei passender Witterung per Boot oder Helikopter.
- Skúvoy, ein kleines, felsiges Refugium mit reicher Vegetation.
- Stóra Dímun, geprägt von steilen Basaltklippen und einer Familie, die die Insel bewirtschaftet.
- Lítla Dímun ist unbewohnt.
- Hestur und Koltur bieten Ruhe und traditionelle Lebensweise.
- Nólsoy liegt nur eine Bootsfahrt von Tórshavn entfernt und bewahrt viel lokalen Charakter.
Praktische Reiseplanung
Für eine lohnende Entdeckungstour empfehlen Reisende meist 10–14 Tage. In diesem Zeitraum lassen sich drei bis fünf Inseln in Ruhe besuchen, inklusive Wanderungen und Bootsausflügen.
Die häufigste Anreise erfolgt per Flugzeug über Kopenhagen nach Vágar. Vom Flughafen sind es rund 45 Minuten Fahrt bis Tórshavn. Wer mit dem eigenen Auto anreisen möchte, kann eine Fährverbindung ab Hirtshals (Dänemark) zur Hauptstadt nutzen; diese Option braucht jedoch deutlich mehr Zeit und Planung.
Beste Reisezeit und Sicherheits‑ sowie Buchungshinweise
Die günstigste Reisezeit liegt zwischen Mitte Mai und Anfang September. Dann sind die Tage lang, Temperaturen liegen häufig zwischen etwa 8 °C und 15 °C, und die Chancen auf Vogelbeobachtungen steigen.
- Im Voraus buchen: Fähren, Helikopterplätze und beliebte Touren sind vor allem im Sommer schnell ausgebucht.
- Wetterfest planen: Das Wetter kann abrupt umschlagen; Kleidungsschichten und wasserdichte Ausrüstung sind sinnvoll.
- Mobilität: Ein Mietwagen bietet große Flexibilität, ist aber auf manchen Verbindungen nicht notwendig.
- Stornierungen: Ausflüge können wetterbedingt ausfallen – behalten Sie alternative Pläne im Hinterkopf.
Unterkunft und Basenwahl
Die Wahl des Aufenthaltsortes bestimmt oft den Charakter der Reise. Tórshavn ist die praktischste Basis für Streymoy und Eysturoy. Wer die West‑Highlights wie Múlafossur oder Sørvágsvatn und einen Ausflug nach Mykines plant, übernachtet besser auf Vágar.
Unterkünfte sind häufig familiär geführt, überwiegend klein und persönlich. Frühzeitige Reservierung erhöht die Chancen auf gewünschte Übernachtungen, besonders in der Hochsaison.
Kurzvorschlag für eine Rundreise
Ein mögliches Programm beginnt auf Vágar (Ruhe und Südküste), führt dann nach Mykines (Vogelbeobachtung), weiter nach Streymoy mit Tórshavn, von dort per Tunnel nach Eysturoy und schließlich in den Norden Richtung Borðoy/Klaksvík. Zum Abschluss kehrt man entspannt nach Vágar oder Tórshavn zurück, je nach Flugverbindung.
Die Färöer belohnen Rücksichtnahme: Wer Anreise, Wetterfenster und Besucherregeln beachtet, erlebt eine einzigartige Mischung aus rauer Natur, kleinen Gemeinden und intensiver Vogelwelt.











