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- Die Landschaft der Färöer
- Mykines – das Reich der Papageitaucher
- Vogelfelsen von Vestmanna
- Wasserfälle, die ins Meer stürzen
- Aufstieg zum Slættaratindur
- Vom See Sørvágsvatn zur Klippe Trælanípa
- Die Felsnadeln Drangarnir
- Risin und Kellingin – die Felsgestalten
- Aussichtspunkte und weitere Tipps
- Praktisches: Basis, Dauer und Übernachtung
Die Färöer sind ein Reiseziel für Naturliebhaber: schroffe Klippen, stille Fjorde, einsame Aussichtspunkte. Im Folgenden stellen wir sieben besonders sehenswerte Naturorte vor, die sich gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden lassen.
Die Landschaft der Färöer
Städte und Strände stehen hier nicht im Mittelpunkt. Stattdessen dominieren offene Täler, steil abfallende Küsten und zerklüftete Berggrate. Wer Ruhe, Wildnis und klare Luft sucht, findet auf den Inseln ein fast unberührtes Naturerlebnis.
Bekannt sind die Färöer für ihre Vogelkolonien, dramatischen Wasserfälle, fjordartige Einschnitte und kleine Dörfer, die sich in die Landschaft schmiegen. Ideal für Wanderer, Radfahrer und alle, die massentouristische Ziele meiden wollen.
Mykines – das Reich der Papageitaucher
Die Insel Mykines gilt als bester Ort der Färöer, um Papageitaucher aus nächster Nähe zu beobachten. Von Mai bis August brüten dort jährlich Tausende dieser markanten Vögel mit orangefarbenem Schnabel.

Wanderwege führen zu den Brutplätzen; für manche Besucher sind Führer oder Bootstransfers empfehlenswert, da die Wege teils steil sind und das Wetter schnell umschlagen kann.
Vogelfelsen von Vestmanna
Auch an der Westküste von Streymoy liegen bei Vestmanna beeindruckende Felswände, die Heim für zahlreiche Seevögel sind. Die typische Perspektive bietet sich vom Wasser aus: Boote fahren dicht an die Klippen heran und passieren Höhlen und enge Durchfahrten.
Solche Bootsfahrten sind eine der besten Möglichkeiten, die Kolonien aus sicherer Distanz zu erleben und die Geologie der Küste zu sehen.
Wasserfälle, die ins Meer stürzen
Wasserfälle gehören zu den eindrücklichsten Motiven der Inseln. Einige sind leicht erreichbar, andere erfordern eine längere Wanderung.

Besonders bekannt ist die Mulafossur auf der Insel Vágar: Sie fällt spektakulär von einer Klippe direkt in den Atlantik und bildet neben dem Dorf Gásadalur ein ikonisches Bild. Ebenfalls auf Vágar stürzt die Bøsdalafossur vom See Sørvágsvatn hinab ins Meer. Auf Streymoy liegt die Fossá, mit rund 140 Metern die höchste Wasserfallkaskade der Inselgruppe.
Aufstieg zum Slættaratindur
Der Slættaratindur ist mit etwa 880 Metern der höchste Gipfel der Färöer. Er erhebt sich im Norden von Eysturoy, oberhalb des Ortes Funningur.
Sein Name lässt es erahnen: Die Gipfelregion ist ungewöhnlich flach. Der Aufstieg ist anspruchsvoll, aber technisch meist gut machbar; in klaren Sommermonaten bieten sich weite Aussichten. Am längsten Tag des Jahres, dem 21. Juni, versammeln sich traditionell Menschen auf dem Berg, um das Lichtspiel zu erleben.
Wer unsicher ist, profitiert von einem erfahrenen Bergführer, besonders bei Nebel oder rutschigem Terrain.
Vom See Sørvágsvatn zur Klippe Trælanípa
Der See, der je nach Ort Sørvágsvatn oder Leitisvatn genannt wird, liegt auf Vágar. Der See wirkt, als hinge er über der Seeoberfläche – daher der Spitzname „hängender See“.
Mit einer Ausdehnung von rund 3,4 Kilometern ist er der größte See der Inselgruppe. Die spektakulärste Aussicht eröffnet sich an der Klippe Trælanípa. Parkplätze am Wanderstart liegen auf Privatgrund; gelegentlich wird eine kleine Gebühr erhoben.
Die Felsnadeln Drangarnir
Zwischen Vágar und der kleinen Insel Tindhólmur ragen die beiden markanten Felssäulen Drangarnir aus dem Meer. Die größere Säule heißt Stóri Drangur, die kleinere Lítli Drangur.
Sie gelten als eines der bekanntesten Naturmotive der Färöer. Zu erreichen sind sie entweder per Boot oder im Rahmen geführter Wanderungen ab Sørvágur; auch Aussichtspunkte weiter entfernt liefern eindrucksvolle Blicke.
Risin und Kellingin – die Felsgestalten
Vor der Nordküste von Streymoy erheben sich die beiden Felsnadeln Risin und Kellingin, deren Höhen mit etwa 71 und 69 Metern angegeben werden. Rund um diese Formationen ranken sich alte Sagen, die ihren Ursprung in der nordischen Mythologie haben.
Beliebte Aussichtspunkte liegen bei Tjørnuvík; von dort lässt sich das Paar gut beobachten, ebenso wie von mehreren anderen Standpunkten an der Nordküste.
Aussichtspunkte und weitere Tipps
Viele Panoramen erfordern kurze, teils steilere Anstiege, die sich lohnen. Ein bekanntes Ziel ist der Aussichtspunkt Hvítamar oberhalb von Funningur auf Eysturoy; von dort eröffnet sich ein Blick über den Fjord Funningsfjørður.
Weitere spektakuläre Stellen sind der Leuchtturm auf Kalsoy (Kallur) und die Lagune bei Saksun. Wer die Inseln erkundet, sollte Zeit für solche Fotostopps einplanen.
Praktisches: Basis, Dauer und Übernachtung
Für eine sinnvolle Erkundung empfiehlt sich mindestens eine Woche auf den Färöern. Obwohl die Inseln klein sind, brauchen Fahrten zwischen den Sehenswürdigkeiten Zeit.
Als Ausgangspunkt bietet sich Tórshavn an, wenn Sie Streymoy und Eysturoy besuchen möchten. Wer vor allem die Attraktionen auf Vágar sehen will – etwa Mulafossur, Sørvágsvatn oder die Fährverbindungen nach Mykines – kann dort übernachten. Zu den namentlich bekannten Unterkünften zählen das Hanghotel Faroýar bei Tórshavn und das gemütliche Cottage The View in Bøur.
Wer vorbereitet anreist, plant Routen nach Wetterlage und berücksichtigt mögliche Boots- und Führungsangebote für Vogel- und Klippenfahrten. So lassen sich die eindrücklichsten Stellen der Färöer sicher und intensiv erleben.












