Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
- Forsyth Park: grünes Herz der Altstadt
- Die 22 historischen Squares entdecken
- Pause im Starland Yard
- Architekturführungen und Stadtgeschichte
- Musikfestivals und Filmereignisse
- Süße Pause bei Leopold’s Ice Cream
- Über den Fluss: die Belles-Fähre
- Häuser mit Geschichten: Davenport House und Owens-Thomas
- Aktuelle Restaurants, die man probieren sollte
- Übernachten: drei unterschiedliche Adressen
- Was man vor der Reise lesen sollte
Savannah verpackt Geschichte, Architektur und Südstaatencharme auf kurzen Wegen – perfekt für ein autoloses Wochenendtrip. Wer Menschenmengen meiden möchte, plant im Winter; im Frühling und Herbst blühen Parks und Gärten besonders schön, der Sommer ist hingegen sehr heiß und feucht.
Forsyth Park: grünes Herz der Altstadt
Direkt an der Südgrenze des historischen Viertels liegt Forsyth Park — ein 30 Hektar großes Areal voller Rasenflächen, Spazierwege und Treffpunkte. Musiker, Hundebesitzer und Wochenmarktbesucher füllen den Park; saisonabhängig gibt es dort etwa Wassermelonen- oder Pekannuss-Stände.
Besonders sehenswert ist der Springbrunnen an der Nordseite, dessen Wasser jedes Jahr zu St. Patrick’s Day grün gefärbt wird. Im zentralen Bereich befindet sich der sogenannte Garden of Fragrance, wo Meyer-Zitronenbäume und Kapjasmin duften und taktile Schilder wie **Braille-Plaketten** für sehbehinderte Besucher integriert sind.
Die 22 historischen Squares entdecken
Savannahs Struktur baut auf 22 kleinen Plätzen auf, die sich meist in wenigen Minuten durchqueren lassen. Jeder Platz erzählt einen Teil der Stadtgeschichte: In Pulaski Square erinnert ein Marmordenkmal an Kämpfe der Amerikanischen Revolution, in Wright Square würdigt ein Felsen den Yamacraw-Häuptling Tomochichi.
Die Squares eignen sich für einen kompakten Rundgang oder als immer wiederkehrende Zwischenstopps beim Erkunden der Stadt. Wer Hintergründe zu Personen und Ereignissen wünscht, findet sowohl ausführliche Informationstafeln als auch zahlreiche geführte Touren.
Pause im Starland Yard
Nur etwa zehn Minuten zu Fuß vom Savannah African Art Museum entfernt liegt das familienfreundliche Starland Yard, ein freiluftliches Food-Court-Konzept. Drei feste Restaurants — darunter die neapolitanische Pizzeria Vittoria — teilen sich das Gelände mit wechselnden Foodtrucks.
Kinder spielen Cornhole, während Eltern entspannen und aus einer Auswahl an Street-Food-Optionen wählen: von Philly-Cheesesteaks bis zu puerto-ricanischen Gerichten.
Architekturführungen und Stadtgeschichte
Wer die Bauten der Stadt genauer verstehen will, nimmt an einer Führung mit Jonathan Stalcup teil, einem Absolventen des Savannah College of Art and Design. Seine 90-minütigen Spaziergänge beleuchten Details der georgianischen, federal- und regency-Stile und verknüpfen architektonische Merkmale mit Anekdoten über Bewohner und Baugeschichte.
Musikfestivals und Filmereignisse
Savannah ist reich an kulturellen Events: Das Savannah Music Festival findet über rund zwölf Tage Ende März bis Anfang April statt und bespielt mehrere Spielorte der Stadt. Für 2026 werden unter anderem Dobet Gnahoré, die Yonder Mountain String Band und Christone “Kingfish” Ingram genannt.

Im September lädt das jährliche Savannah Jazz Festival zu drei Tagen Konzerte ein. Im Oktober richtet die SCAD den acht Tage dauernden Savannah Film Festival aus, mit Premieren, Workshops und Gästen aus Film und Fernsehen; in 2025 waren etwa Jon M. Chu, Spike Lee und Tessa Thompson zu Gast.
Süße Pause bei Leopold’s Ice Cream
Die leuchtende Neonwerbung verrät: Leopold’s Ice Cream auf der Broughton Street ist ein Klassiker. Gegründet von den Brüdern George, Peter und Basil Leopold, wird das Geschäft noch immer von der Familie geführt.
Favoriten wie die Zitronen-Custard-Variante oder Butter-Pecan stehen bereit, dazu können wechselnde, nicht gelistete Sorten die Entscheidung verändern. Eine Münze im Jukebox, ein Sitzplatz und die Retro-Filmplakate an den Wänden runden das Erlebnis ab — viele stammen aus Produktionen von Stratton Leopold.
Über den Fluss: die Belles-Fähre
Eine entspannte Art, den Savannah River zu erleben, ist die kostenlose Fährfahrt von City Hall Landing zur Waving Girl Landing. Die Überfahrt dauert rund 20 Minuten.
Die Boote tragen Namen bedeutender Frauen der Stadtgeschichte, darunter die Krankenschwester und Lehrerin Susie King Taylor und Mary Musgrove, eine Vermittlerin zwischen englischen Kolonisten und den einheimischen Muscogee-Communitys.
Häuser mit Geschichten: Davenport House und Owens-Thomas
Im Davenport House Museum aus dem Jahr 1820 geben Führungen Einblick in das Leben der damaligen Haushalts- und Sklavenbevölkerung. Die 70-minütigen Touren finden montags bis freitags stündlich zwischen 11:00 und 15:30 Uhr sowie samstags 10:00–11:30 Uhr statt.

Eintrittspreise Davenport House: Erwachsene $15, Studierende/Senioren $12, Kinder $10, unter sechs Jahren frei.
Nur einen Block entfernt liegt die Owens-Thomas House & Slave Quarters (1819), mit gut erhaltenen städtischen Unterkünften von versklavten Menschen. Die geführten Touren geben Einblicke in das Leben der rund 14 hier registrierten Personen; sie laufen dienstags bis sonntags alle 15 Minuten von 10:00–15:00 Uhr.
Eintritt Owens-Thomas: Erwachsene $30, Senioren $27, Studierende $20, Kinder $10, unter fünf Jahren frei. Das Ticket umfasst außerdem den Zugang zum Jepson Center, dem Children’s Art Museum und der Telfair Academy.
Aktuelle Restaurants, die man probieren sollte
Die Region gilt als eine der spannendsten Küchenlandschaften der USA — Savannah bildet da keine Ausnahme. Common Thread, in einem Queen-Anne-Haus nahe Thomas Square, war 2025 James-Beard-Halbfinalist und verbindet regionale Zutaten mit internationalen Einflüssen: Beispiele sind Carolina-Gold-Reis mit Krabben und Andouille oder Gelbflossenthun mit Tamarinden-Chili.
Im Bereich der asiatischen Küche bieten Ele Tran und ihr Mann Sean mit Flock to the Wok traditionelle chinesische Gerichte; ihr Little Duck Diner interpretiert die All-Day-Diner-Formel modern.
Im ehemaligen Bankgebäude neben Forsyth Park serviert Local 11ten ein kompaktes New-American-Menü; das Dachrestaurant Perch bietet dieselben Gerichte plus eine Bar mit Frozen-Cocktails. Und The Grey — benannt nach einem 1938 erbauten Art-déco-Greyhound-Busbahnhof — steht für saisonale, regionale Küche von Mashama Bailey und John O. Morisano mit überraschenden Kombinationen wie frittiertem Kürbis mit Habanero-Sirup oder Hoe Cakes mit Kaviar.
Übernachten: drei unterschiedliche Adressen
Municipal Grand
Aus einer modernen Bank der 1960er-Jahre wurde ein 44-Zimmer-Hotel, das im Juli 2025 im North Historic District eröffnete. Die Innenräume greifen das Midcentury-Design auf — Terrazzo, geschwungene Formen — und das Rooftop mit Pool und gestreuten Liegen ist ein zentrales Highlight.
Perry Lane Hotel
Die zwei fünfstöckigen Türme des Perry Lane liegen zwischen grünen Squares und Museen. Die 167 Zimmer sind stimmungsvoll eingerichtet; die Hotelausstattung umfasst eine umfangreiche Sammlung mit rund 3.600 Vintage- und Antiquitätsobjekten sowie etwa 1.200 Kunstwerken, darunter ein Original von Paul Gauguin und Arbeiten von SCAD-Absolventen.
Thompson Savannah
Das 193-Zimmer-Hotel bietet Zimmer mit Flussblick und eine der höchsten Dachterrassen der Stadt: Bar Julian. Selbst wer nicht übernachtet, kann auf einen Cocktail wie den Sugarplum (Tequila, Pflaume, Koriander) zur Aussicht hochgehen.
Was man vor der Reise lesen sollte
Ein populärer, erzählerischer Einstieg in Savannas Atmosphäre ist John Berendts Midnight in the Garden of Good and Evil, das um Gerichtsverfahren und die Stadtgesellschaft kreist. Die auf dem Buchcover gezeigte Statue Bird Girl befindet sich heute in der Telfair Academy.











