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Viele verbinden Urlaub in Europa mit Sonne, gutem Essen und malerischen Altstädten. Ein aktuelles Ranking zeigt jedoch, dass in einigen Metropolen die Sicherheitslage deutlich ernster ist – allen voran eine Stadt, die sonst für Hafenflair und Südfrankreich-Atmosphäre steht.
Marseille an der Spitze: überraschend und beunruhigend
Die südfranzösische Hafenstadt Marseille führt laut der Datenplattform Numbeo die Liste der europäischen Städte mit dem höchsten Kriminalitätsindex an. Mit einem Wert von 66,7 Punkten liegt die Stadt vor allen anderen Metropolen des Kontinents.
Neues Ranking stuft eine Stadt als die kriminellste in Europa ein
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Das Ergebnis überrascht, weil Marseille oft mit Bouillabaisse, Küstenblick und lebendiger Kultur assoziiert wird. Die Bewertung deutet jedoch darauf hin, dass Alltagssicherheit und Wahrnehmung vor Ort deutlich schlechter ausfallen als das Postkartenbild vermuten lässt.
Wie das Ranking zustande kommt
Numbeo kombiniert offizielle Statistiken und weltweite Umfragen unter Bewohnern. Bewertet werden sowohl registrierte Straftaten als auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen.
Zum Bewertungsumfang gehören unter anderem Diebstahl, Überfälle, Korruption und Aspekte organisierter Kriminalität. Damit misst das Ranking nicht nur Zahlen, sondern auch, wie unsicher sich Menschen in ihrem Alltag fühlen.
Die Problemfelder in Marseille
Im Zentrum der Kritik steht die organisierte Kriminalität. Drogenhandel, rivalisierende Banden und auch bewaffnete Auseinandersetzungen prägen laut Berichten einzelne Viertel und sorgten für eine angespannte Lage.

Allein im Jahr 2023 wurden in Verbindung mit Drogenkonflikten 49 Menschen getötet. Beobachter warnen, dass die Täter immer jünger werden; fehlende Perspektiven, soziale Spaltung und Arbeitslosigkeit gelten als treibende Faktoren.
Weitere Spitzenreiter im Vergleich
Marseille steht nicht für sich allein. Viele Städte aus Frankreich und dem Vereinigten Königreich belegen ebenfalls hohe Werte im Ranking.
- Marseille (Frankreich) – 66,7
- Birmingham (Großbritannien) – 63,8
- Grenoble (Frankreich) – 62,6
Insgesamt zeigt die Liste: Ökonomische Bedeutung oder touristische Attraktivität schließen hohe Kriminalitätswerte nicht aus. So entstehen Orte, die kulturell anziehend, sozial aber fragmentiert sind.
Wie deutsche Städte abschneiden
Im Vergleich wirkt Deutschland relativ stabil. Bremen erscheint im Ranking auf Platz 40, Hannover auf Platz 49 – beide damit im Mittelfeld.
Als sicherste große Stadt Deutschlands wird häufig München genannt. Auf europäischer Ebene gilt Den Haag als ein Beispiel für überdurchschnittliche Sicherheit.
Was Reisende daraus mitnehmen sollten
Ein Platz in einem solchen Ranking macht eine Stadt nicht automatisch unbereisbar. Er verändert aber die Perspektive: Neben Hotels und Sehenswürdigkeiten lohnt es sich, Stadtviertel, passende Tageszeiten und lokale Hinweise zu prüfen.
Gerade in beliebten Metropolen liegen Postkartenmotiv und Problemzone oft näher beieinander als angenommen. Wer informiert reist und vorsichtig agiert, kann viele Risiken minimieren.
Fazit
Marseille bleibt eine Stadt mit starkem Charakter und kultureller Vielfalt. Das Numbeo-Ranking macht jedoch deutlich: Selbst ikonische Reiseziele sind nicht automatisch sicher. Für Besucher heißt das, genauer hinzusehen und lokale Sicherheitslagen ernst zu nehmen.











