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Kalifornien ist ein Synonym für Outdoor‑Sport — und Santa Monica steht dabei für Körperkult am Meer. Mit dem 100. Geburtstag der Route 66 im Jahr 2026 und dem geplanten Comeback des Beachvolleyballs bei den Olympischen Spielen 2028 rückt die Küstenregion erneut in den Blickpunkt von Reisenden und Sportfans.
Strand als Freiluftstudio
An der Pazifikküste drehen sich viele Tagespläne um Bewegung und Sonne. Auf dem langen Radweg von Santa Monica joggen, skaten und radeln Menschen oft nur mit leichtem Outfit, Strandbars und Rettungstürme bilden die Kulisse.
Der öffentliche Raum fungiert hier als Bühne: Tag für Tag mischen sich Profis, Freizeitathleten und Sonnenanbeter. Tattoos, markante Outfits und athletische Körper prägen das Erscheinungsbild der Strände.
Surfen: Einstieg, Frust und Flow
Surfen gilt als die typisch kalifornische Sportart — und ist überraschend zugänglich. In Surfschulen wie der Aqua Surf School bringen Trainer Anfänger innerhalb einiger Stunden aufs Board.
Ein erfahrener Coach wie Chad Bonsack beruhigt die Neuankömmlinge: In der Bucht von Santa Monica sind es meist nur kleine Haie, nicht die großen Weißen, die für Sorgen sorgen. Der Lernprozess verlangt Ausdauer: viele Fehlschläge beim Hochkommen, dann das Glücksgefühl, wenn eine Welle ein paar Meter trägt. Bonsack hat übrigens bereits zwei Schützlinge in die Top 20 der Weltrangliste begleitet.
Muscle Beach, Volleyball und Kaliforniens Sportgeschichte
Nur wenige Hundert Meter vom Wasser liegt der legendäre Muscle Beach, die Ursprungsstätte des Open‑Air‑Krafttrainings in Santa Monica. Das Freiluftstudio entstand in den 1930er‑Jahren und wurde in den 1970ern zur Keimzelle des Bodybuilding‑Boons — zu seinen bekannten Trainierenden zählte auch Arnold Schwarzenegger.
Auch Beachvolleyball hat hier historische Wurzeln: Zwar entstand das Spiel schon 1905 auf Hawaii, doch der erste Club und das erste offizielle Turnier fanden in Santa Monica statt (1944). Bei den Olympischen Spielen 2028 kehrt die Sportart an diesen Küstenabschnitt zurück.
Von Bergen bis Wüste: Vielfalt an Aktivitäten
Kalifornien bietet mehr als Strandvergnügen. Wer Abkühlung oder Höhenmeter sucht, fährt in die Berge: Skigebiete rund um den Lake Tahoe oder Mammoth laden im Winter zum Skifahren ein. Im Landesinneren locken Rafting‑ und Wanderstrecken, insgesamt zählt der Bundesstaat neun Nationalparks.
Die Wüste nordöstlich von Los Angeles ist dagegen ein Anziehungspunkt für Golfer. Palm Springs und das Coachella Valley beherbergen zahlreiche Anlagen; laut Sven Wiedenhaupt, ehemals Geschäftsführer des Indian Wells Golf Resort, existieren dort rund 100 Plätze. Einige Clubs sind exklusiv und teuer in der Mitgliedschaft, andere „Public Courses“ lassen sich bereits ab etwa 60 Euro pro Runde spielen.
Praktische Hinweise
- Anreise: Direktflüge nach Los Angeles bieten unter anderem Lufthansa ab Frankfurt und München. Vor Ort empfiehlt sich ein Mietwagen.
- Einreise: EU‑Staatsbürger benötigen einen gültigen Reisepass und eine elektronische Einreisegenehmigung (ESTA).
- Unterkunft: Hotels gibt es für verschiedene Budgets, die Preise sind oft hoch. Eine günstigere Option für Aktivurlauber ist ein Wohnmobil.
- Aktivitäten: Ein Einsteiger‑Surfkurs (z. B. bei Aqua Surf) kostet rund 175 US‑Dollar für zwei Stunden inklusive Board und Neoprenanzug. Fahrradverleih in Santa Monica liegt bei etwa 20 US‑Dollar pro Tag. Eine Runde auf dem Indian Wells Golf Resort beginnt bei etwa 79 US‑Dollar.
- Mehr Infos: visitcalifornia.com bietet weiterführende Hinweise zu Regionen und Aktivitäten.












