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Im Axiom Hotel in San Francisco übernimmt ein Roboter namens Astro die Zimmerservice-Lieferungen – ein charmantes Spektakel, das aber nicht ohne Hürden funktioniert. Der Praxistest zeigt: Technik fasziniert, die Bestellung dagegen kann sich überraschend umständlich gestalten.
Begegnung im Aufzug
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Zum ersten Mal traf ich Astro im Fahrstuhl. Er schob sich leise durch die Tür, schmal, hell und fast wortkarg. Nur ein dezentes Piepsen begleitete ihn.
Im dritten Stock stieg er aus und verschwand im Flur. Ich blieb stehen und schaute ihm nach. Das kurze Aufeinandertreffen ließ mich nicht los.
Versuche, das Frühstück digital zu bestellen
Am nächsten Morgen wollte ich mich ganz der neuen Erfahrung hingeben und bestellte Frühstück aufs Zimmer. Zunächst klingelte niemand, als ich die Rezeption anrief.

Also griff ich zum Fernseher: Über das Infotainment fand ich die Option „Indoor‑Dining“ und gelangte per Klick zu einem QR‑Code, den ich mit dem Smartphone einscannte. Die Speisekarte erschien, doch einige Artikel – Kaffee, Joghurt, Omelette – ließen sich nicht in den Warenkorb legen.
Wieder telefonierte ich, wieder ohne Erfolg. Nach einer halben Stunde meldete sich mein knurrender Magen. Als schließlich jemand abnahm, hieß es, ich solle persönlich in die Lobby kommen und meinen Frühstücksvoucher mitbringen.
Analoges Prozedere in Pyjama und Pantoffeln
Also machte ich mich im Pyjama auf den Weg. Zurück aufs Zimmer, Voucher holen, erneut runter. Unterwegs erntete ich skeptische Blicke. An der Rezeption erklärte die Mitarbeiterin geduldig, wie die Bestellung per Smartphone funktionieren solle.
Selbst sie schaffte es nicht, den Warenkorb zu füllen. Ich bestellte schließlich mündlich, kehrte zurück aufs Zimmer und wartete auf den Roboter.
Astros Auftritt und die Übergabe
Eine halbe Stunde später meldete sich das Telefon mit dem vertrauten Piepsen: Astro war vor der Tür. Ich öffnete – und sah ihn tatsächlich, seine Display‑Stirn blinkte.

Auf der Stirn stand die Aufforderung „Nimm deine Sachen aus meiner Öffnung“. Ich griff nach der Tüte, erfreut über das heiße Frühstück.
Astro fragte: „Wie gefällt dir der Service?“ Ich tippte ohne zu zögern fünf von fünf Sternen in sein Display. Er wirkte ein wenig schwankend, fragte noch: „Kann ich noch etwas für dich tun?“ Ich wählte „Nein, danke“. Mit einem Piepsen drehte er sich um und fuhr davon.
Bilanz: Charme trotz Aufwand
Insgesamt kostete das Erlebnis mehr als eine Stunde und einen kurzen öffentlichen Auftritt in Schlafkleidung. Doch der Kaffee war heiß, das Frühstück schmeckte – und der Roboter blieb sympathisch.
Die Episode bleibt ein Beispiel dafür, wie neue Service‑Technik Gäste begeistert, gleichzeitig aber bestehende Abläufe herausfordert. Morgen, so beschloss ich, möchte ich Astro wiedersehen.












