500 Dollar in den Weltraum geschossen

Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen


Das Kennedy Space Center in Florida zieht jährlich rund 1,5 Millionen Besucher an — gilt aber bei vielen als überbewertete Attraktion: Hohe Erwartungen treffen auf teils ernüchternde Erlebnisse und zusätzliche Kosten. Für Touristen, die nicht nachrüsten, bleibt vieles hinter den Kulissen verborgen.

Warum das Kennedy Space Center so bekannt ist

Das Besucherzentrum der NASA liegt nordwestlich von Cape Canaveral und ist historisch bedeutsam. Von hier starteten die Apollo-Missionen und später die Space Shuttles. Heute gehen bemannte Flüge der USA unter anderem mit der wiederverwendbaren Crew Dragon-Kapsel von SpaceX ab. Auch erste kommerzielle Raumflüge und Weltraumtouristen sind mit diesem Standort verbunden.

Besucherzentrum mit historischen Raumfahrt-Exponaten und Informationsdisplays
Das Besucherzentrum zeigt beeindruckende Exponate wie die Raumfähre Atlantis — oft aber nur aus der Ferne sichtbar.

Besucher klagen über Preisstruktur und Erlebnis

Viele Gäste berichten, das Angebot entspräche nicht dem Preis. In Bewertungen landet das Space Center laut einer Auswertung des Freizeitkonzerns Jeffbet besonders schlecht. Häufige Vorwürfe: überhöhte Preise, zu viel Wartezeit und wenig greifbare Attraktionen für den Standardtarif.

Der reguläre Eintritt ist nicht günstig: Etwa 75 Dollar für Erwachsene und rund 65 Dollar für Kinder, jeweils zuzüglich Steuern. Wer nur das Basisticket kauft, erlebt nach langen Kontrollen oft eine kurz wirkende Busfahrt über ein knapp 16 Hektar großes Areal — ohne Zwischenstopp. Fotomotive bleiben aus der Entfernung sichtbar, meist durch getrübte Busfenster, während ein Informationsvideo läuft.

Im Besucherzentrum selbst sind die größten Exponate wie die Raumfähre Atlantis oder die Saturn-V-Rakete zwar präsent, doch wegen des Andrangs nur aus der Ferne zu sehen. Zahlreiche Ausstellungen bestehen aus Filmen, Animationen und einem IMAX-Programm. Die sogenannte Hall of Fame würdigt Raumfahrtpersonen überwiegend aus US-Perspektive. Für Kinder gibt es Gaming-Stationen, daneben sind Schnellimbiss und Souvenirshops Teil des Angebots — mit zusätzlichen Wartezeiten.

Mehr sehen kostet extra

Wer intensivere Erlebnisse erwartet, muss Zuschläge zahlen. Viele inserierte Extras sind optional und relativ teuer.

Besucherin hält Eintrittskarten und überlegt die Zusatzkosten
Viele Zusatzoptionen wie Mars-Simulator oder Astronauten-Fragerunden kosten erhebliche Aufschläge.

  • 30 Minuten im Mars-Simulator: zusätzlich etwa 30 Dollar.
  • Fragerunde mit einem Astronauten: rund 134 Dollar.
  • VIP-Tour mit Transfer ab Orlando: etwa 224 Dollar.

Raketenstart ist nicht garantiert — und teuer

Wer speziell einen Raketenstart beobachten möchte, zahlt nochmal extra: für eine entsprechende Sicht-Option werden ungefähr 250 Dollar verlangt. Diese Ausgabe bietet jedoch keine Gewähr — Verschiebungen oder Absagen von Starts kommen vor. Besucher, die sich darauf verlassen hatten, berichten von großer Enttäuschung, wenn ein Start nicht stattfindet.

Als Beispiel nannten Berichte ein Paar aus Italien, das zusammen hohe Zusatzkosten hatte und anschließend enttäuscht war, weil der Start nicht realisiert wurde. Die nächste Chance, einen Start vor Ort zu verfolgen, wurde im Text mit dem Herbst als möglicher Zeitraum genannt.

Fazit: Wer das Kennedy Space Center besucht, sollte seine Erwartungen anpassen und die vielen Zusatzkosten einkalkulieren. Für Technik- und Raumfahrtinteressierte bleiben die historischen Exponate reizvoll, für Gelegenheitstouristen könnte das Gesamterlebnis hinter dem Preis zurückbleiben.

Kategorien USA

Geben Sie Ihr Feedback

Seien Sie der Erste, der dieser Beitrag bewertet
oder hinterlassen Sie eine detaillierte Bewertung



breitengrad53.de ist ein unabhängiges Medium. Unterstützen Sie uns, indem Sie uns zu Ihren Google News Favoriten hinzufügen:

Kommentar posten

Kommentar veröffentlichen