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Orlando ist weit mehr als nur die Heimat von Disney und Universal: Abseits der Mega‑Parks bieten zahlreiche kleinere Anlagen eigene Themenwelten – von Alligatorenschauen über Kleinkind‑Karussells bis zu ausgefeilten Wasserparks. Für Reisende lohnt sich ein Blick jenseits der bekannten Attraktionen, denn viele der Nebenparks haben ganz eigene Reize.
Kleine Parks mit großem Charakter
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Die bekanntesten Namen in Orlando dominieren Besucherzahlen und Schlagzeilen. Doch in und um die Stadt finden sich zahlreiche überschaubare Parks, die ein anderes Tempo und oft persönliche Geschichten mitbringen.
Gatorland: Alligatorenklassiker seit den 1940er‑Jahren
Gatorland liegt am Orange Blossom Trail südlich von Orlando und geht auf Owen Godwin zurück, der den Park im Dezember 1949 eröffnete. Anfangs waren Besucher skeptisch: Warum Alligatoren in einem Zoo ansehen, wenn die Tiere in den umliegenden Sümpfen sowieso vorkommen?

Der Durchbruch kam, als Godwin einen riesigen Alligator erwarb. „Bone Crusher“, etwa fünf Meter lang und rund 450 Kilogramm schwer, wurde als besonders beeindruckendes Exemplar präsentiert. Am Eingang des Parks zieht bis heute ein auffälliges Alligator‑Maul in Mint und Pink die Blicke an; es stammt aus der Hand von Godwins Sohn Frank, der sich lange an einem echten Schädel orientierte.
Für die Jüngsten: Peppa Pig Park
Im Februar 2022 eröffnete das Peppa Pig Park in Winter Haven als Teil des Legoland‑Komplexes. Die Anlage ist bewusst für Kinder im Vorschulalter gestaltet.
Die Wege sind kurz, die Attraktionen simpel und altersgerecht: Ein langsam drehendes Karussell, eine kleine Ballonfahrt‑Attraktion und ein Wasser‑Spielbereich. Es gibt zudem eine überdachte Rasenfläche, auf der mehrfach täglich Fototermine mit einer lebensgroßen Plüsch‑Peppa angeboten werden.
Wasser, Tiere und Action für Ältere
Für Besucher, die mehr als Kinderkarussells suchen, hat die Region verschiedene Angebote, bei denen Tierbegegnungen oder Adrenalinkicks im Vordergrund stehen.
Discovery Cove: Lagune und Schnorchelabenteuer
Discovery Cove, ein Day Resort des Sea‑World‑Konzerns, liegt mitten in Orlando. Der Park wirbt mit einem rundum organisierten Tagesprogramm und entsprechend höheren Eintrittspreisen.
Im sogenannten Grand Reef können Besucher mit Flossen zwischen mehr als 8000 Fischen schnorcheln – darunter mehrere Rochenarten und tropische Fischarten wie Kugelfische. Gegen Aufpreis ist ein Besuch der Delfin‑Lagune möglich; dort führen Trainer in die Interaktion mit den Tieren ein. Einige der Delfine stammen aus Sea‑World‑Anlagen und werden schrittweise an den Kontakt mit Gästen gewöhnt.
Volcano Bay und andere Wasserparks
Orlando beheimatet mehrere wasserpark‑orientierte Angebote: Disney betreibt Typhoon Lagoon und Blizzard Beach, Sea World betreibt Aquatica, und Universal betreibt Volcano Bay.

Das markante Zentrum von Volcano Bay ist der künstliche Vulkan Krakatau, der 61 Meter hoch ist und auch von den Highways aus sichtbar bleibt. Der Park, der 2017 eröffnet wurde, bietet etwa 18 Rutschen, darunter den Aqua Coaster, der wie eine Wasser‑Achterbahn für zusätzliche Spannung sorgt. Am Einlass erhalten Gäste das Armband TapuTapu, mit dem sie virtuell an Rutschen anstehen und benachrichtigt werden, sobald sie an der Reihe sind.
H2O in Kissimmee: Fotogen und bunt
Im Komplex des Margaritaville in Kissimmee, südlich von Orlando, liegt der Wasserpark H2O. Er richtet sich stark an Besucher, die ihre Erlebnisse auf Social Media teilen möchten. Helle Rutschen, überdimensionale Sitze und ein Wellenbecken sind typische Attraktionen. Auch hier gibt es am Eingang ein Armband, das Rutsch‑Erlebnisse dokumentiert.
Praktische Hinweise für den Besuch
Ort: Orlando liegt geografisch etwa in der Mitte Floridas. Städte an der Golfküste wie Tampa, St. Petersburg und Clearwater liegen in etwa 120 Kilometern Entfernung; die Space Coast mit Cape Canaveral ist rund 80 Kilometer entfernt. Insgesamt gibt es in der Region rund zwölf große Themenparks und zahlreiche kleinere Anlagen in den Randgemeinden.
Klima: Ganzjährig warm, im Sommer können Temperaturen bis zu 40 Grad erreichen; die Luftfeuchtigkeit ist hoch.
Anreise: Direktflüge nach Orlando bieten unter anderem Lufthansa und United Airlines an. Alternativ fliegen viele Gesellschaften mit einer Zwischenlandung an die US‑Ostküste.
Einreise: Deutsche Reisende benötigen einen gültigen Reisepass und eine vorher beantragte ESTA‑Genehmigung; weitere Details liefert das Auswärtige Amt.
Unterkunft: Rund 500 Hotels decken verschiedene Budgets ab. Wer bestimmte Parks bevorzugt, sollte seine Unterkunft entsprechend wählen – ob direkt auf dem Parkgelände oder in der Umgebung.
Weitere Informationen: visitflorida.com/de/; visitorlando.com
Dieser Artikel wurde erstmals im Februar 2023 veröffentlicht. Quelle: dpa.












