Wie teuer ist ein Urlaub bei Donald Trump?

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Donald Trump bleibt der einzige US-Präsident, der ein Hotel- und Golfimperium besitzt. Wie viel ein Aufenthalt aus seiner Welt kostet und wie Gäste ihn bewerten, variiert stark – von New York über Florida bis nach Schottland.

New York: Pompöses Schaufenster, kein Gästehaus

Im Herzen Manhattans steht der Trump Tower an der Fifth Avenue – Sitz zahlreicher Geschäftsbeteiligungen und das Wohnquartier der Familie Trump. Das Gebäude beherbergt zwar kein Hotel, wohl aber ein aufwändig gestaltetes Atrium mit rosa Marmor, Goldakzenten und einem zehn Meter hohen Wasserfall. Luxusboutiquen wie Gucci sind noch vor Ort; frühere Shops von Familienmitgliedern wurden umgewidmet.

Im Atrium finden Besucher auch den Trump Ice Cream Parlor und Fanartikelshops mit MAGA‑Merchandise. Das Trump Café bietet laut Angebot einen „Ivanka Salad“ für rund 21 Dollar plus Steuern; auf Tripadvisor liegt seine Bewertung bei etwa 4,0 von 5 Punkten.

Hotel am Central Park

Wer in Manhattan bei den Trumps übernachten will, kann das im Trump International Hotel and Tower tun. Das Fünf‑Sterne‑Haus reicht vom dritten bis zum 17. Stock; darüber befinden sich Eigentumswohnungen. Ein bei Booking gelistetes Superior‑Zimmer mit Queensize‑Bett kostet demnach rund 667 Euro pro Nacht.

Luxuriöses Hotelzimmer mit großzügigem Bett und Stadtblick auf Manhattan
Zimmer im Trump International Hotel kosten etwa 667 Euro pro Nacht.

Laut Google‑Bewertungen liegt die Anlage bei etwa 3,7 von 5 Punkten. Gäste loben vor allem die Lage und die großzügigen Zimmer, kritisiert werden Preise und mitunter unfreundliches Personal. Die opulente Innenausstattung, die in Teilen von Ivanka Trump verantwortet worden sein soll, spaltet die Meinungen.

Mar‑a‑Lago: Mitgliedschaft mit hohem Preis

Seit 2019 hat Trump seinen Hauptwohnsitz nach Palm Beach verlegt – ins Anwesen Mar‑a‑Lago. Das 1926 erbaute Anwesen, einst von einer Cornflakes‑Erbin gestiftet, zählt rund 120 Zimmer und steht unter Denkmalschutz.

Mitgliedschaft und Kritik

Für den Zugang verlangt der Club hohe Beiträge: Die Aufnahmegebühr liegt bei etwa 750.000 US‑Dollar, dazu kommen jährliche Zahlungen von rund 20.000 Dollar. Trotz des Prestiges ist die Google‑Bewertung moderat (circa 3,4 von 5 Punkten); Kritiker nennen vor allem die opulente, teils als kitschig empfundene Dekoration und die durchschnittliche Kulinarik.

Medienrecherchen, unter anderem der Washington Post, haben zudem auf Besonderheiten im Verkauf und Besitz hingewiesen: Beim Erwerb des Anwesens spielte laut Berichten auch der Kauf eines Küstenstreifens eine Rolle, mit dessen Besitz Druckmittel gegenüber Behörden und möglichen Nachbarn entstanden sein sollen.

Florida: Golf und Strand

In Florida betreibt Trump weitere Anlagen. Das Trump National Doral bei Miami wird von Eigentümerseite als erstklassig beworben; auf Expedia ist eine Nacht für rund 400 Euro buchbar und die Anlage erzielt dort sehr hohe Bewertungen (laut Plattform etwa 9,6 von 10). Das Haus ist vor allem für Golfer attraktiv – der nächste Strand liegt etwa 30 Kilometer entfernt.

Golfplatz mit Palmen und Resort-Gebäuden in Küstennähe
Floridas Trump-Resorts bieten Golf und Strandnähe für unterschiedliche Budgets.

Für Strandnähe steht das Trump International Beach Resort in Sunny Isles Beach (31 Stockwerke). Auf Trip.com war ein Deluxe‑Studio mit Blick auf die Bucht mit rund 450 Euro gelistet; die Anlage erhält dort etwa 4,2 von 5 Punkten und wurde zeitweise mit Rabattangeboten beworben.

Ein geschrumpftes Hotelportfolio

In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Häuser unter dem Trump‑Brand reduziert. Heute gehören dem Konzern noch die markanten Hotel­türme in Las Vegas und Chicago. Resorts in Panama‑City und Toronto wurden verkauft, Projekte in Rio de Janeiro endeten nach rechtlichen Auseinandersetzungen, und ein Hotel in Vancouver meldete 2020 Insolvenz, nur drei Jahre nach Eröffnung.

Von früheren Lizenzlösungen, etwa auf Hawaii, haben sich Eigentümer teilweise distanziert; das ehemalige Resort dort firmiert inzwischen unter dem Namen Kalai Waikiki Beach und gehört der Hotelgruppe Hilton. Auch das Hotel im historischen Postgebäude nahe dem Weißen Haus wird nicht mehr unter dem Trump‑Namen betrieben, sondern als Waldorf Astoria.

Golf‑Imperium – Spitzenreiter: Turnberry

Die Golf‑Sparte, betrieben von Trump Golf Ltd., umfasst nach Angaben des Konzerns mehrere Anlagen: insgesamt rund 17 Plätze, darunter zwölf in den USA, zwei in Dubai, ein Club in Irland und zwei Plätze in Schottland.

Als prestigeträchtig gilt das schottische Resort Turnberry mit Spielbahnen am Meer und einem markanten Leuchtturm an Bahn 9. Dort wurde die British Open bereits mehrfach ausgetragen. Auf Booking erreicht Turnberry Spitzenbewertungen (rund 9,4 von 10 Punkten). Wer vor Ort spielen möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen: Greenfees liegen laut Angaben bei etwa 500 Euro für Hotelgäste, und Zimmerpreise in der Sommersaison beginnen häufig bei etwa 700 Euro pro Nacht.

Von New York bis Schottland zeigt sich: Trumps Marken stehen für Luxus und hohe Preise – die Bewertungen reichen von herausragend bis nur mittelmäßig. Für Besucher entscheidet letztlich Budget und Zweck des Aufenthalts: Lifestyle und Golf oder klassischer Strandurlaub.

Kategorien USA

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