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Das Oktoberfest in München treibt die Preise für Übernachtungen in die Höhe – viele Hotels rund um die Theresienwiese sind bereits ausgebucht. Für Besucher, die sparen wollen, rücken Campingplätze als günstige Alternative in den Blick.
Hotelpreise steigen deutlich
Rund um das 190. Oktoberfest sind freie Zimmer rar. Ein Hotel in Laufweite der Festwiese vermeldet nur noch wenige verfügbare Zimmer zu einem bestimmten Tarif. Auf booking.com liegt der niedrigste aktuell online angezeigte Preis für zwei Nächte und zwei Erwachsene bei etwa 1.200 Euro.
Das ist demnach das günstigste gelistete Angebot; teurere Reservierungen erreichen laut Anzeigen bereits bis zu rund 2.400 Euro für denselben Zeitraum (Stand 02.09.2025). Vor diesem Hintergrund erscheinen Campingoptionen vielen Besuchern als deutlich erschwinglichere Wahl.
Camping in der Stadt: sehr preiswert, aber mit Extras
Die Plattform „Camping in Bayern“ führt mehrere städtische Plätze auf. Wer im Zelt übernachtet, zahlt dort nach Angaben der Anbieter bereits ab 4,50 Euro pro Nacht und Person.

Für Wohnwagen variieren die Preise je nach Länge und Stellplatz zwischen etwa sechs und 30 Euro. Ein Schlafplatz im Dachzelt auf dem Auto kostet beispielsweise rund 9,50 Euro – ein Preis, der beim „Camping‑Platz Nord‑West“ genannt wird. Bis zur Theresienwiese sind es von dort aus ungefähr eine halbe Stunde Fahrtzeit.
Wichtiger Hinweis: viele Leistungen sind nicht im Basispreis enthalten. Strom, WLAN oder sanitäre Einrichtungen werden häufig extra berechnet. Auch Duschen kosten bei manchen Plätzen einen geringen Aufpreis – acht Minuten Warmwasser werden auf dem genannten Platz etwa mit zwei Euro berechnet.
Alternativen nahe der Festwiese
Einige Plätze liegen näher an der Theresienwiese. So beginnt das Angebot bei The Tent ebenfalls unter zehn Euro pro Nacht. Während des Oktoberfests erhöhen sich die Preise dort um zwei Euro pro Nacht. Wer Komfort möchte, kann vor Ort einen Wohnwagen mieten; ein Frühstück ist jedoch meist nicht inklusive, anders als in vielen Hotels.
Organisierte Camping‑Events mit Partycharakter
Für Besucher, die Gemeinschaft und Unterhaltung suchen, gibt es auch organisierte Camping‑Pakete. Anbieter wie The Stoke Travel bewerben Touren mit Plätzen etwa in Obermenzing, rund 20 Minuten von der Festwiese entfernt. Auf der Website bezeichnet der Veranstalter sein Programm als besonders umfangreich und fordert mit einem prägnanten Slogan zum ausgelassenen Feiern auf.
Solche Angebote bündeln häufig Unterkunft, Verpflegung und Events. Beispielhaft werden pro Person und Nacht rund 65 Euro genannt. Dafür gibt es vor Ort Ansprechpartner, eine Getränkeflatrate und gemeinsame Brunch‑ oder Partyformate.
Wer Erholung sucht: Camping im Grünen
Wer dem Trubel entfliehen möchte, findet in mehreren Verzeichnissen wie „Home Camper“, „Ecocamps“, „promobil“, „Campingplatz Deutschland“, „Eurocampings.eu“ oder „camping info“ Stellplätze im Münchner Umland mit mehr Grünflächen und Ruhe.

Ein Beispiel: Der Platz am Pilsensee liegt etwa 35 Minuten Fahrzeit von der Festwiese entfernt. Für den Zeitraum zwischen dem 20. und 25. September wird dort ein Stellplatz für Wohnwagen oder Auto mit bis zu sechs Personen mit 300 Euro beziffert. Aufgerechnet entspricht das etwa 10 Euro pro Person und Nacht.
Rechtliche Grenzen: Kein Freibrief fürs wilde Campen
Kurzzeitiges Parken ist über Apps wie park4night auffindbar; diese zeigen Stellen, an denen kostenfreies Parken für Wohnmobile grundsätzlich erlaubt ist. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass dort auch gecampt werden darf.
In Deutschland gilt das Übernachten in Fahrzeugen auf Parkplätzen rechtlich als eine Grauzone. Kfz‑Experte Hans‑Georg Marmit erklärt gegenüber der Zeitung WELT, dass eine einmalige Übernachtung möglich sein könne, wenn die Fahrperson nicht mehr fahrtüchtig ist. Zugleich weist das Mobilitätsmagazin bussgeldkatalog.org darauf hin, dass unerlaubtes Campen mit einem Bußgeld von bis zu 2.500 Euro geahndet werden kann.
Besucher sollten deshalb vorab die Regeln am gewählten Stellplatz prüfen und entsprechende Angebote oder Genehmigungen nutzen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.












