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An langen Sicherheitskontrollen können sich Fluggäste leicht verspäten – und die US-Behörde für Transportsicherheit (TSA) testet nun ein neues Verfahren, um die Abläufe zu beschleunigen. Am Harry-Reid-Airport in Las Vegas läuft seit März ein Pilotprojekt, bei dem Reisende Teile der Kontrolle selbst durchführen können.
Viele Passagiere bereiten sich instinktiv auf die Kontrolle vor: Jacken aus, Gürtel ab, Hosentaschen leeren, Laptop separat in die Wanne. Trotzdem bremsen vereinzelte Fälle die Schlange aus. Vor allem vergessene Flüssigkeiten und verbotene Gegenstände sorgen immer wieder für Stopps.
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Was in der Praxis häufig zu Verzögerungen führt
Hinter den Kontrollstationen füllen sich regelmäßig Behälter mit Einwegfeuerzeugen, vollen Getränkeflaschen, Parfümfläschchen und Sonnencreme. Grund ist meist die 100‑Milliliter‑Regel, die viele Reisende übersehen oder erst im letzten Moment beachten. Sicherheitsmitarbeiter verteilen daher oft wiederverschließbare 1‑Liter‑Tüten vor Ort, um das Problem zu lösen.

Solche Unterbrechungen kosten Zeit – sowohl für die Betroffenen als auch für die Gesamtabfertigung. In den USA scannt die TSA an Spitzentagen bis zu zwei Millionen Menschen samt Gepäck. Jeder Stau hat also Auswirkungen auf zahlreiche Anschlussflüge und Abläufe am Flughafen.
So funktioniert der Selbstkontroll-Test
Der Pilot am Las-Vegas-Flughafen orientiert sich am Prinzip von Selbstbedienungskassen: Reisende, die zuvor registriert und als vertrauenswürdig eingestuft wurden, nutzen einen Automaten. Ein Bildschirm gibt Schritt‑für‑Schritt‑Anweisungen, das Handgepäck wird in eine Wanne gelegt, und der Passagier durchläuft den Scanner eigenständig. Nach der Kontrolle geht es direkt zum Gate.

Die TSA setzt damit bewusst auf mehr Eigenverantwortung der Reisenden. Das Verfahren ist derzeit als Test angelegt und nur für eine begrenzte Nutzergruppe verfügbar. Ob und wann die Selbstkontrolle ausgedehnt wird, hängt von den Ergebnissen des Pilotprojekts ab.
Was Reisende jetzt beachten sollten
Wer Zeit sparen will, sollte die Regeln vorab prüfen: Flüssigkeiten in einem maximal 1‑Liter‑Beutel, elektronische Geräte bereithalten und Taschen leeren. Solche Vorbereitungen reduzieren die Wahrscheinlichkeit, in der Schlange aufgehalten zu werden.
Ob die Selbstkontrolle künftig breiter eingesetzt wird, wird die TSA in den kommenden Wochen und Monaten auswerten. Für Vielflieger wäre ein zuverlässiges, selbstständiges Verfahren eine spürbare Erleichterung – vorausgesetzt, die Sicherheitsstandards bleiben gewahrt.












