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Rund zwei Drittel der Deutschen fühlen sich laut Stressreport der Techniker Krankenkasse zumindest gelegentlich belastet. Der neue Stressindex Deutschland der Gesundheitsplattform CanDoc nimmt nun 30 Großstädte unter die Lupe, um zu klären, wie stark städtische Faktoren den Alltagstress prägen.
Woran der Index gemessen wurde
CanDoc verglich jede Stadt anhand von zehn Kriterien, darunter mehrere Umwelt‑ und Versorgungsfaktoren. Ziel war es, Belastungen und Erholungs‑Ressourcen gegenüberzustellen.
Diese deutsche Stadt hat die gestresstesten Einwohner
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- nächtlicher Straßenlärm
- Feinstaub
- Tropennächte
- Arbeitszeit
- Grünflächen
- Angebot an Hausärzten und Psychotherapeuten
- Entspannungs‑ und Wellnessangebote
Düsseldorf: Deutschlandweit am stärksten belastet
Ausgerechnet Düsseldorf, das oft mit Königsallee und gepflegter Gelassenheit assoziiert wird, landet laut Index ganz unten. Mehrere Belastungsfaktoren summieren sich dort, statt sich zu neutralisieren.

Besonders auffällig: Fast jeder dritte Düsseldorfer (29 Prozent) ist nachts einem Straßenlärm von über 55 Dezibel ausgesetzt. Das ist der höchste Wert im Vergleich. Zudem haben nur rund 63 Prozent der Einwohner eine Grünfläche in bequemer Nähe — der drittschlechteste Wert.
Die durchschnittliche jährliche Arbeitszeit liegt in Düsseldorf bei 1.357 Stunden; damit arbeiten die Menschen dort mehr als in den meisten anderen untersuchten Städten. Hinzu kommen etwa 11 Tropennächte pro Jahr, in denen die Temperatur nachts nicht unter 20 Grad fällt — nur Karlsruhe und Dresden verzeichnen noch mehr.
Ein Lichtblick: Mit 13 Wellnesseinrichtungen pro 100.000 Einwohner liegt Düsseldorf über dem Durchschnitt. Für die Gesamtwertung reicht das aber nicht, weil Umwelteinflüsse und Arbeitsbelastung stärker ins Gewicht fallen.
Augsburg: Entspannt durch Ausgewogenheit
Am gegenüberliegenden Ende der Rangliste steht Augsburg. Die Fuggerstadt überzeugte nicht durch einzelne Spitzenwerte, sondern durch ein insgesamt ausgewogenes Profil.
Mehr als 40 Prozent der Stadtfläche bestehen aus Grünflächen, und etwa 72 Prozent der Bewohner erreichen eine solche Fläche innerhalb von 300 Metern. Nur 15 Prozent der Einwohner sind nachts nennenswertem Verkehrslärm ausgesetzt.
Die ambulante Versorgung ist vergleichsweise gut: Auf 100.000 Einwohner kommen 66 Hausärzte und 62 Psychotherapeuten. Gleichzeitig liegt die durchschnittliche Arbeitszeit mit rund 1.275 Stunden pro Jahr auf einem moderateren Niveau als in vielen anderen Großstädten.
Was das Ergebnis für Leser bedeutet
Der Index macht deutlich: Stadtplanung, Umweltbelastungen und das lokale Angebot an Gesundheits‑ und Erholungsangeboten beeinflussen, wie stressanfällig ein urbaner Alltag ist. Für Bewohner lässt sich daraus ableiten, welche Belastungsfaktoren vor Ort besonders ins Gewicht fallen — und welche Ressourcen vorhanden sind, um ihnen entgegenzuwirken.











